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Zwei Abende, ein Thema: Peru steht im Mittelpunkt

Schüler spielen Theater Zwei Abende, ein Thema: Peru steht im Mittelpunkt

Volles Haus und volle Bühne herrschten beim Peru-Abend der Gesamtschule Niederwalgern. Mit einer bunten Show begeisterten hunderte Schüler das Publikum.

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Mit viel Farbe und ausdrucksstarker Bewegung sorgte die Schwarzlicht-AG für bunte Unterhaltung.Foto: Ina Tannert

Niederwalgern. Die alljährliche gemeinnützige Show ist das winterliche Highlight des Ortsteils. Dafür legten sich die jungen Akteure voll ins Zeug und bewiesen zwei Abende lang echtes Bühnentalent. Mit Gitarre, Flügel oder Percussion und zahlreichen künstlerischen Darbietungen begeisterten rund 200 Schüler das Publikum und brachten Leben auf die Bühne im Kunst- und Kulturhaus.

Der Peru-Abend wurde aufgrund der großen Resonanz und hohen Anzahl der Schüler, die gar nicht alle auf die Bühne gepasst hätten, auf zwei Tage verteilt. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Praxisgruppen der Gesamtschule. So brachten etwa die Keyboard-, Gitarren- und Theater-AG, die Musikpluskurse, zahlreiche Solisten sowie die Schulband die Bühne zum Beben und das Publikum zu donnerndem Applaus. Mit viel Farbe und knalligen Kostümen tauchte die Schwarzlicht-AG den Saal in ein geheimnisvolles Licht und erinnerte an eine farbenfrohe Weihnachtszeit. Als musikalischer Gast trat die Big Band des Gymnasium Philippinum auf. Für farbenfrohe Effekte sorgte aus dem Hintergrund heraus die Technik-AG.

Schüler versteigerten

Die Resonanz war groß, mehrere hundert Besucher füllten an beiden Abenden die Reihen in der voll besetzten Festhalle. Anklang beim Publikum fand auch die große Versteigerungsaktion der Schüler. Gegen eine Spende konnten sich die Gäste tatkräftige Unterstützung im Haushalt sichern, Babysitten, Straße fegen, Rasen mähen, ein Gassigang mit dem Vierbeiner oder Nachhilfe für den ein oder anderen Sprössling ergattern.

Für den neuen Schulleiter Uwe Schulz war der bunte Abend für den guten Zweck eine Premiere. „Ein tolles Projekt und ein toller musikalischer Schwerpunkt“, lobte der neue Chef die schulische Initiative und die jungen Bühnenstars. Passend zum Thema des Abends organisierten die Schüler zahlreiche Verkaufsstände mit peruanischen Waren, boten Töpferkunst der siebten Klasse, Strickwaren, Schmuck und Spielzeug im Stil des südamerikanischen Staates an.

Der Erlös des festlichen Abends fließt in das Hilfsprogramm der Schule. Mit einer aussagekräftigen Bildpräsenta­tion stellte Projektbetreuerin Gudrun Werding die jüngsten Aktivitäten des Sozialprojekts vor. Seit 1994 fördert die Schule verschiedene Projekte in Peru. In Chosica, einer Stadt in der Nähe von Lima, unterhält die Gesamtschule einen Kindergarten für 50 Kinder und unterstützt die Bevölkerung der kargen Wüstenregion der Anden. Im Rahmen des Projekts werden deutsche Patenschaften organisiert, regelmäßige Lebensmittellieferungen, Schulutensilien für die Kinder und Unterkünfte für die Bewohner in den Ort gebracht. „Was die Schule geleistet hat und noch leistet, ist unglaublich, darauf können wir stolz sein“, lobte Werding

Mehr als 1000 Euro kostet das Projekt pro Monat, daher ist die Schule auf regelmäßige Spenden angewiesen. Mittlerweile entwickelt sich das Vorhaben zu einem schulischen Partnerprojekt, das um sich greift. Seit diesem Jahr beteiligt sich ebenfalls das Philippinum an dem Programm. Die Käthe-Kollwitz-Schule unterstützt das Projekt mit gezielten Einzelaktionen.

von Ina Tannert

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