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Wundersteine bringen Mäuse in Unruhe

Musical Wundersteine bringen Mäuse in Unruhe

Solostimmchen, Chor, Tänze und Theater – zum Abschluss des Kindergartenjahres brachten 45 Kinder ein Stück auf die Bühne, in dem es um Freundschaft und die Bewahrung des Lebensraums Erde ging.

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Im „Kinderland“ standen am Samstagnachmittag die Mäuse im Mittelpunkt. Sie brachten ihr Publikum mit großer Leistung zum Staunen.

Quelle: Martina Becker

Bellnhausen. Die Straße zum Kindergarten war am Samstagnachmittag gesperrt. Dass man vom Autoverkehr ungestörte Ruhe brauchte, hatte einen guten Grund. Das Außengelände des evangelischen Kindergartens „Kinderland“ wurde für eine knappe Stunde zum Theaterplatz. Weit über hundert Familienangehörige hatten sich ringsum versammelt. Sie erwarteten mit Spannung die Musicalaufführung der Kindergartenkinder.

Bereits zum sechzehnten Mal hatte sich das Erzieherinnenteam in die Vorbereitung einer solchen Aufführung gekniet. „Wir üben seit Ende April“, erzählte Elke Schwing, die Leiterin der Einrichtung. Eine selbstgesetzte Aufgabe, der ohne Zweifel ganz viel Liebe, Sorgfalt, Geduld und Feingefühl zugrunde lagen.

„Matz und die Wundersteine“ hieß das Musical, dessen Handlung die Themen Freundschaft und Bewahrung der Schöpfung aufgriff. „Mitten im Meer erhob sich eine kleine Felseninsel. Seit tausenden von Jahren trotzte sie den Wellen und Stürmen, die gegen ihre Klippen peitschten. Hier wohnten Matz und die anderen Felsmäuse.“ So das Szenario. Diese heile Welt kam ins Wanken, als die Maus Matz, gespielt von Bo Oehler, in den Felsen einen Wunderstein fand. Alle anderen Mäuse wollten ebenfalls einen solchen Stein besitzen. Ein Raubbau am Berg, dem Zuhause der Mäuse, begann und schlussendlich stürzte er zum Teil ein. Dieses Ereignis brachte die Mäuse zur Vernunft. Sie fingen an, die Schäden an ihrem Zuhause wieder zu reparieren. Damit ist in Kürze erzählt, was die 45 Kinder in einer knappen Stunde auf unterhaltsame Weise in Musik, Tanz und Gesang verpackt ihrem Publikum darboten: eine kindgerechte Geschichte zum Umgang mit unserem Lebensraum, der Erde.

Es war aber noch viel mehr als nur ein Fingerzeig für Kinder und Eltern. Dass die kleinen Kinder schon lange Monologe sprachen und Solos sangen, war beachtlich. Selbst die allerkleinsten waren mit ganzer Leidenschaft bei der Sache und benutzten das Mikrofon wie selbstverständlich. In diesem Projekt der frühkindlichen Förderung steckte ein ganzes Paket an Wissen und Selbstvertrauen. Eine Leistung, die mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Zu verdanken war sie dem Engagement des vierköpfigen Kindergartenteams. Es hatte mit den Zwei- bis Sechsjährigen in vielen kleinen Etappen geübt. „Die Kinder waren die ganze Zeit über voll konzentriert und mit Spaß bei der Sache“, sagte Schwing. Sie erzählte, dass das Grundkonzept des Musicals aus einer Vorlage stamme, die an die Möglichkeiten der eigenen Einrichtung anpasst worden sein. Für die Bellnhäuser Einrichtung ist eine solche Aufführung, vor der alle auch ganz viel „Lampenfieber“ haben immer der krönende Abschluss des Kindergartenjahres. Für manches Kind vielleicht auch die erste Förderung eines Talentes. An die Darbietung schloss sich ein gemeinsamer Nachmittag mit Spielen und Kuchenessen. Wer wollte, durfte sich aus der „Specksteinschleiferei“ seinen eigenen „Wunderstein“ mit nach Hause nehmen.

von Martina Becker

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