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Gemeinde rückt Wahrzeichen ins rechte Licht

Wittelsberger Warte Gemeinde rückt Wahrzeichen ins rechte Licht

Ebsdorfergrund investiert viel Geld in freie Sicht: Die Wittelsberger Warte und die Burgruine Frauenberg sollen wieder freigestellt werden.

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Ortsvorsteher Jörg Habiuk, Bauamtsleiterin Anke Schmidt und Andreas Schulz trafen sich am Wittelsberg.

Quelle: Patricia Grähling

Wittelsberg. Die Gebäude auf dem Frauenberg und auf dem Wittelsberg waren einst als Landmarken gedacht, die eine freie Sicht auf die Umgebung gewährt haben – und die auch selbst weithin sichtbar waren. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das jedoch geändert: Viele Bäume stehen an den Hängen, der Boden ist zunehmend mit Büschen zugewachsen. Die Gemeinde Ebsdorfergrund will daher wieder für freie Sicht sorgen.

„Neben dem Schlosspark in Rauischholzhausen sind die Burgruine und die Wittels­berger Warte die Ausflugsziele Nummer eins in der Gemeinde“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz. „Die Türme wurden nicht gebaut, um davon keine Aussicht zu haben.“ Daher wolle die Gemeinde sie nun wieder in ihrer historischen Bedeutung stärken und attraktiver für Touristen machen.

An der Wittelsberger Warte hat die Gemeinde bereits begonnen, den Turm freizustellen. „Unterhalb der Warte haben wir einzelne Bäume, aber auch Gestrüpp und Gehölz entfernt“, erklärt Bauamts­leiterin Anke Schmidt. Standorttypische Gehölze bleiben stehen, auch vorhandenes Totholz werde liegengelassen, um dem Naturschutz Rechnung zu tragen.

Fast 9000 Euro für aufwendige Arbeiten am Wittelsberg

Ein Großteil wurde schon entfernt, in dieser Woche werden noch weitere Flächen freigestellt. Bezahlt wird das aus „naturschutzrechtlichen Ausgleichszahlungen“. Für die Windkraftanlagen in Amöneburg seien 26 000 Euro an das Regierungspräsidium (RP) gezahlt worden. Davon darf der Ebsdorfergrund als eine von drei „optisch betroffenen“ Gemeinden ein Drittel ausgeben.

Insgesamt 8 825 Euro investiert die Gemeinde also für die Arbeiten am Wittelsberg. „Das ist sehr aufwendig, denn es muss an den Hängen alles in Handarbeit gemacht werden“, erklärt Schmidt die Kosten. Aus der Dorferneuerung wird laut Schulz zudem die Auffahrt zum Wittelsberg aufgehübscht: Die zugewilderten Parkplätze sollen auf Wunsch des Ortsbeirates freigeschnitten und in Schuss gebracht werden. Damit die Flächen frei bleiben und in Zukunft nicht wieder zuwachsen, habe die Gemeinde zudem Pacht­verträge mit Schaf- und Ziegenhaltern abgeschlossen.

Die Freistellung des Frauenbergs sei schwieriger umzusetzen, wie Schulz erläutert. Der liege nämlich in einem Naturschutzgebiet, viele Flächen seien zudem in privater Hand. „Und aus naturschutzrechtlichen Gründen dürften die Wege zur Burgruine eigentlich nicht einmal begangen werden.“ Daher wünsche sich die Gemeinde eine Neuordnung vom RP für das Wegekonzept und die bessere Lenkung der Besucher. „Wir wollen offizielle Wege anlegen und die touristische Nutzbarkeit auch offiziell herstellen“, sagt Schulz.

von Patricia Grähling

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