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Altenpfleger lernen Umgang mit Demenz

Marburg Altenpfleger lernen Umgang mit Demenz

„Die Schule“ in Marburg verabschiedet elf neue Begleitkräfte in Pflegeeinrichtungen für Menschen mit besonderem Pflegebedarf.

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Die elf Teilnehmer erhielten von Schulleiterin Kerstin Freund und den beiden Lehrerinnen Silvia Ernst-Tijero und Heidrun Freitag ihre Zeugnisse.

Quelle: Sofia Papadopoulou

Marburg. „Vielen Dank an alle. Ihr wart eine besondere Gruppe.“ Mit diesen Worten verabschiedete die Lehrerin Silvia Ernst-Tijero die elf Teilnehmer der Fortbildung für Begleitkräfte in Pflegeeinrichtungen für Menschen mit besonderem Pflegebedarf.

„Die Schule“ in Marburg bietet basierend auf dem Sozialgesetzbuch eine Qualifizierung von zusätzlichen Betreuungskräften an. Bei der dreimonatigen Teilzeitfortbildung setzten sich die elf Teilnehmer intensiv mit der Demenzerkrankung auseinander. Sie lernten tagesstrukturierende Maßnahmen kennen, Erinnerungs- und Biografiearbeit, Formen der Musik- und Tiertherapie, aber auch die Grundlagen von Pflege- und Erste-Hilfe-Maßnahmen. „Es ist wichtig, die Lebens- und Erfahrungswelten von demenzerkrankten Menschen kennenzulernen, um sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten und unterstützen zu können. Erst wenn diese den Begleitkräften bekannt sind, können sie die Betroffenen fördern, gemeinsame Aktivitäten anbieten und mit herausforderndem Verhalten umgehen“, sagte Schulleiterin Kerstin Freund bei der Verabschiedung der erfolgreichen Absolventen.

Die Absolventen wurden schriftlich, praktisch und mündlich geprüft. Die schriftliche Prüfung bestand aus einer Hausarbeit in einem Beschäftigungsbereich ihrer Wahl. Bei der praktischen Prüfung mussten die Teilnehmer ein Gruppenangebot gestalten und bei der mündlichen Prüfung wurden sie zu den gelernten Inhalten geprüft.

Nach der Fortbildung können die Begleitkräfte nun überwiegend in stationären Pflegeeinrichtungen oder in der Tagespflege tätig werden.
„Die Voraussetzung für diesen Kurs ist vor allem die persönliche Eignung des Teilnehmers“, erklärt Kerstin Freund. Diese wird durch ein Erkundungspraktikum erprobt.

Die potenziellen Teilnehmer arbeiten fünf Tage in einer Pflegeeinrichtung und können so vorab testen, ob diese Arbeit das Richtige für sie ist. Die Einrichtungen sprechen sich anschließend mit der Schule ab und entscheiden über die Teilnahme. „Wir mussten jedoch noch nie jemandem sagen, dass er ungeeignet sei. Die Personen erkennen bei dem Praktikum meist von selbst, wenn ihnen dieser Tätigkeitsbereich nicht liegt und treten zurück. Aber selbst das kommt nur selten vor“, erläuterte Freund.

von Sofia Papadopoulou

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