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Frühe Glückwünsche an die Etappensiegerin

Landratswahl Frühe Glückwünsche an die Etappensiegerin

Die rund 250 Besucher der OP-Landratswahlparty im Kreishaus verfolgten am Sonntagabend gespannt die einlaufenden Ergebnisse aus den 327 Wahlbezirken. Der erwartete Wahlkrimi blieb dabei aus. Kirsten Fründts Vorsprung hielt und hielt.

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Marburg. Die Wahllokale haben noch nicht lange geschlossen, da laufen im Kreishaus bereits die ersten Ergebnisse ein. Erstmals übermitteln die Wahlämter aus den Kommunen die ausgezählten Stimmen nicht erst als komplettes Gemeindeergebnis, sondern Wahlbezirk für Wahlbezirk. Um 18.20 Uhr sind schon 47 von 327 Wahlbezirken ausgezählt. Und so gibt es von Anfang an etwas zu sehen für die Besucher im Kreishaus, deren Zahl stetig zunimmt - bis die Gäste schließlich dicht an dicht im Foyer stehen und auch alle Landratskandidaten versammelt sind.

Es ist Viertel vor sieben, als das erste Gemeindeergebnis einläuft. Steffenberg übermittelt 34,77 Prozent für Kirsten Fründt (SPD), 25,66 für Dr. Karsten McGovern (Grüne) und 23,6 für Marian Zachow (CDU) - für die Kandidaten, die sich von Anfang an auf den ersten drei Rängen halten. Ab dann geht es Schlag auf Schlag. Und Kirsten Fründts stabile Spitzenposition hält.

 

Buh-Rufe für gescheiterten Grünen-Kandidat

286 Wahlbezirke sind bis kurz vor 19 Uhr ausgezählt. Die SPD-Anhänger beginnen schon mal vorsichtig damit, sich für ihre Kandidatin zu freuen. „Ich kann das jetzt noch nicht, ich bin viel zu nervös“, bekennt Kirsten Fründt. Ihr Parteikollegen Dr. Thomas Spies sieht das anders: „Daran ändert sich nichts mehr“, sagt er, glücklich über Fründts Position.

Bad Endbach liefert das erste von einigen Gemeindeergebnissen, die vom Trend abweichen. Mit 32,5 Prozent der Wähler haben sich dort die meisten für Zachow entschieden. An Fründts Spitzenposition rüttelt das kaum. Und so gibt es schon bald die ersten Glückwünsche für die SPD-Kandidatin. Jens Fricke, Landratskandidat der Piraten, ist der erste, der ihr gratuliert. Dann klingelt Fründts Handy. Thorsten Schäfer-Gümbel, der hessische SPD-Vorsitzende ruft an, um die Kandidatin zu beglückwünschen. Im Publikum finden sich viele, die mit ihrer Wahlprognose richtig gelegen haben wollen. „Hab ich gewusst“, sagt Kreisbauerverbands-Vorsitzender Erwin Koch und freut sich über das Etappenergebnis. „Wir reden ja ständig über Frauen in Führungspositionen - das passt doch, wenn jetzt mal eine Frau Landrat wird.“

Unmut nach ersten Ergebnissen

Nicht alle sind so anerkennend. Als das Endergebnis den ersten Wahlgangs zur Landratswahl feststeht, zieht Vize-Landrat und Grünen-Kandidat Dr. Karsten McGovern den Ärger des Publikums auf sich. Er spricht eine Wahlempfehlung für die Stichwahl aus, rät den Wählern, sich am 22. September für Marian Zachow zu entscheiden. Und er schießt in Richtung SPD, in dem er auf den Rücktritt ihres vormaligen Kandidaten Michael Richter-Plettenberg eingeht, über den „gewisse Gerüchte“ kursierten. OP-Chefredakteur Christoph Linne, der die Wahlparty moderiert, greift ein: „Um Gerüchte geht‘s hier nicht.“ Doch McGovern hat inzwischen die Haltung verloren, lässt sich nicht einmal mehr von den Buh-Rufen aus dem Publikum beeindrucken.

Mit Kai-Uwe Spankas Kommentar zum Wahlausgang kehrt die gute Stimmung zurück. Der parteilose Wetteraner Bürgermeister stellt klar, dass er keine Wahlempfehlung abgibt und wünscht beiden Kandidaten für die Stichwahl viel Erfolg.

von Carina Becker

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