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„Anerkannte Stimme in der Region“

Arbeitskreis für Kommunal- und Wirtschaftsfragen „Anerkannte Stimme in der Region“

Grenzen erweitert: In seiner geänderten Satzung schreibt der Marburger Verein fest, dass sich seine Tätigkeit auf das gesamte Gebiet der Region Mittelhessen erstreckt.

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Thomas Janssen (Mitte), Geschäftsführer der Pharmaserv GmbH & Co. KG, wurde als Vorsitzender des Arbeitskreises für Kommunal- und Wirtschaftsfragen (AfK), einstimmig wiedergewählt. Dem Vorstand gehören weiterhin an: Achim Boller (von rechts), Jan-Bernd Röllmann, Rolf Witezek sowie Eckart Oehring, der am Donnerstag fehlte.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Der Arbeitskreis für Kommunal- und Wirtschaftsfragen Marburg (AfK) im Wahlfieber: Im Mittelpunkt der Jahresmitgliederversammlung, die in den Räumen der Volksbank Mittelhessen stattfand, stand die Wahl des Vorstandes: Die bisherigen Mitglieder wurden einstimmig im Amt bestätigt: Pharmaserv-Geschäftsführer Thomas Janssen ist der alte und neue Vorsitzende, dem Vorstand gehören weiterhin Achim Boller, Eckart Oehring, Jan-Bernd Röllmann und Rolf Witezek an.

Janssen wies auf das Superwahljahr hin - die Bürger sind aufgerufen den Bundestag, den Landtag sowie einen neuen Landrat für den Kreis zu wählen. Und bei diesem Thema ist der AfK bereits ganz schnell vorangegangen: Der Verein hat den ersten Termin für eine Podiumsdiskussion zur Landratswahl bekannt gegeben: Am 4. September, ab 19 Uhr bei Pharmaserv veranstaltet der AfK ein „Wahl-Hearing“ mit den Bewerbern, kündigte Janssen an.

„Universitätsstadt ist die Lokomotive für den Kreis“

In seinem Bericht blickte der Vorsitzende aber nicht nur auf das laufende Jahr, sondern erinnerte auch an die Aktionen im vergangenen Jahr: 2012 war vom Jubiläum geprägt. Janssen erinnerte zum Beispiel an den erfolgreichen Festabend anlässlich des 50-jährigen Vereins-Bestehens und an den Wirtschaftstag mit dem hessischen Wirtschaftsminister Florian Rentsch.

Der AfK werde die Entwicklung der neu gegründeten Regionalmanagement Mittelhessen GmbH interessiert verfolgen, betonte Janssen.

„Wir begrüßen es sehr, dass Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) Vorsitzender des Aufsichtsrats ist“, so Janssen und fügte eine kritische Anmerkung hinzu: Vaupel im Aufsichtsrat sei ein Wehrmutstropfen, denn der AfK müsse feststellen, dass die Interessen der heimischen Wirtschaft in dieser GmbH „nunmehr exklusiv durch die Industrie- und Handelskammer vertreten werden sollen“, sagte Janssen.

19 Gesellschafter tragen das mittelhessische Regionalmanagement. Jeweils alle mittelhessischen Hochschulen, Landkreise, Oberzentren plus Limburg, IHKs und Handwerkskammern haben sich mit dem Verein MitteHessen zusammengetan und Ende 2012 die Regionalmanagement Mittelhessen GmbH gegründet (die OP berichtete). Unternehmen gehören nicht zu den Gesellschaftern.

Auch der AfK will sich stärker in der Region Mittelhessen einbinden und vernetzen: „Wir wollen nicht nur eine bekannte Stimme, sondern auch eine anerkannte Stimme in der Region sein“, so Janssen.

Untermauert wird dieses Ziel auch durch eine Satzungsergänzung, die am Donnerstagabend einstimmig beschlossen wurde. In der geänderten Satzung wurde festgeschrieben, dass der Arbeitskreis seine Tätigkeit auch auf das Gebiet des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie der Region Mittelhessen erstreckt. Allerdings befinden sich unter den derzeit 75 Mitgliedern bereits seit Jahren auch Unternehmer aus dem gesamten Landkreis. Die Satzungsänderung sei im Sinne der Marburger Rathauspolitik, so Vaupel, der als Gastredner geladen war. Auch die Stadt Marburg kooperiere zum Beispiel enger mit dem Landkreis in der Tourismusförderung. „Die Universitätsstadt Marburg ist die Lokomotive für den Landkreis“, so Vaupel.

Konkurrenz befindet sich im Internet

Er werde als Aufsichtsratsvorsitzender der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, die ihren Sitz in Gießen hat, darauf achten, dass Marburg in der mittelhessischen Positionierung die Stärke behalte, versprach er den Unternehmern und Geschäftsführern aus der Region.

Vaupel gab einen kurzen Überblick über laufende kommunalpolitische Vorhaben und betonte dabei die Stadtentwicklung. Die Stadt müsse mehr sein als ein Marktplatz, denn sie stehe in Konkurrenz zum Internet, so Vaupel. Daher sei es wichtig, dass sie den Besuchern und Kunden eine hohe Aufenthaltsqualität biete. In diesem Zusammenhang ging Vaupel auf das Thema Schrägaufzug ein. Wer in der Stadt unterwegs sei, könnte an der Haltestelle Wasserscheide in der Oberstadt den Aufzug zum Schloss nehmen, so sein Wunsch. Durch einen Schrägaufzug könnte die Touristenzahl im Schloss erhöht werden.

Gutachter sollen noch prüfen, ob und wie ein solcher Aufzug realisiert werden könnte.

Im Anschluss gab Baudirektor Jürgen Rausch den Mitgliedern einen ausführlichen und anschaulichen Überblick über die Planungen in der Stadt - er berichtete zum Beispiel über den Campus-Bau, die Sanierung der Stadthalle, die Entwicklung in der Nordstadt. Kreishandwerksmeister Helmut Henkel fragte, wo die Gäste und Besucher der Stadthalle künftig parken sollen. Diese Frage könnte zu stundenlangen Diskussionen führen, sagte Janssen.

Die AfK-Mitglieder einigten sich daher, dieses heiße Eisen an den Tischgesprächen zu erörtern. Dabei wurde deutlich, dass viele Vertreter der Wirtschaft sich eine bessere Parksituation in Marburg wünschen beziehungsweise skeptisch sind, ob die Situation nach dem Wegfall des Brauerei-Parkplatzes am Pilgrimstein befriedigend sein wird.von Anna Ntemiris

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