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Zur Unterführung gibt es weiterhin viele Fragen

Bahnhof Niederwalgern Zur Unterführung gibt es weiterhin viele Fragen

Etwa 40 interessierte Bürger informierten sich über den geplanten Umbau zum Bahnhof in Niederwalgern.

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Zahlreiche Besucher informierten sich über den Plan zum Umbau und der Modernisierung des Bahnhofs.

Quelle: Ingrid Lang

Niederwalgern. „Seit sieben Jahren sind wir schon mit der Bahn im Gespräch und jetzt hoffen wir, dass es bis 2019 endlich so weit ist“, sagte Bürgermeister Peter Eidam. Er begrüßte das Team der Deutschen Bahn (DB) sowie die Besucher zu der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus.

Anschließend präsentierte Benedikt Kleinicke „DB Station & Service AG“ zusammen mit Roland Meuschke, Bahnhofsmanager für den Bereich Gießen, wie der Bahnhof umgestaltet werden soll. Vorgestellt wurde auch der Nachfolger von Meuschke: Ab Oktober übernimmt Carsten Hoepfner seinen Posten.

Modernisierung für sieben Millionen Euro

Der Bahnhof wird für sieben Millionen Euro modernisiert und barrierefrei ausgebaut, ohne das die Gemeinde sich an den Kosten beteiligen muss. Meuschke, der selbst vor mehr als 45 Jahren bei der Bahn gelernt und auch in Niederwalgern tätig war, betonte, dass dort seit mindestens 25 Jahren gebaut werden soll. Letztendlich scheiterte der Umbau immer an der Finanzierung.

Jetzt wurden die Bürger über den Umbauplan informiert. Bis Ende Oktober soll die Planfeststellung beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) erfolgen, sodass die Bahn im April das Baurecht erlangen und der Bau spätestens Ende 2019 erfolgen kann. Das EBA überprüft auch die Lärmbelästigung während der Bauphase. Das Verfahren bis zur Baugenehmigung dauere etwa eineinhalb bis zwei Jahre.

Projektleiter Kleinicke stellte anschließend die Bauschritte vor: Vorgesehen sei ein Neubau des Haus- und Mittelbahnsteigs auf 240 Metern Länge und einer Höhe von 76 Zentimetern, die Verlegung eines Gleises inklusive der Verbreiterung des Bahndamms, der Bau einer Personenunterführung mit überdachter Treppenanlage, barrierefreie Zugänge über eine Rampe vom Hausbahnsteig aus sowie ein Aufzug vom Mittelbahnsteig aus.

Bahnhof soll nicht gesperrt werden

Ebenfalls solle die Beleuchtung erneuert werden, die Unterführung werde mit Fliesen versehen und Lichtbänder sollen an den Seiten angeordnet werden. Für den Umbau müsse die Bahn zudem Grundstücke ankaufen, so Kleinicke. Die Bahn verpflichte sich, diese aber wieder in den Ursprung zurückzuversetzen. Während der gesamten Umbauphase wird der Bahnhof nicht gesperrt.

Nach der Präsentation gab es einige Fragen aus dem Publikum: Ein Bürger wollte wissen, warum die Bahn keine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer baue, wenn der Bedarf bestehe. Über dieses Thema sei bereits mit der Bahn gesprochen worden, betonte Eidam. Meuschke fügte hinzu, dass die Bahn nur eine Unterführung bauen würde, wenn ein Grund, wie zum Beispiel eine Schule oder eine Wohnhaussiedlung in der Nähe, bestehe.

Auch kam die Frage auf, warum der Durchstich nicht mit dem Umbau des Bahnhofs zusammen erfolgen könne. Meuschke hatte dazu schon gesagt, dass sich die Bahn wegen der genannten Gründe nicht an den Kosten beteiligen werde. Hier müsste die Kommune die Kosten von etwa einer Million Euro alleine tragen.

"Das Thema Unterführung wird uns weiter beschäftigen"

„Das Thema Unterführung wird uns weiter in der Gemeinde beschäftigen und wir werden klären, ob es eine Möglichkeit gibt, dies mit Fördermitteln zu realisieren“, betonte der Bürgermeister.

Einige Male musste Meuschke die Frage nach dem Durchstich beantworten. Dass die Bahn schon einen Weg gefunden habe, damit die Kommune nicht in die Finanzierung einbezogen werde, schien die Bürger weniger oder gar nicht zu interessieren. Ebenfalls bemängelten die Bürger, dass das Wartehäuschen am Bahnhof viel zu klein sei. Darauf wies Meuschke hin, dass zwei neue Wartehäuser gebaut werden und die Treppe überdacht werden solle.

Eine Anwohnerin zeigte sich verärgert über das Zuparken ihrer Einfahrt durch die Pendler und der Bahnhof wurde als „vergammelt“ bezeichnet. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Gemeinde bereits zusätzliche Parkplätze plane.

von Ingrid Lang

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