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Darum heißt es Volksvertreter

Wahltagebuch Darum heißt es Volksvertreter

Sehen Sie im Fernsehen gerne den "Tatort" aus Münster? Finden Sie das Essen in der Kantine mittelmäßig? Fühlen Sie sich zu oft kritisiert? Und haben Sie schon mal gegen ihre Überzeugung gehandelt?

Falls Sie drei- oder viermal mit „ja“ geantwortet haben, dann könnten Sie auch Abgeordneter im Bundestag sein. Das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ hat nämlich den Parlamentariern auf den Zahn gefühlt – mit dem Ergebnis, dass unsere Abgeordneten auch ganz normale Menschen sind.

Für manchen Wähler mag es enttäuschend sein, dass „die da oben“ auch nur mit Wasser kochen. Dass sie abends Krimis schauen, statt unermüdlich die Welt zu retten. Und dass sie bei Abstimmungen manchmal gegen die eigene Überzeugung abstimmen – obwohl sie eigentlich nur ihrem Gewissen unterworfen sind.

Andererseits: Volksvertreter sollen uns schließlich vertreten. Sie sitzen ja nicht im Bundestag, weil sie besser wären als wir, sondern weil dort nicht genug Sitzplätze für uns alle sind. Irgendwie ist es also auch beruhigend, dass sie uns so ähnlich sind. Und es erleichtert die Kommunikation: Falls Sie bisher Hemmungen hatten, einen Politiker anzusprechen, fragen Sie ihn demnächst einfach, wie er den „Tatort“ fand.

von Stefan Dietrich

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