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Sprüche zum Frühstück

Wahltagebuch Sprüche zum Frühstück

Wo er recht hat, hat er recht, der Rainer Brüderle. „Rot-Rot-Grün ist nicht das Gelbe vom Ei“, doziert der liberale Spitzenkandidat am Frühstückstisch und löffelt das Hühnerprodukt in sich hinein.

marburg. Zuvor hat er sich eine Butterstulle geschmiert und dazu ebenfalls den richtigen Spruch parat: „Menschen, die hart arbeiten, soll man nicht die Butter vom Brot nehmen.“ Vorsichtshalber hat Brüderle in dem Frühstücks-Wahlspot die Butter nur hauchdünn aufs Roggenmischbrot gespachtelt, damit erst gar nicht der Verdacht aufkommt, mit der FDP breche der ungebremste Wohlstand aus. Immerhin: Fantasielos ist das alles nicht, der Umgang mit Redensarten souverän, die Botschaft eindeutig. Da ist noch Luft nach oben, das ist ausbaufähig. Brüderle könnte nach dem dritten Croissant kurz aufstehen und seinen Hosengürtel um ein Loch weiten: „Mit uns muss niemand den Gürtel enger schnallen.“ Dann könnte er ein Obstsalätchen löffeln: „Bei uns bekommen nicht nur große Tiere die süßesten Früchtchen.“ Vielleicht noch ein Tässchen Kaffee? „Schwarz natürlich – was sonst?“ Und jetzt der Clou: Die Bäckereifachverkäuferin will Brüderle eine Schüssel mit Müsli reichen, doch der FDP-Politiker weist sie ab mit den Worten: „Körnerkram? Das können Sie dem Trittin bringen.“ Was? Wahlspots dürfen keine Spielfilmlänge haben? Ach so. Fortsetzungen sind auch nicht erlaubt? Schade. „Brüderles Frühstückssprüche“ hätten garantiert eine gute Quote.

von Carsten Beckmann

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