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82 Prüflinge aus dem Handwerk feierlich geehrt

Sommer-Freisprechungsfeier 82 Prüflinge aus dem Handwerk feierlich geehrt

Aus 18 Handwerksberufen kommen sie: Die 82 Junggesellen, die am Donnerstag ihre Prüfungszeugnisse von Obermeistern, Lehrlingswarten und 
 Prüfungsausschuss­mitgliedern erhielten.

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Auszeichnung für besondere Leistungen, das Bild zeigt (hintere Reihe, von links): Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher, Meinhard Moog, Jonathan Bitter, Sven Sohn, Hartmut Pfeiffer, (vordere Reihe, von links) Sascha Dully, Sebastian Ludwig, Benny Wagner und Johanna Prokopetz.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Die Veranstaltung, die jeweils im Wechsel durch die Innungen organisiert wird, wurde in diesem Jahr von der Maler- und Lackierer-Innung gestaltet. Begrüßt wurden die 82 Junggesellen durch den stellvertretenden Obermeister Ludwig Schneider.

Er betonte in seiner Ansprache, dass die sinkende Zahl der Handwerker zwar bedenklich, aber nicht ausschließlich negativ zu sehen sei. Vielmehr böten sich den Junggesellen somit auch bessere Verdienstmöglichkeiten – und ein höheres Ansehen.

Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hob indes den Begriff der Freisprechung hervor: In seinen Augen bedeute dies, dass die jungen Leute nun arrivierte Kräfte ihres Berufsstands seien – frei in ihren Entscheidungen und mit eigenem Verdienst.

Die Friseure Nazike Adibelli, Hülya Aksu, Franziska Budde, Corina Glaser, Newroz Gürsel, Natalie Hahn, Anna-Lena Häuser, Alexandra Jonasova, Natalia Kremer, Martina Ledda, Aylin Öztürk, Zahra Razavi-Nobandegandi, Marie Schmidt, Miriam Testa, Lisa Vollmer, Natalia Weitz mit Obermeister Rolph Limbacher sowie Roswitha Löchel, Britta Stahlschmidt, Claudia Hönig-Pingel, Birgit Gehrmann, Marc Griesel und Guido Greiner. Es fehlen Viviane Caspersen, Vanessa Diana und Aylin Erdem.

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Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow bescheinigte ihnen, nun ihr eigener Herr zu sein. Gerhard Wenz, Bereichsleiter der Marburger Agentur für Arbeit, versprach den Junggesellen indes beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Sie seien gesuchte Fachkräfte. Er wünsche sich, dass viele der Junggesellen den Weg über den Meistertitel in die Selbstständigkeit wagten. Denn dann könnten sie selbst Azubis einstellen, diese ausbilden und so dem Fachkräftemangel der Region entgegenwirken.

In seiner Rede machte Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher auf die lange Tradition der Freisprechung aufmerksam, die bis ins späte Mittelalter zurück gehe. Damals wurde der Lehrling noch von seinem Meister „losgesprochen“ und in das Gesellenbuch der Zunft eingetragen. Heute verlaufe die Prozedur ähnlich, und: „Früher wie heute“, so Limbacher, „müssen, wie überall im Wirtschaftsleben, Herausforderungen gemeistert werden“.

Deutsches Handwerk ist international anerkannt

Zwar seien die Anforderungen heute anders als früher, doch noch immer sei das deutsche Handwerk die tragende Säule unserer Wirtschaft und Gesellschaft. „Sie stehen bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern hoch im Kurs“ und „sind auch im internationalen Vergleich Spitze. Sie sind begehrt von Lettland über Polen und China bis nach Neuseeland und im Rest der Welt“, erinnerte er die Zuhörer.

Insbesondere die angestoßene Diskussion zum Klimawandel komme dem deutschen Handwerk zugute. „Energie und CO2 einsparen bedeutet auch: Neue Fenster einbauen, Dächer und Wände dämmen, energie­effizient Elektroanlagen installieren, auf Solarstrom, Wärmepumpe oder Holzpellets setzen. Genau hier greift das deutsche Handwerk.“

Das Wissen und die Technik, über das die Prüflinge verfügen, mache sie zu gefragten Handwerkern, die ihren fachlichen Teil zum Klimaschutz beitragen.

von Ruth Korte 
und Andreas Schmidt

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