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Sieben Kandidaten - ein Foto Was sehen Sie auf diesem Bild?

Teil 4 der Reihe: Die Landratskandidaten beschreiben ein Foto und verraten ihre Gedanken zum Motiv

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Karsten McGovern (49), Erster Kreisbeigeordneter:

„Viele Menschen sitzen am Ufer der Lahn in Marburg in Höhe der Mensa. Vielleicht findet ein Drachenbootrennen statt oder es gibt eine Bühne auf dem Fluss mit Live-Musik oder Theater.
Im Landkreis gibt es gerade im Sommer ein breites kulturelles Angebot. Für junges Publikum wird in Marburg aber auch in der Umgebung viel geboten. Das ist für die Region sehr wichtig, damit wir auch für junge Menschen attraktiv sind. Die Förderung von Kunst und Kultur sollte daher weiterhin zum festen Aufgabenbestand des Landkreises zählen. Außerdem bedarf es einer guten Kooperation mit dem Oberzentrum Marburg und den Städten und Gemeinden im Landkreis. Bei rückläufiger Bevölkerungszahl brauchen wir kinder- und familienfreundliche Strukturen und müssen jungen Menschen attraktive berufliche Perspektiven und auch ein breites Freizeitangebot bieten. Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem ist dabei genauso wichtig, wie Toleranz und Respekt vor unterschiedlichsten Lebensentwürfen und religiöser Orientierung.“

Kirsten Fründt (46), Agraringenieurin

„Ich sehe auf diesem Bild vor allem eins: Lebensfreude. Da sind viele junge Menschen friedlich und gut gelaunt zusammen gekommen, um gemeinsam Spaß zu haben, gemeinsam etwas zu erleben. Und das finde ich gut. Denn auch mir macht es viel Spaß, mit anderen Menschen, mit Freunden und Bekannten, gemeinsam etwas zu unternehmen und zu erleben.
Das (Er-)Leben von Gemeinschaft, zusammen etwas erreichen – das sehe ich auf diesem Bild. Dies entspricht meiner Vorstellung von Politik und gesellschaftlichem Engagement. Und gemeinsam machen müssen wir doch vieles im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Wie schön das Erlebnis eine gemeinsamen Erfolgs ist, weiß ich als Sportlerin darüber hinaus sehr gut.
Aufgenommen wurde das Bild in Marburg an der Lahn, mitten in der Stadt, an den sogenannten Lahnterrassen. Das Bild steht also auch für die junge Universitätsstadt, für die Möglichkeit, in der Stadt etwas zu erleben. Für moderne Urbanität also. Für ein Lebensgefühl, das mir sehr sympathisch ist.“

Mirco Rosenberger (43), Sozialhilfeempfänger

Mirco Rosenberger und die APPD antworteten nicht auf diese Frage.

Anna Hofmann (32), Studentin

„Ich sehe viele Individuen. Sie scheinen eher zufällig dicht beieinander zu sitzen.Sie wirken beschäftigt und friedlich. Ich frage mich, wie Menschen zu einer Masse werden, die z.B. daran Spaß hat andere Menschen beim Verbrennen zu zusehen: Geschehen 1991 beim Brandanschlag auf ein Asylheim in Rostock. Ebenso schockt mich, dass es jüngst eine Staatliche Kollaboration mit Nazis gab. Dies aber nicht beweisbar ist, da der Verfassungsschutz Akten über den Nationalsozialistischen Untergrund vernichtet hat. Wie weit wirkt der Faschismus also bis heute weiter in die Gesellschaft und in den Landkreis hinein? Die LINKE hat einen Antrag gestellt auf Kreisebene zu untersuchen wie viele Kreistagsmitglieder bis 1974 eine NS-Vergangenheit hatten.Dieser Antrag wurde öffentlich im Kreistag nie diskutiert, aber gegen viel Widerstand im Hinterzimmer durchgesetzt. Nun ist die Studie zwar fertig, aber keiner bekommt sie zu sehen, da im Wahlkampf eine Veröffentlichung angeblich zu brisant sei.“

Kai-Uwe Spanka (49), Bürgermeister von Wetter

„Es scheint eine interessante Veranstaltung an der Lahn zu sein, denn ich habe nur sechs Personen gezählt die sich ihrem Handy widmen. Viele junge Menschen unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten, die offensichtlich eine Veranstaltung genießen. Deutschland hat sich in den letzten Jahren zum Positiven verändert. In Europa findet ein reger Bevölkerungsaustausch statt. Mit Blick auf die heutigen großen Probleme wäre ein schnelleres Zusammenwachsen in früheren Zeiten sicherlich wünschenswert gewesen. Ich glaube die Menschen hätten damit überhaupt keine Probleme. Die Jugend ist unsere Zukunft und in Anbetracht des Fachkräftemangels müssen wir uns bemühen ihnen ein gutes Umfeld zu schaffen. Dabei zählen neben den Berufsangeboten vor allem die weichen Faktoren. Über Wohn- und Freizeitangebote bietet unser Landkreis mit seinen Städten und Gemeinden und der Universitätsstadt Marburg alles was das Herz begehrt. Wir sehen viel zu viel mit Skepsis – das ist falsch, denn wir müssen gestalten!“

Jens Fricke (48), CNC-Fräser

„Aus Protest gegen den Angriff der Regierung des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland gegen die Freiheit der Presse und in Solidarität mit Bradley Manning und Edward Snowden bleibt diese Spalte leer.“

Marian Zachow (34), Pfarrer

„Viele unterschiedliche Gesichter: Was schreibt wohl die Frau im Vordergrund auf Ihrem Handy: Eine Liebesbotschaft? Oder kontrolliert sie ihre beruflichen Mails? Was hat die Frau im linken Bildteil gerade erlebt, dass sie so ausgelassen lachen kann? Viele Geschichten und Gefühle verbergen sich hinter den Gesichtern. Wie gern würde ich über all diese Persönlichkeiten mehr erfahren! Menschen faszinieren mich – und ich bin glücklich, dass ich in meinem Beruf als Pfarrer, aber auch jetzt im Wahlkampf Tag für Tag freundlichen Menschen begegne.
All diese Menschen haben gewiss auch viele verschiedene Ideen. Wenn man darüber ins Gespräch kommt und die besten Gedanken zusammenführt, lässt sich eine Menge bewegen: für ein gutes soziales Netz, für erfolgreiche Unternehmen oder eine saubere Umwelt. Als Landrat werde ich mit Ideenwerkstätten Raum für die Ideen der Bürger(innen) geben – und eine Zukunftsstiftung soll ein gutes Klima für Ideen und ihre Verwirklichung schaffen.“

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