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3U Holding macht weniger Verlust

Quartalsbilanz 3U Holding macht weniger Verlust

Am Freitag legte die 3U Holding ihre neuen Quartalszahlen vor. Demnach ist zwar der Umsatz leicht gefallen – gleichzeitig schreibt das Unternehmen aber auch geringere 
Verluste.

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Der Konsolidierungskurs der 3U Holding AG scheint zu fruchten: Laut der aktuellen Quartalszahlen bewegt sich das Unternehmen langsam in Richtung Gewinnzone.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. 3U sei dabei, „zur Profitabilität zurückzufinden“, teilte das Unternehmen am Freitag in Marburg mit. Demnach ist der Konzernumsatz gegenüber den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres um 2,72 Millionen Euro von 37,77 Millionen auf 35,05 Millionen Euro gesunken.

Rückläufig sei dabei vor allem der Umsatz im Segment Telefonie gewesen, wo hingegen man in den Geschäftsfeldern Services und Erneuerbare Energien den Umsatz gesteigert habe. Mit 12,53 Millionen Euro liege der Konzernumsatz im dritten Quartal dieses Jahres nur leicht unter dem Niveau des vergangenen Vergleichsquartals – damals hatte der Umsatz 13,25 Millionen Euro betragen.

Das Rohergebnis verbesserte sich gegenüber den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres von 11,48 Millionen um 3,97 Millionen auf 15,45 Millionen Euro. Dabei habe sich das Rohergebnis im Segment Erneuerbare Energien gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt, teilte 3U mit: 
Es stieg von 5,46 Millionen auf 9,5 Millionen Euro.

Zahlen aus Windprak-verkauf noch nicht berücksichtigt

Das EBITDA, also der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen, lag in den ersten drei Quartalen 2015 nahezu konstant jeweils leicht unter einer Million Euro, liegt derzeit also bei 2,76 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum verzeichnete 3U noch einen Verlust von 190.000 Euro.

Positiv habe sich laut Geschäftsbericht in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres insbesondere der vergangenes Jahr gekaufte Windpark Langendorf ausgewirkt, der – im Gegensatz zu den konzerneigenen Photovoltaikanlagen – in der Regel in den Monaten von Oktober bis März seine höchsten Einspeisevergütungen erziele.

Ergebnisse aus der Veräußerung des ersten eigenentwickelten Windparkprojektes habe das Unternehmen in den ersten neun Monaten indes noch nicht verbucht. Diese würden sich wohl erst im vierten Quartal in den Ertragszahlen niederschlagen, so die Prognose.

Vorstand sieht Ergebnis 
als „im Plan liegend“

Bedingt durch die Investitionen in die Rechenzentrums­immobilie in Hannover und insbesondere in den Windpark Langendorf seien die Abschreibungen in den ersten neun Monaten dieses Geschäftsjahres mit 2,86 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,28 Millionen Euro gestiegen. Das Finanzergebnis habe sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert: Es sank um 350.000 Euro auf 710.000 Euro.

Das Konzernergebnis liegt laut Geschäftsbericht in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei einem Minus von 1,31 Millionen Euro – der Verlust ist demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 760.000 Euro gesunken. Denn im dritten Quartal 2014 hatte das Defizit des Konzerns noch bei 2,07 Millionen Euro gelegen. Der Vorstand bezeichnete das Ergebnis als „im Plan“ liegend.

Der in den vergangenen Jahren betriebene Ausbau der erfolgreichen Geschäftsfelder bei gleichzeitigem Rückbau der unter den Erwartungen gebliebenen Aktivitäten trage demnach langsam Früchte. Vor allem das Segment Erneuerbare Energien gewinne zunehmend an Bedeutung. Der Konzern geht davon aus, dass dieses Geschäftsfeld „im vierten Quartal mit einem deutlich positiven Ergebnis einen sehr wichtigen Beitrag zum Konzernergebnis beisteuern“ werde.

Der Vorstand bekräftigt demnach seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr: Man rechne mit Umsätzen zwischen 50 Millionen und 53 Millionen Euro, einem EBITDA zwischen vier und sechs Millionen Euro sowie einem Gesamt-Konzernergebnis, das zwischen ­einer Million Euro Verlust und einer Million Euro Gewinn liegen werde.

von Andreas Schmidt

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