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3U befindet sich im leichten Aufwind

Verluste deutlich verringert 3U befindet sich im leichten Aufwind

Die 3U Holding AG hat das vergangene Jahr mit einem Konzernergebnis von minus 0,82 Millionen Euro abgeschlossen. Für das laufende Jahr geht das Marburger Unternehmen von einer Stabilisierung aus.

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Thorsten Richter

Quelle: Der Sitz der 3U Holding in Marburg. Der Konzern konnte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Verlust minimieren und will dieses Jahr endlich wieder die Gewinnzone erreichen. Foto: Thorsten Richter

Marburg. Man sei vom „Mindestanspruch und unseren Zielen noch ein gutes Stück entfernt“, erklärt der dreiköpfige Vorstand um Vorstandssprecher Michael Schmidt im Brief an die Aktionäre. Ursprünglich hatte der Konzern geplant, 2015 in die Gewinnzone zurückzukehren. Doch dieses Ziel erreichte er nicht ganz: Die Bilanz weist ein Minus von 820.000 Euro aus.

„Der für uns wichtigste Meilenstein im zurückliegenden Geschäftsjahr war jedoch die Erreichung eines positiven Quartalsergebnisses im vierten Quartal, mit dem wir nach einer langen Durststrecke wieder zur Profitabilität zurückgefunden haben“, heißt es vonseiten der 3U Holding. Dies sei dem Unternehmen gelungen, „obwohl der deutlich positive Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf eines Windparkprojekts ausgeblieben ist“. Die Verschiebung des Umsatzes und Ertrags aus diesem Projekt auf kommende Berichtszeiträume hätte einen erheblichen Einfluss auf die entsprechenden Konzernzielgrößen des abgelaufenen Jahres gehabt.

Dennoch lägen die wesentlichen Konzernkennzahlen im oberen Bereich der Prognose vom Dezember vergangenen Jahres und hätten nur knapp die untere Grenze der Prognose aus März 2015 erreicht. Demnach erzielte 3U in 2015 einen Umsatz von 48,24 Millionen Euro – eine Million weniger als im Jahr zuvor.

Erneuerbare Energien erstmals in Gewinnzone

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt laut Bilanz allerdings bei 4,01 Millionen Euro und wurde deutlich gesteigert: Im Vorjahr lag die Zahl noch bei minus 170.000 Euro. Damit erreichte der 3U Konzern erstmals seit dem Geschäftsjahr 2011 auch für das gesamte Geschäftsjahr ein positives EBITDA.

„Wir hatten uns vorgenommen, in unserem Segment Erneuerbare Energien zu wachsen sowie die Effizienz unserer Geschäftsprozesse in allen Segmenten weiter kontinuierlich zu verbessern und so insgesamt unsere Ertragskraft zu steigern. Das ist uns gelungen“, teilt 3U mit.

Das Ergebnis des Segmentes Telefonie verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 2,44 Millionen Euro um 150.000 Euro auf 2,29 Millionen Euro. Insgesamt zeichne sich das Segment weiterhin durch einen deutlichen Ergebnisbeitrag für den 3U Konzern aus.

Im Segment Services lag das EBITDA bei minus 440.000 
Euro, konnte gegenüber dem Vorjahr um 380 000 Euro verbessert werden. Dazu hätten auch die geringeren Personalaufwendungen und geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen. Das Ergebnis in diesem Segment hat sich gegenüber dem Vorjahr zwar um 400.000 Euro verbessert – weist aber immer noch einen Verlust von 340 000 Euro aus.

Vorstand sieht weitere Entwicklung optimistisch

Zugpferd im Konzern sind indes die Erneuerbaren Energien: In diesem Geschäftsteil verbesserte sich das EBITDA von 1,14 Millionen Euro im Vorjahr auf fünf Millionen im Geschäftsjahr 2015. Höhere Vertriebsaufwendungen sowohl durch eigenes Personal als auch durch höhere externe Marketingaufwendungen sowie höhere Instandhaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Windpark Langendorf hätten das EBITDA-Wachstum bei im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent gestiegenen Materialaufwendungen gemindert.

Das Ergebnis bei den erneuerbaren Energien stimmt 3U jedoch optimistisch: Gegenüber dem Vorjahr hat es sich um 2,21 Millionen Euro auf 850.000 Euro verbessert. „Damit konnte in dem Segment erstmals ein positives Gesamtjahresergebnis erreicht werden“, teilt der Konzern mit. Alleine auf den Bereich Windkraft seien dabei 750.000 Euro entfallen.

„Trotz weiterhin vorhandener Unsicherheit“ vor allem auch bei den regulatorischen Rahmenbedingungen in den Geschäftsfeldern Telefonie und Erneuerbare Energien sei der Vorstand für die Entwicklung zuversichtlich. „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir weitere Fortschritte bei unserer strategischen Weiterentwicklung“, teilt das Unternehmen mit. Man halte „einen vorsichtig optimistischen Blick auf das Geschäftsjahr 2016 für geboten“ und rechne „mit einem deutlichen Anstieg bei Umsatz und EBITDA und endlich wieder mit einem positiven Konzernergebnis“.

Wie dieses Ergebnis bei den Aktionären ankommt, wird sich am 25. Mai zeigen: Dann findet die Hauptversammlung statt.

von Andreas Schmidt

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