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Wie man an die Farben der Natur kommt

Zeiteninsel Wie man an die Farben der Natur kommt

Rund um das Thema Farben drehte sich das Programm des Denkmalstages am Sonntag. Im entstehenden Freilichtmuseum Zeiteninsel wusste man diese „Vorlage“ ganz praktisch zu nutzen.

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Mal ganz andere Bastelarbeiten: Kinder und Erwachsene formten Tonperlen.Fotos: Ingrid Lang

Argenstein. Gut besucht war der Aktionstag des Fördervereins Zeiteninsel in Argenstein. Bei der Herstellung von Farbe aus Roteisenstein, Kalkstein und Graphit konnte man den Mitgliedern des Vereins über die Schulter schauen. Dabei wurde mit einem Stein und etwas Wasser kräftig über den Stein gerieben, um die Farbe herauszulösen. Die Kinder nahmen diese Farbe und bemalten eine Seite des Zeitenkinos mit Figuren oder Herzen. „Das geht sehr gut mit der Farbe“, waren sich die Kinder einig.

An einer anderen Station konnte man gewaschene Wolle in einem Kessel färben. Dazu wurde ein Färbebad mit Birkenblättern angesetzt und die Wolle hineingegeben. Etwa ein Stunde braucht die Wolle in dem heißen Färbebad, bis sie die Farbe angenommen hat. Zwischendurch sah Susan Lührmann immer mal nach der Intensivität der Färbung.

Zu den Pflanzen, mit denen die Besucher am Sonntag auf der Zeiteninsel färben konnten, zählten der Frauenmantel, die Wurzeln vom Labkraut, schwarzer Holunder, Blutweiderich, die schwarze Stockrose sowie Birkenblätter.

Unter Anleitung von Keramikerin Brigitte Schmitz durften Kinder und Erwachsene Tonperlen oder Anhänger fertigen und hatten sehr viel Spaß dabei.

Fundstücke von den Ausgrabungen in Niederweimar gab es am Stand von Sandra Gütter zu bewundern. Zudem konnte man ihr beim Nachzeichnen der Rillen an einem kleinen Schweinchen zusehen. Die Farbe dazu hatte sie vorher selber angerührt. Die Erwachsenen zeigten sich begeistert von dem Pflanzenmemory, bei dem bunte Farbwürfel den entsprechenden Pflanzen zugeordnet werden mussten. Am Lehmofen musste kräftig mit dem Blasebalg gearbeitet werden, damit die Kohle den Ofen auf über 1000 Grad anheizen konnte. So hohe Temperaturen brauchte es, damit die Bronze schmilzt und ein Bronzeguss hergestellt werden kann. Die dazu passenden Lehmtigel hatte der Förderverein bereitgestellt. Viele Bewunderer fand der neugebaute Lehmofen, der sich zurzeit noch im Test befindet, wie Meike Schuler-Haas von der Zeiteninsel berichtete. In ihm soll später einmal Brot gebacken werden. Wer wollte, konnte in das Zeitenkino hinabsteigen und sich die Archäologischen Ausgrabungen sowie die bisherigen Arbeiten an der Zeiteninsel anschauen. Hochbetrieb herrschte immer um das Feuer, wo die Kinder Stockbrot rösten konnten. Immer wieder kamen Radfahrer und Wanderer von Nah und Fern vorbei, legten eine Pause ein um sich über die Ausgrabungen und die Aktionen zu informieren. Der Erlös aus der Aktion wird in das Museumsprojekt „Zeiteninsel“ fließen.

von Ingrid Lang

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