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Windkraftanlagen verursachen keinen Wirbel

Ortsbeirat Sichertshausen Windkraftanlagen verursachen keinen Wirbel

Was anderswo oft viel Wirbel verursacht, lässt die Sichertshäuser offensichtlich friedlich schlafen. Im Ortsbeirat regten sich keine Bedenken gegen Windkraft.

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Bauamtsleiter Michael Esken (von links), Hartmut Findt, Ortsvorsteher Reinhard Lauer und Dirk Seckinger sprachen über die Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans und die Konzentrationszone für Windenergieanlagen in der Gemarkung.

Quelle: Manfred Schubert

Sichertshausen. Ausdrücklich wohlwollend nahm Ortsvorsteher Reinhard Lauer während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats die Teiländerung des Flächennutzungsplanes zur Darstellung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen durch die Gemeinde Fronhausen zur Kenntnis. Außer am Standort Hahnenkopf (Gemarkung Fronhausen) sollen künftig im Eichwald, der zu den Gemarkungen Sichertshausen, Hassenhausen und Erbenhausen gehört, bevorzugt Windenergieanlagen errichtet werden können.

Bauamtsleiter Michael Esken erläuterte: „Im Prinzip kann jeder, der möchte, Windkraftanlagen errichten. Wir wollen mittels kommunaler Planung sagen, wo man sie aufstellen kann und wo nicht, sie in verträglichen Bereichen konzentrieren. Der Regionalplan stimmt in diesem Fall mit unserer Planung für Sichertshausen überein.“ Ortsvorsteher Reinhard Lauer erklärte, er sei ohnehin keiner, der Windkraftanlagen verteufle. Man könne sich dem nicht entziehen, Wegen Geräuschen habe er mit der B3a im Rücken keine Bedenken. Ortsbeiratsmitglied Hartmut Findt stimmte zu, es sei wichtig, „einen Plan zu machen, sonst machen ihn andere“. Er meinte, man werde die Windräder auf der etwa 2,5 Kilometer entfernten Fläche vom Dorf aus wohl nicht einmal sehen.

Während es bei der Zone für Windenergieanlagen mehr um eine Kenntnisnahme ging, soll der Ortsbeirat sich bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans für den Dorfbereich beteiligen. Konkret geht es um die Frage, ob und wo neues Bauland ausgewiesen werden sollte. „Bisher haben wir uns von Seiten des Ortsbeirats keine Gedanken über Bauland machen müssen, da keine Nachfrage an uns herangetragen wurde“, sagte Lauer. Esken meinte, eine Baulandbevorratung in kleinem Maßstab sei sicher bedenkenswert. An diesem Abend wollte er keinen Beschluss darüber fassen lassen, da nur drei der fünf Ortsbeiratsmitglieder anwesend waren, die Entscheidung sollte auf breiterer Grundlage getroffen werden.

In der kurzen Diskussion darüber wurde schnell klar, dass ohnehin nur zwei Bereiche in Frage kämen, entweder am nordöstlichen Dorfrand am Verbindungsweg nach Hassenhausen oder am südlichen unterhalb der Steinackerstraße.

Ein Flächennutzungsplan werde nur alle 20 Jahre komplett neu aufgestellt, da wollen wir keinen Schnellschuss machen, stimmte Esken einer Diskussion in breiterer Runde zu. Das Ergebnis solle möglichst bis Ende Februar feststehen. Der Flächennutzungsplan soll bis Ende des Jahres fertig gestellt werden.

Unter dem Punkt Verschiedenes brachte Lauer vor, dass ein Bürger an der frisch sanierten Lahnbrücke Feuchtigkeitsaustritte und Risse in der Abdichtungsmasse entdeckt habe. Esken erklärte, dass die Sanierung noch nicht beendet sei. In die Dehnungsfugen komme noch eine spezielle Dichtung, die nur bei dauerhaft über 0 Grad Celsius liegenden Temperaturen vergossen werden könne. Auch würden die noch von der Schalung vorhandenen Holzbretter entfernt. Über die gesamte Brückensanierung sei er etwas traurig es sei unverschämt, was der Denkmalschutz der Gemeinde aufzwinge.

Weiter wurde an den Ortsvorsteher herangetragen, dass auf einem Kleingartengrundstück Unmengen Elektroschrott angesammelt wurden. Er habe das Ordnungsamt eingeschaltet.

Bei der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses seien im Innenbereich fast nur noch Arbeiten für Spezialisten übrig, man warte auf wärmeres Wetter, um im Außenbereich fortfahren zu können. Man strebe an, bis Mitte des Jahres fertig zu werden. Jeden Samstag sind mindestens zehn bis zwölf Personen dort und tun ihr Möglichstes, betonte Lauer.

von Manfred Schubert

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