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Wittelsberg wird grün

Dorferneuerung Wittelsberg wird grün

Silberlinde, Rotdorn und Rosenbeete: Ab dem kommenden Jahr soll Wittelsberg mit neuen Pflanzen und frischem Grün Farbe bekennen. Fast 120000 Euro stehen dafür bereit - unter anderem aus der Dorferneuerung.

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Platz für Bäume und Pflanzen – die Vorbereitungen für ein grüneres Wittelsberg laufen, wie (von links) Ortsvorsteher Gotthard Seim, Bauamtsleiterin Anke Schmidt, Bürgermeister Andreas Schulz und Planer Lutz Schmithausen zeigten.

Quelle: Ina Tannert

Wittelsberg. Eine hohe Summe, die im kommenden Jahr in die Begrünung des Dorfes fließen soll, 60000 Euro davon soll die Gemeinde aus Fördermitteln beziehen - das beschloss der Arbeitskreis Dorferneuerung Wittelsberg. Neben diversen Grünpflanzungen sind mehrere Sitzgelegenheiten sowie eine Ausweitung der Gehwege geplant.

Mit insgesamt sieben Einzelprojekten wollen Landschaftsplaner den Ort optisch wie praktisch aufwerten. Als umfangreichstes Vorhaben steht eine Geschwindigkeitsreduzierung an der westlichen Ortsdurchfahrt aus Richtung Heskem auf dem Programm. Hier soll die Straße künftig durch eine begrünte Mittelinsel „als grünes Tor und optische Bremse“ geteilt, der einfahrende Verkehr so abgebremst werden, erläuterte Bürgermeister Andreas Schulz bei einer Ortsbegehung. Die breite, gerade Strecke lade nicht gerade zum vorschriftsmäßigen Abbremsen ein, die Insel soll dem entgegen wirken.

Silberlinden sollen Hirtenwiesenstraße zur Allee machen

Auch die nördliche Ortseinfahrt aus Richtung Rauischholzhausen soll optisch aufgewertet werden. Hier sind zehn neue Bäume entlang der Holzhäuser Straße geplant. Ein zusätzlicher Verbindungsweg des nahen Radweges parallel zur Straße soll dabei für mehr Sicherheit der Fußgänger sorgen.

Vor dem ehemaligen Edeka-Markt Wilhelm am Marktplatz wird der teils enge Gehweg verbreitert, die Straße dafür leicht verengt.

Im Zuge der Bauarbeiten, die in der Dorferneuerung bereits in der Hirtenwiesenstraße laufen, sollen zudem mehrere Silberlinden die Straße in eine Allee verwandeln. Neben neuen Pflanzungen steht auch der vorhandene Baumbestand im Fokus der Planer. So sollen etwa die beiden alten Bäume in der Straße Am Sportplatz, deren Wurzeln mittlerweile Schäden am Gehweg verursachen, mit einer neuen Umrandung mehr Platz erhalten. Die bereits vorhandenen Rotdornbäume in Richtung Sportplatz erhalten wiederum Verstärkung durch weitere Baumpflanzungen. Daneben werden Blumenwiesen, einheimische Büsche oder Rosenbeete als weitere Farbtupfer die grüne Pflanzenpracht ergänzen.

Herbst des kommenden Jahres könnte alles fertig sein

Das Thema Ortsbegrünung wird bereits seit einiger Zeit im Dorf diskutiert. Im Mai versammelten sich zuletzt Dutzende Bewohner zur Ortsbegehung, um ihre Ideen und Pläne einzubringen und geeignete Standorte auszuwählen. Die Wünsche und Schwerpunkte der Wittelsberger zusammengetragen und konkretisiert hat das Planungsbüro „Cognitio“. Insgesamt sollen 119000 Euro in das Projekt investiert werden - die Gemeinde übernimmt rund die Hälfte davon. Noch in diesem Jahr soll der erforderliche Antrag gestellt werden. Sollte dieser vom Land Hessen bewilligt werden, rechnen die Planer mit einem Projektstart im Frühling. „Wenn alles glatt geht, werden wir dann im Herbst kommenden Jahres fertig werden“, schätzt Planer Lutz Schmithausen.

Die Begrünung ist ein weiterer Schritt in der Dorferneuerung Wittelsberg. Neben dieser fehlen noch zwei weitere Vorhaben auf der langen Projektliste - die Aufwertung von Kinderspielplatz und Jugendclub. Beides soll im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Das wäre dann im fünften Jahr der Dorferneuerung, die über insgesamt acht Förderjahre läuft. „Wir waren rasend schnell“, sagt Schulz.

Projekte werden noch etwa drei Jahre gefördert

Mit den letzten beiden Punkten neigen sich die aktuellen Gemeindeprojekte dem Ende entgegen. Dies hieße jedoch nicht, dass förderungswürdige private Projekte aus dem Rahmen fielen, so der Bürgermeister. Für noch rund drei weitere Jahre würden Dorferneuerung-Projekte wie etwa die Nutzung von leerstehendem Wohnraum, Arbeitsplatzbeschaffung, energetische Sanierungen oder optische Aufwertungen weiterhin gefördert.

Die Gesamtsumme der bereits umgesetzten wie noch geplanten Vorhaben durch Förderprogramme wie Dorferneuerung, Flurbereinigungsverfahren sowie aus Leader-Mitteln der EU schätzt Schulz auf rund vier Millionen Euro, die in Wittelsberg schon investiert wurden oder demnächst noch ausgegeben werden.

von Ina Tannert

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