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3U mindert Verlust, bleibt aber im Minus

„Wendepunkt in der Geschäftsentwicklung“ 3U mindert Verlust, bleibt aber im Minus

Die 3U Holding AG hat das vergangene Jahr mit einem Konzernergebnis von minus 3,24 Millionen Euro abgeschlossen. Für das laufende Jahr geht das Marburger Unternehmen, das am Dienstag seine Bilanz vorlegte, von einer Stabilisierung aus.

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Die 3U Holding hat ihren Sitz in Marburg in der Frauenbergstraße.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Telefonie, Erneuerbare Energien und (IT)-Services: Das sind nun die drei Säulen der 3U Holding AG aus Marburg, die nach massiven Ergebniseinbrüchen im Jahr 2012 auf dem Weg der Stabilisierung ist. So erklärt es der dreiköpfige Vorstand um den Vorstandssprecher Michael Schmidt zumindest im Brief an die Aktionäre. Schmidt ist auch größter Aktionär des Unternehmens.

„Das Geschäftsjahr 2014 markiert einen Wendepunkt unserer Ergebnisentwicklung. Bei unserer operativen Leistungsfähigkeit sind wir weiter vorangekommen und haben durch Umsatzwachstum, aber vor allem auch durch unsere Kosten- und Effizienzmaßnahmen die Ziele für das Berichtsjahr erreicht. So haben wir in der zweiten Jahreshälfte zum ersten Mal seit dem ersten Halbjahr 2011 wieder einen operativen Überschuss (EBITDA) erzielt“, erklärt der Vorstand.

Umsatz um zehn Millionen Euro gestiegen

Das Unternehmen hat in den vergangenen drei Jahren einen großen Stellenabbau betrieben, um die Kosten zu drücken (die OP berichtete). Der Konzernumsatz wurde nach 39 Millionen Euro im Jahr 2013 um zehn Millionen Euro auf 49 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um rund eine Million Euro, liegt aber immer noch im roten Bereich: Bei minus 3,24 Millionen Euro.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schaffte 3U es fast, schwarze Zahlen zu schreiben: Nachdem die Firma einen Verlust in Höhe von 3 Millionen Euro im Vorjahr verzeichnen musste, lag der EBITDA 2014 bei minus 0,2 Millionen Euro. Das Unternehmen geht für das laufende Jahr von einem ausgeglichenen Nettoergebnis aus, wenn der derzeitige Kurs der Umstrukturierung beibehalten wird.

Der Konzernumsatz soll um mindestens zehn Prozent steigen, und die Windkraftaktivitäten sollen ausgebaut werden, heißt es. Zur Umstrukturierung gehört auch der Aufbau des Bereichs Erneuerbare Energien. In diesem Geschäftsfeld steigerte das Unternehmen laut Bilanz den Umsatz um 45 Prozent.

„Schwarze Null“ ist das Ziel

Im vergangenen Jahr hatte die Firma unter anderem einen Windpark in Sachsen-Anhalt und einen Windparkprojektentwickler gekauft. Auch der Umsatz im Telefongeschäft stieg an: Um fast zwei Millionen Euro auf rund 27 Millionen Euro.
Das frühere Sorgenkind, der Bereich Services, kommt offenbar wieder auf die Beine:

Im Geschäftsjahr 2014 betrug das negative Ergebnis lediglich minus 0,74 Millionen Euro, während das Ergebnis im Vorjahr noch bei minus 1,67 Millionen Euro gelegen hatte. Auch für das Geschäftsjahr 2014 gibt der Vorstand aufgrund des Konzernergebnisses keinen Dividendenvorschlag. Die Aktionärsversammlung findet am Donnerstag, 21. Mai, in Marburg statt.

In den vergangenen Jahren gab es während der Versammlungen der Aktionäre lange Debatten und viel Kritik: Missmanagement lautete der Hauptvorwurf. Die Holding wurde 1997 gegründet und ist eine ursprünglich aus der Telekommunikationsbranche stammende börsennotierte Gesellschaft.

von Anna Ntemiris

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