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Hightech für die Autobranche

75 Jahre Krämer und Grebe Hightech für die Autobranche

Doppeljubiläum bei 
Krämer und Grebe 
in ­Breidenstein: Das ­Unternehmen hat sein ­75-jähriges Bestehen und 95 Jahre Kompetenz im Werkzeugbau gefeiert.

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Die Mitarbeiter von Krämer und Grebe traten während des Jubiläumsfests zu einem Menschenkicker-Turnier an.

Quelle: Sascha Valentin

Breidenstein. Bevor Ludwig Grebe vor 75 Jahren als Teilhaber mit ins „Boot“ der Firma kam, hatte Fritz Krämer bereits 1922 eine kleine Modell- und Maschinenfabrik in Wolzhausen gegründet, berichtete Geschäftsführerin Katrin Grebe.

In einem kurzen geschichtlichen Abriss zeichnete die Urgroßenkelin Krämers die Entwicklung des Betriebs von einer kleinen Fabrik zu einem renommierten Kooperationspartner der Automobilindustrie nach, der Hersteller wie Audi, BMW, Ferrari, Mercedes, Porsche, Toyota und VW beliefert.

Die Entscheidung ihres Urgroßvaters, in den Werkzeug- und Formenbau zu investieren, sei sehr vorausschauend gewesen, betonte Grebe. „Denn es gibt keine Produktion ohne Werkzeug- und Formenbauer“, verdeutlichte sie. Die hergestellten Werkzeuge seien keine Regalware, sondern passend zugeschnittene Hightech-Produkte, die für den Erfolg anderer Firmen unverzichtbar seien.

Gäste sehen Entwicklungsschritte

Bevor die Mitarbeiter von Krämer und Grebe am Abend in der Eventhalle in Biedenkopf das Jubiläum feierten, erhielten interessierte Besucher am Mittag im Rahmen eines Tags der offenen Tür Einblicke in das Unternehmen. Dabei konnten sie die verschiedenen Etappen der Herstellung eines Werkzeugs miterleben.

Alles fängt damit an, dass die Kunden eine CAD-Zeichnung des benötigten Bauteils abgeben. In der Konstruktion sahen die Besucher, wie daraus dreidimensionale Sandmodelle hergestellt werden. Die Kinder konnten dabei am Computer sogar selbst einfache Modelle entwerfen. Doch auch die Fertigung gewährte Einblicke in ihre Arbeit. Hier lernten die Gäste etwa die verschiedenen Stufen bei der Entwicklung ­eines ­Motorkernblocks für Jaguar kennen oder konnten einen Blick auf die Form zur Herstellung eines Hinterachsgehäuses für einen Porsche werfen.

Der Rundgang durch den Betrieb endete schließlich in der Qualitätssicherung, wo sämtliche Werkzeuge noch einmal genauestens untersucht werden – zum Beispiel mittels einer optischen Vermessung, die ein digitales Abbild des Werkzeugs erzeugt, das mit den CAD-Vorgaben des Kunden abgeglichen werden kann. Neben dem Rundgang gab es auch ein kleines Rahmenprogramm. So fertigten die Auszubildenden Schlüsselanhänger mit dem Namen der Besucherkinder an, und in einer aufblasbaren Kickerfläche auf dem Parkplatz vor dem Betrieb traten fünf Mitarbeitermannschaften zu einem Turnier an, dessen Sieger am Abend in der Eventhalle geehrt wurde.

von Sascha Valentin

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