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Arbeitsagentur fördert E-Learning-Projekt

Fortbildung per Lernnetzwerk Arbeitsagentur fördert E-Learning-Projekt

Auch in Zeiten niedriger Arbeitslosenzahlen steigt der Bedarf an Fort- und Weiterbildungen. Deswegen eröffnete die Wirtschafts- und Bildungsservice KG (WBS) ihre erste Einrichtung in Marburg.

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Offensichtlich überzeugte das Angebot von Thilo Breitenreicher (hinten, ab Zweiter von links) und Martin Geugis nicht nur Stadträtin Kerstin Weinbach, sondern auch die Vertreterinnen der kostentragenden Arbeitsagentur.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. „Wir haben an unserem Standort in Gießen festgestellt, dass es hier einen großen Bedarf gibt. Einige unserer Kunden kamen schon von hierher angereist, weswegen diese neue Einrichtung schon mit einem kleinen Kundenstamm startet“, sagte der Geschäftsführer des Standorts Frankfurt am Main, Martin Geugis, in seiner Eröffnungsrede.

Grundsätzlich werde es in Zukunft immer einfacher werden, die über Deutschland verteilten Interessenten an Sprach-, IT- oder Verwaltungsfortbildungen zu bündeln, dank des WBS-Konzepts der Lernnetzwerke.

„Diese sehen vor, dass unsere Kunden hier in unseren Räumen an den PC gehen und sich dort einloggen, dann sind sie sozusagen im virtuellen Klassenraum mit bis zu 24 anderen Teilnehmern. Im Gegensatz zum Online-Learning ist bei der WBS aber immer ein Koordinator dabei, der den Nutzern Stoff vermittelt und sie betreut“, erklärte Geugis.

Dadurch könnten die Interessenten in der ganzen Bundesrepublik gebündelt werden, die Kurse kämen praktisch garantiert zu Stande. „Aber was ist mit der sozialen Komponente?“, hakte Ulrich Schmitt-Diel nach, der als Teamleiter der Marburger Arbeitsvermittlung mit einigen Kollegen zur Eröffnung gekommen war.

Stadträtin Weinbach
 vom Konzept überzeugt

„Wir stellen fest, dass die Menschen auch in den Onlinekursen rege miteinander kommunizieren und sich da sehr leicht Barrieren abbauen. Ferner sitzen in den Räumen ja bis zu sechs Personen an den Rechnern. 
Die nehmen dann zwar vermutlich jeweils an ganz unterschiedlichen Kursen teil, aber ganz alleine ist man ja nicht wirklich“, bemerkte dazu der Gießener Teamleiter Thilo Breitenreicher.

Das Konzept überzeugte auch Marburgs Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, die zu der Eröffnung gekommen war und sich den exemplarischen Onlinekurs näher anschaute.

In Ausnahmefällen ist es auch möglich, die Kurse im Eigenheim zu absolvieren. Dabei waren sich die Vertreter der Arbeitsagentur und der WBS aber einig, dass dies nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen sollte, da die Vollzeitkurse mit einer 40-Stunden-Woche von 8 bis 16 Uhr auch dabei helfen, länger Erwerbslose wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen.

„Wenn wir hier natürlich Selbstständige haben, die eine Fortbildung machen möchten und ohnehin aus dem Homeoffice-Bereich kommen, dann ist das etwas anderes. Und natürlich bietet sich diese Lösung an, wenn Kunden mit starken Gehbehinderungen an uns herantreten“, ergänzte Geugis.

von Marcus Hergenhan

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