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Wittelsberger werten ihre Warte auf

Tourismus Wittelsberger werten ihre Warte auf

Die Wittelsberger Warte ist einer der beliebten Orte in der Region mit besonderem Ausblick weit ins Land. Radfahrer und Wanderer machen gern Station und finden künftig ein deutlich aufgewertetes Ausflugsziel vor.

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Bürgermeister Andreas Schulz (links) und Planer Hartmut Kind halten die Skizze zur touristischen Aufwertung des Kirchbergs in den Händen. Dahinter: Ausblick ins Amöneburger Becken.

Quelle: Nadine Weigel

Wittelsberg. Die Wittelsberger sind stolz auf ihre Warte. Die Mauern auf der Schanze wurden 1431 als mittelalterliche Landwarte von Landgraf Ludwig I. zur Überwachung des Verkehrs an den Langen Hessen errichtet. Sie gilt als der bekannteste und am besten erhaltene Teil einer Landwehr, die Hessen gegen das katholische Kurmainz als Vorposten der Burg Frauenberg sichern sollte.

Gleich neben der Warte steht die 1844 im klassizistischen Stil erbaute evangelische Pfarrkirche, westlich davon grenzt der Friedhof an.

Unterwegs auf dem Lange-Hessen-Radweg oder als Wanderer auf dem Ebsdorfergrund-Trail kommt man an der Warte als Ausflügler vorbei. Und hat man die knapp 260 Meter hohe Basaltkuppe erst erklommen, befindet man sich am Südostrand des Amöneburger Beckens und kann dieses Gebiet weit überschauen. In östlicher Richtung blickt man auf das kleine Örtchen Wittelsberg. In der Ferne sieht man den Frauenberg und die Amöneburg als weitere Erhebungen vom Amöneburger Becken - ein herrlicher Ausblick. Die Ruine der gut zehn Meter hohen Landwarte hebt sich als imposantes Steingemäuer vom blauen Himmel ab und bietet eine tolle Kulisse für eine Rast oder ein Picknick. Naturinteressierte werden sich über alten Wacholder und Linden auf dem Kirchberg freuen, über Hainbuchen und Färberkamille außerdem.

Die Wittelsberger wissen, wie schön ihre Warte ist. Und deshalb war es ihnen in der Dorferneuerung auch das wichtigste Anliegen, diesen Ort touristisch aufzuwerten, wie Bürgermeister Andreas Schulz erklärt. Dies soll alsbald geschehen. Die Gemeinde erwartet Zuschüsse in Höhe von 250000 Euro vorwiegend aus EU-Mitteln, aber auch aus Dorferneuerungsmitteln. Das Geld steht für die Neugestaltung der gesamte Anlage bereit. Natur- und Denkmalschutz haben ihr Einverständnis erklärt, da die Warte in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt.

Ganz neu wird sich das Umfeld präsentieren - mit verschiedenen Sitzgruppen am und auf dem Berg sowie mit einer Sitzmauer zwischen Kirche und Warte. Rings um den Berg kann man künftig spazieren gehen. Ein 700 Meter langer, befestigter Panoramaweg in einer Breite von 1,50 Metern ist vorgesehen. Schautafeln am Fuße des Bergs, oben und entlang des Aufstiegs erläutern dem Besuchern, welche Besonderheiten ihn erwarten.

Auch der Parkplatz zwischen Kirche und Warte sowie die Fläche ums Ehrenmal werden umgestaltet - „so wird alles etwas großzügiger und wir erhalten mehr Platz für solche Veranstaltungen wie Kultur an der Schanze oder auch für Hochzeiten“, freut sich Andreas Schulz. Und auch Planer Hartmut Kind ist begeistert: „So kann man den Kirchberg mit seiner monumentalen Kraft künftig noch besser erfahren.“

Die Arbeiten am Kirchberg sollten spätestens im kommenden Jahr, „vielleicht aber auch schon in diesem Jahr“, beginnen, kündigt Bürgermeister Schulz an.

von Carina Becker

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