Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Weitere „Stolpersteine“ sollen kommen

Roth Weitere „Stolpersteine“ sollen kommen

Der Rother Ortsbeirat sprach in seiner jüngsten Sitzung unter anderem über die Verlegung weiterer „Stolpersteine“, neue Hundetoiletten und über den „Dauerbrenner“, das Thema Parkplätze am Bürgerhaus.

Voriger Artikel
Heckenbrand wird frühzeitig entdeckt
Nächster Artikel
Der Kanzlerchauffeur packt aus

Die Parkplatzproblematik am Rother Bürgerhaus ist immer wieder Thema im Ortsbeirat. Nun hofft man dort, dass der Bau zusätzlicher Stellplätze noch dieses oder anfang nächsten Jahres beginnen kann.Foto: Lisa Rösser

Roth. Ein Hauptpunkt der Sitzung war die Frage nach der Verlegung weiterer „Stolpersteine“ zum Gedenken ehemaliger jüdischer Mitbürger in Roth. Vor Häusern, in denen vor der Deportation jüdische Familien wohnten, werden in den Bürgersteig entsprechend beschriftete Steine eingelegt. Einige solcher „Stolpersteine“ wurden in der Vergangenheit bereits verlegt (die OP berichtete).

Drei weitere Eigentümer haben sich nun ebenfalls bereiterklärt, solche Plaketten vor ihren Grundstücken verlegen zu lassen, zwei weitere jedoch konnten trotz intensiver Gespräche bisher nicht überzeugt werden. „Wir bedauern diese Entscheidung“, kommentiert Ortsvorsteher Michael Pfeffer. „Wir sind uns aber auch mit dem Bürgermeister darüber einig, dass wir eine Verlegung nur mit Zustimmung der Grundstückseigentümer vornehmen möchten. Wir hoffen zwar, dass sie sich vielleicht noch umentscheiden, werden uns ansonsten aber bemühen, eine Alternativlösung für das Andenken und die Würdigung der jüdischen Familien aus Roth zu finden.“ Mit entsprechender finanzieller Förderung wird die Verlegung der weiteren „Stolpersteine“ noch in diesem Jahr stattfinden.

Skepsis bei Hundeklos

Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Mitglieder des Ortsbeirats auch der Frage nach Aufstellung neuer Hundetoiletten an verschiedenen bei Spaziergängern beliebten Stellen im Ort. Nachdem die Gemeinde gewöhnliche Hundetoiletten, wie es im Ort bereits eine gibt, nun nicht mehr aufstellt, diskutierten die Anwesenden die vorgeschlagene Alternative: Speziell umgerüstete Restmülltonnen mit Einwurfschlitz.

Probleme sieht der Ortsbeirat vor allem in der praktischen Umsetzung dieser Idee im Hinblick auf die Abfallentsorgung. Da die Tonnen nicht nur mit einem Schloss versehen, sondern auch angekettet werden sollen, können sie nur von Personen mit spezieller Befugnis geleert werden. Zudem sehen die Mitglieder des Ortsbeirats die Nutzungsfrequenz durch Spaziergänger sowie die Leerungshäufigkeit - etwa alle drei bis vier Wochen - skeptisch.

Gerade durch die eher seltene Leerung der Tonnen befürchten sie außerdem, dass im Sommer eine erhebliche Geruchsbelästigung entsteht, was den Vorschlag der Gemeinde nach Meinung des Ortsbeirats insgesamt wenig praktikabel erscheinen lasse.

Backhaus bleibt im Fokus

Freudig dagegen gab Ortsvorsteher Michael Pfeffer die aktuelle Entwicklung der Bauleitplanung zusätzlicher Stellplätze am Bürgerhaus wider: „Die Angelegenheit nimmt ihren Lauf - bis zum 7. Mai liegt der Entwurf bei der Gemeinde aus, sodass wir Hoffnung haben können, dass das Vorhaben noch in diesem Jahr oder vielleicht im nächsten Jahr umgesetzt wird.“ Die Parkplatzsituation am Bürgerhaus in Roth bewertet der Ortsbeirat allgemein als schwierig, da vor allem bei größeren Veranstaltungen sehr schnell die Kapazitäten erreicht seien.

Für das Jahr 2013 sind weiterhin einige Arbeitseinsätze im Ort geplant. Vor allem die Sanierung, Sockelfreilegung und Streichung der Außenfassade des Backhauses bleibt ein wichtiges Thema, wobei sich der Ortsbeirat insbesondere bei der Sandsteinsockelfreilegung ohne Hilfe der Gemeinde außer Stande sieht, das Projekt weiterzuführen. Auch über eine weitere Nutzung des Gebäudes wurde spekuliert, etwa die mögliche Einrichtung eines Dorfmuseums.

von Lisa Rösser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr