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53 Lehrer nur in den Sommerferien arbeitslos

Sparkurs 53 Lehrer nur in den Sommerferien arbeitslos

Wer sich arbeitslos meldet, sucht in der Regel eine Arbeit. Die Vermittler der Agentur für Arbeit haben die Aufgabe, nach geeigneten Jobs zu suchen.

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Rund 50 Lehrer wurden im Landkreis Marburg-Biedenkopf für sechs Wochen im Sommer in die Arbeitslosigkeit geschickt – wohl aus Spargründen.

Quelle: Franziska Kraufmann/dpa

Marburg. Was aber, wenn der Arbeitslose tatsächlich nicht nach einer Arbeit sucht, weil er einen neuen Vertrag bereits in Sicht hat? Dieser Fall trat mehr als 50 Mal in diesem Sommer bei der Vermittlung von Lehrern auf, erklärt Volker Breustedt, Leiter der Agentur für Arbeit in Marburg. Das sei nicht im Sinne der Beitragszahler, die dies letztendlich finanzieren.

Das Land sollte die Lehrer auch während der Ferien anstellen. Die betroffenen Frauen und Männer mussten sich arbeitslos melden, weil ihr befristeter Vertrag zum Ende des Schuljahrs ausgelaufen war. Das Land hatte für die Angestellten zu Beginn des neuen Schuljahres neue Verträge.

Das Thema ist nicht neu: Die Bundesländer hatten während der Sommerferienzeit im vergangenen Jahr Tausende Lehrer in die Arbeitslosigkeit geschickt. Bis zu 7000 mehr Lehrer waren in den Sommerferien 2015 arbeitslos als in normalen Schulmonaten – vor allem wegen 
befristeter Verträge.

Als Hauptgrund nannte die Bundesagentur für Arbeit 
befristete Beschäftigungen. Erkennbar ist dieses Phänomen insbesondere in den westlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, dem Saarland und Hamburg, so die BA.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisierte die Praxis als „skandalös“. Zahlen über die Lage in den Sommerferien 2016 lagen laut dpa bundesweit bisher noch nicht vor.

von Anna Ntemiris und unserer Agentur

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