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Welcher Abgeordnete wäre am besten für den Verkehr?

Eine Frage, Sieben Antworten Welcher Abgeordnete wäre am besten für den Verkehr?

A 49 und Umgehung der B 252: Die Verkehrsplanung beschäftigt seit Jahren den Landkreis. Wir fragten die Kandidaten für die Bundestagswahl: "Was werden Sie tun, um die großen Verkehrsprojekte im Landkreis zum Abschluss zu bringen?"

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Verkehrschaos in Todenhausen - welcher Bundestagsabgeordnete würde die verkehrspolitischen Interessen des Kreises in Berlin am besten vertreten?

Quelle: Thorsten Richter

Stefan Heck (30), Rechtsanwalt:

„Die A 49 und die B 252 werden nur dann erfolgreich zum Abschluss gebracht, wenn der Bund in den kommenden Jahren ausreichend Geld für diese wichtigen Verkehrsprojekte zur Verfügung stellt. Im Bundestag werde ich mit ganzer Leidenschaft für die Finanzierung dieser Projekte kämpfen – und hier nicht halbherzig auf der Stelle treten, wie dies leider mein SPD-Mitbewerber in den vergangenen elf Jahren weitgehend getan hat.Ebenso wichtig ist es, im Planungsrecht endlich einen vernünftigen Ausgleich zwischen den Belangen des Naturschutzes einerseits und den praktischen Anforderungen der Menschen andererseits zu finden. Immer dann, wenn SPD und Grüne regiert haben, wurden wichtige Entscheidungen für den Straßenbau durch jahrelange Gutachten-Debatten verschleppt. Dies darf sich nicht wiederholen! Wir brauchen außerdem eine Reform des Verbandsklagerechts, damit Naturschutzverbände nicht weiterhin den Fortschritt einer ganzen Region durch endlose Gerichtsprozesse jahrelang aufhalten können.“

Michael Weber (44), Gen-Ingenieur:

„Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ad hoc halte ich nichts davon, die B 252-Umgehung überhaupt zu bauen, obwohl ich weiß, was für eine Belastung die jetzige Bundesstraße für die Anwohner dort momentan darstellt. Nach meinem Kenntnisstand ist in dieser Sache auch noch ein Gerichtsverfahren anhängig, so dass ich mich schon sehr wundern muss, dass es dort bereits Bauvorstöße gibt, obwohl dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen ist. Unterm Strich sieht es doch so aus, dass die neue Umgehung für andere Anwohner ähnliche Probleme aufwerfen wird und nach meinem Kenntnisstand darüber hinaus schützenswerte Ökosysteme zerstört. Es findet also lediglich eine Verlagerung der Probleme, aber keine echte Lösung statt. Für die A 49 gilt ähnliches.Für den Fall, dass ich Verantwortung im Bundestag übernehmen müsste, können Sie allerdings sicher sein, dass ich mir die ganze Problematik bis ins kleinste Detail ansehen werde. Und zwar auch vor Ort und nach Rücksprache mit den Betroffenen, damit eine sinnvolle Lösung gefunden wird.“

Matthias Knoche (51), Kaufmännischer Prokurist bei der GeWoBau:

„Die Projekte sind unterschiedlich zu beurteilen. Für die A 49 fehlt wie immer Geld.Von Beginn an wurden die Baukosten geschönt. Während unsere Infrastruktur verkommt – über 2 500 Brücken müssen in Deutschland saniert werden –, versprechen Politiker von SPD bis FDP überall in Deutschland ihren WählerInnen Autobahnauffahrten und Arbeitsplätze durch Straßenbau. Indessen neutralisieren sich die wirtschaftlichen Effekte, Staatsschulden und Schlaglöcher bleiben zurück. So muss am Ende der arme Kammmolch herhalten, um Finanzierungsprobleme und Planungsversagen zu vertuschen. Ich bin auch deswegen gegen die A 49, weil wegen diesem Prestigeprojekt Geld für sinnvolle Lösungen für lärmgeplagte Menschen wie an der B 252 fehlt. Wir Grüne wollen für die B 252 eine Straßenführung, die die Landschaft schont, den Landwirten nicht erneut wertvolle Fläche raubt und den Lärm nicht nur zum Nachbarn verschiebt. Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen und dafür, dass bis 2017 die Mittel für Instandsetzung der teils ramponierten Bundesstraßen um eine Milliarde Euro jährlich steigen.“

Jörg Behlen (45), Landwirt:

„Unabhängig vom Einzug in den Bundestag werde ich mich – wie in den letztenJahren – für den zügigen Weiterbau aller Ortsumgehungen und der A 49 einsetzen. Der A 49 kommt dabei überragende Bedeutung zu. Das Planungs- und Baurecht sowie die Finanzierung der letzten Bauabschnitte bis zur A 5 müssen sichergestellt werden.Das Verbandsklagerecht für die grüne Klientel gehört abgeschafft. Dieser einseitige Lobbyismus schadet den Menschen nicht nur in diesem Landkreis extrem.“

Sören Bartol (38), Diplompolitologe:

„Als verkehrspolitischer Sprecher meiner Fraktion setze ich mich engagiert für Verkehrsprojekte in meinem Wahlkreis ein: B 3 und B 255 sind fertiggestellt, der Bau der B 252 hat begonnen, die B 62 bei Eckelshausen wird geplant. Die hessische Landesregierung hat leider bei der A 49 den Bau begonnen ohne das Baurecht für den dritten Abschnitt. Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Gesamtstrecke vollständig finanziert wird, damit unerträgliche Belastungen für den Ostkreis vermieden werden.In der Zukunft muss die Verkehrsinfrastruktur besser finanziell ausgestattet werden. Wir wollen mehr Geld in die Verkehrswege investieren: Zwei Milliarden Euro mehr aus Steuermitteln und weitere zwei Milliarden Euro durch eine Ausdehnung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen. Nur so werden wir in Zukunft genug Geld für den Erhalt unserer Verkehrsinfrastruktur und den Aus- und Neubau von Verkehrsprojekten haben, von denen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes abhängt.“

Janis Ehling (27), Student:

„Den Weiterbau der A 49 lehne ich ab. Das Geld ließe sich viel besser anderweitig verwenden. Verkehr ist nicht nur Autoverkehr. Zum Verkehr zählen alle Fortbewegungsmethoden, auch zu Fuß gehen, Rad fahren und der öffentliche Verkehr mit Bussen und Bahnen. Die drei V der Mobilität (vermeiden, verlagern, verträglicher gestalten) sind auf allen Planungsebenen zu berücksichtigen. Und hier passiert meines Erachtens im Landkreis zu wenig.“

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