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Aktionäre kippen die Übernahmeregel

Rhön AG Aktionäre kippen die Übernahmeregel

Auf der Hauptversammlung der Rhön-Klinikum AG schafften die Aktio­näre gestern Abend nach einem Verhandlungsmarathon die Sperrminorität ab. Übernahmen wären nun leichter.

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Der Schriftzug der Rhön AG. Das Unternehmen hat nun den Vertrag mit Vorsitzenden der UKGM-Geschäftsführung, Martin Menger, um drei Jahre verlängert.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Frankfurt. Mit einer knappen Mehrheit stimmten die Rhön-Aktionäre gestern Abend für die von Aufsichtsratschef Eugen Münch befürwortete Abschaffung der 90-Prozent-Hürde. Die Satzung sah bisher für wichtige Beschlüsse wie Kapitalerhöhungen eine Mehrheit von mehr als 90 Prozent des vertretenen Kapitals vor.

Auf der Hauptversammlung in Frankfurt erhielt der Vorstoß des Großaktionärs Alecta, den umstrittenen Passus zu kippen, die gestern noch notwendige Mehrheit von mehr als 90 Prozent des vertretenen Kapitals. Mit der Abschaffung der Klausel wäre eine Übernahme leichter. Der Gesundheitsriese Fresenius könnte dann zum Beispiel erneut einen Kauf wagen, nachdem er zuvor an der Sperrminorität gescheitert war. Rhön-Aktien legten nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses mehr als zehn Prozent zu.

Der UKGM-Betreiber Rhön gab gestern auch bekannt, dass der Vertrag von Vorstandsmitglied Martin Menger um drei Jahre verlängert wurde. Menger gehört seit 2011 dem Konzernvorstand an, seit einem Jahr ist er Vorsitzender der UKGM-Geschäftsführung. Björn Borgmann vom UKGM-Betriebsrat Marburg bewertete diese Kontinuität als positiv, nachdem es zuvor mehrere Wechsel an der Spitze gegeben hatte.

von Anna Ntemiris
und unserer Agentur

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