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Wurden fünf Katzen gezielt geklaut?

Katzen Wurden fünf Katzen gezielt geklaut?

Schätzungsweise gibt es acht Millionen Hauskatzen in Deutschland. Davon verschwinden pro Jahr rund 50.000 spurlos. Dort, wo sich solche Fälle in kurzer Zeit häufen, könnten Katzenfänger oder Katzenhasser am Werk sein.

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Bei Gefahr sollten Katzen besser im Haus bleiben.

Quelle: Archivfoto

Dreihausen. Robin Hau aus Schotten im benachbarten Vogelsbergkreis hat es gerade noch verhindern können, dass man ihn seine noch sehr junge Katze stahl. Gegenüber der OP erzählt er: „Es war im Juli, abends gegen 19 Uhr. Es zog ein Gewitter auf und ich rief nach meiner Katze, die sich die ganze Zeit in der Nähe aufgehalten hatte. Ich hörte dann auch ein Miauen, schaute nach und sah zwei dunkelhäutige Personen. Eine von ihnen hatte meine Katze auf dem Arm. Ich schrie sofort, sie soll die Katze gehen lassen. Das tat sie dann auch, obwohl ich noch relativ weit entfernt war. Die beiden Personen liefen dann schnell weg in Richtung eines weißen Lieferwagens. Ich habe mich erstmal um meine Katze gekümmert, konnte aber dann doch noch sehen, dass der Wagen ein LDK-Kennzeichen hatte.“

Natürlich vermag Hau nicht zu sagen, ob er es nun mit kriminellen Katzenfängern zu tun hatte oder eher mit Menschen, denen die Katze bloß gefiel und sie vielleicht deshalb mitnehmen wollten. Er weiß nur eins, er hatte Glück gehabt. Fast wäre seine Katze aus welchen Gründen auch immer von fremden Menschen mitgenommen und damit geklaut worden.

Katzenfänger werden immer wieder ins Spiel gebracht, wenn irgendwo in einem überschaubaren Zeitraum mehrere Katzen spurlos verschwinden. Und das kommt gar nicht so selten vor. Aus allen Teilen Deutschlands sind solche Meldungen in Zeitungen und Internet-Foren zu lesen.

Der General-Anzeiger aus Bonn berichtet in einer seiner Juli-Ausgaben von einem ähnlichen Vorkommnis, wie es Robin Hau erlebt hat. Eine im Artikel namentlich genannte Frau erzählt davon, dass sie zwei Personen, einen Mann und eine Frau dabei beobachtet habe, wie sie eine Katze anlockten. Die beiden hätten neben einem älteren Lieferwagen gestanden, auf dessen Ladefläche sich Gitterkäfige befunden haben sollen. Die Frau gibt an, die Personen angesprochen zu haben, die sofort pampig geworden und weggefahren seien. Das ganze soll sich kurz nach Mitternacht in Rheinbach abgespielt haben.

In Delmenhorst nahm die Polizei im Juni dieses Jahres zum wiederholten Mal einen Mann fest, dem schon im Februar nachgewiesen werden konnte, Katzen mittels verschiedener Methoden gefangen zu haben. Sein Motiv war allerdings „nur“, die Katzen aus dem Wohngebiet herauszulocken. Er fuhr sie schließlich mit dem Auto weg und setzte sie einfach irgendwo in der Natur aus. Wäre er dabei nicht beobachtet worden, hätte wohl keiner der Katzenbesitzer jemals erfahren, wie die Tiere so plötzlich „verschwinden“ konnten.

Von den fünf verschwundenen Katzen, über die die OP im Juli berichtete, fehlt nach wie vor jede Spur, weiß Astrid Burghof aus Dreihausen zu berichten. An ein Happy-End mag mittlerweile niemand mehr glauben. Zurück bleibt Trauer und die Wut auf jene Menschen, die diese Katzen offenbar gestohlen haben.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

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