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„Wie im Himmel“ mitten in der Kirche

Projektchor Hachborn „Wie im Himmel“ mitten in der Kirche

Ein Chor, der zum Weihnachts- und Kulturmarkt in der Hachborner Kirche ein kleines Konzert in der Kirche geben wird, soll als überschaubares Vorhaben zum Mitsingen begeistern.

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Pfarrer Sven Kepper und Bettina Hofmann-Kaes setzen darauf, dass sich genügend Frauen und auch Männer finden, die für ein Weihnachtskonzert üben wollen.Foto: Martina Becker

Hachborn. „Wie im Himmel“, wer diesen Film kennt, weiß, dass er das Potenzial hat, die Lust am Singen im Chor zu wecken. Genau aus diesem Grund lief er am vergangenen Freitagabend in der kleinen Kirche von Hachborn. Dazu eingeladen hatte Pfarrer Sven Kepper. Ihm schwebt vor, dass bis Weihnachten in der Kirche mal wieder ein Kirchenchor singt. „Ein Kirchenchor existiert schon geraume Zeit nicht mehr“, bedauerte Kepper.

Mit einem Projektchor möchte er diese Lücke im Kirchspiel gerne schließen. Dafür hat er bereits kräftig die Werbetrommel gerührt und auch eine Dirigentin wurde bereits verpflichtet. Bei der Suche habe Uwe Henkhaus, Dozent an der Chorleiterschule in Marburg, geholfen, berichtete Kepper. „Er hat eine Such-E-Mail an zahlreiche Absolventen der Schule geschickt“, erzählte der Pfarrer. Für den Job beworben hatten sich daraufhin einige Chorleiter. Die Wahl von Kepper fiel auf Bettina Hofmann-Kaes. Für die 42-Jährige sprach ihre zweifache Chorerfahrung, sprich, sie singt und dirigiert. Zudem wohnt sie unweit von Hachborn in Allendorf/Lumda. Unter ihrer Leitung steht zurzeit der Jugendchor in Rabenau. Für das Chor-Projekt in Hachborn hat die Dirigentin klare Vorstellungen. „Wir starten mit einfachen zwei- und dreistimmigen Chorsätzen in deutscher und englischer Sprache“, sagte Hofmann-Kaes. Sehr willkommen sind auch Singanfänger. Der Schwerpunkt wird zunächst auf Weihnachtsliteratur liegen, da man plant, am dritten Advent anlässlich des Weihnachts-, Kunst- und Kulturmarktes in der Hachborner Kirche ein Konzert zu geben. „Ich habe bereits ein paar Schätze aus meinem Fundus herausgefischt“, machte die Dirigentin neugierig. Vorstellen durfte sie sich am Abend rund 50 Frauen, die alle zur Kinovorstellung gekommen waren.

Kepper erklärte, dass er sein Ansinnen zunächst an die Frauen gerichtet habe, da diese für ein solches Projekt leichter zu gewinnen seien. Erwünscht sind selbstverständlich auch sangesfreudige Männer. „Wir wollen mit Spaß, ohne Druck und mit nicht zu hohem Anspruch in die Sache reinwachsen“, betonte Hofmann-Kaes.

Für Kepper ist es sozusagen sein erstes Projekt als Pfarrer im Kirchspiel Ebsdorf. Er hat seit dem 1. Juni eine halbe Pfarrstelle und ist damit der Pfarrer für Hachborn und Ilschhausen. Zuvor hatte er bereits ein Jahr vertretungsweise in der Kirchengemeinde geschnuppert. Über diese Anstellung hinaus ist der in Wetter wohnende Familienvater Leiter der Telefonseelsorge in Marburg. Auch dort ist er mit einer halben Stelle eingebunden.

Dass seine Bemühungen um die Chorgründung von Erfolg gekrönt sein werden, davon ist Kepper überzeugt. Rund 15 Frauen ständen bereits in den Startlöchern, hatte man ihm versichert. „Eine gewisse musikalische Eigenständigkeit wäre einfach schön“, so der Wunsch des Pfarrers.

Der Kinoabend in der Kirche war auf jeden Fall etwas Besonderes. Kepper fand, dass sich gerade die kleine schmale Kirche in Hachborn als Kinosaal ganz hervorragend eigne und auch für perfekte Akustik hatte er gesorgt. Vielleicht war es auch der Auftakt für weitere Abende. Gespannt darf man jetzt erst mal sein, ob die Choridee genügend Anhänger findet.

n Termin: Singstunde soll immer Donnerstagabend in der Zeit von 19.30 bis 20.30 Uhr im Ludwig-Harms-Haus sein. Das erste Treffen findet heute statt.

von Martina Becker

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