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„So etwas erlebt man nur einmal“

Treffen mit Filmstars „So etwas erlebt man nur einmal“

Wer an einem tagesaktuellen Gewinnspiel teilnimmt, muss wissen, dass das durchaus Konsequenzen haben kann. Bianca Laus aus Oberweimar weiß das jetzt sehr genau und ist absolut happy damit.

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Ein wirklich besonderes Selfie – Bianca Laus flankiert von Jamie Dornan und Dakota Johnson.

Quelle: Privat

Oberweimar. Als echter Fan der Romantrilogie „Fifty Shades of Grey“ der britischen Autorin Erika Leonard, die die Reihe unter dem Pseudonym E. L. James veröffentlichte, war es für Bianca Laus einfach Pflicht, sich für die Premiere des zweiten Films im Marburg Karten zu besorgen. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie noch nicht wissen, dass sie dann den Film schon kennen würde. Verrückt. Denn vor allen verfrühten Kinostarts, den so genannten Vorpremieren, gibt es an dem Abend davor in einem Kino ganz exklusiv den ­Europastart des Filmes zu feiern. Die Europapremiere­ des zweiten Films zu den Romanen mit dem Beititel „Gefährliche Liebe“ fand Dienstag vor acht Tagen in Hamburg statt. Karten gab es nicht zu kaufen, man wurde dazu eingeladen - oder man gewann einfach mal eine Karte als Beigabe zu einem exklusiven „Meet and Greet“ mit der Autorin. „Ich kann es immer noch nicht fassen“, sagt Bianca Laus. Die 31-jährige Mutter von zwei Kindern hätte nicht im Traum daran­ gedacht, beim Live-Gewinnspiel auf Facebook tatsächlich zu ­gewinnen.

Schnell sein und gewinnen

Getreu dem Motto als Fan ist Dabeisein alles erwartete sie am 7. Februar die Liveschaltung, die schon Tage zuvor auf der Facebookseite von „Fifty Shades of Grey“ angekündigt wurde. „Die Autorin, die man treffen konnte, stellte eine Frage, natürlich auf Englisch. Es sollte derjenige gewinnen, der am schnellsten antwortet“, erzählt Laus.

Sie machte sich kaum Hoffnungen, denn ihr wurde eingeblendet, dass 30.000 Menschen genau das sahen, was sie auch gerade sah. Immerhin, die Frage konnte sie beantworten und schickte die Lösung auch ab. „21 und 27“. Das war die Antwort. Aha, auf welche Frage jetzt? „Wie alt die beiden Hauptfiguren waren, als sie sich zum ersten Mal trafen“, erläutert Bianca Laus. Als dann die Gewinnnachricht bei ihr eintrudelte, änderte sich die Tagesplanung schlagartig. Ein Blick zur Uhr: 11.50 Uhr. „Eine Frau fragte mich, ob ich es bis 17.30 Uhr nach Hamburg schaffen könne. Ich sagte ja und dann musste alles sehr schnell gehen.“

Die Kinderbetreuung übernahm die Schwiegermutter, Zeit zum Umziehen blieb nicht mehr. Unter dem Lachen, den Glückwünschen und Zuspruch der Kollegen der Gemeindeverwaltung Weimar machte sie sich auf den Weg nach Hamburg. „Ich wurde schon auf der Fahrt dorthin ganz toll telefonisch betreut, dann in Hamburg kümmert sich eine Frau extra nur um mich. Bei den Erinnerungen an diese Momente sprudelt es förmlich aus hier heraus: „ Vor dem Meet and Greet durfte ich direkt zum roten Teppich, um die Schauspieler zu sehen - ich meine in erster Linie Jamie Dornan und natürlich Dakota Johnson.“

"Es war überwältigend"

Doch daraus wurde nichts, die Schauspieler kamen irgendwie nicht rechtzeitig, wurden hier und da aufgehalten. Bianca Laus lief die Zeit weg, denn das Meet and Greet sollte beginnen. Also etwas enttäuscht ging es zum eigentlichen Gewinn mit der Autorin. Und kaum dort angekommen, trafen dort auch, ja genau, Jamie Dornan und Dakota Johnson ein und gesellten sich direkt dazu. „Es war einfach überwältigend“, sagt die Oberweimarerin. Die Stars gaben sich entspannt und nahmen sich die Zeit für Fotos und Smalltalk. Zehn Minuten die Stars hautnah. „So etwas­ erlebt man nur einmal im ­Leben.“

Anschließend gab es dann den Film zu sehen. In super bequemen Kinosesseln, die man nach hinten drücken konnte. Praktisch so bequem wie zu Hause auf dem Sofa liegen. Neben E.L. James und die Filmstars traf sie auch den Regisseur des Films und allerlei andere Menschen im Publikum, die man aus dem Fernsehen kennt, wie etwa Elton. „Der saß zwei Reihen hinter mir“, sagt Laus. Da blieb auch mal Zeit für ein paar Worte und ein Erinnerungsfoto.

Dann ging es zurück, wobei Bianca Laus auffiel, dass sie ordentlich Hunger hatte, in all der Aufregung gar keine Zeit gefunden hatte, irgendetwas zu essen. Wie gut, dass es Schnellrestaurants gibt, die immer offen haben, wenn man sie braucht. Um 3.15 Uhr traf sie wohlbehalten wieder zu Hause ein. Und am Mittwochabend? Ja, da saß sie in Marburg in der Vorpremiere - ein Fan eben.

von Götz Schaub

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