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Start zum verbesserten Hochwasserschutz

Lahndeiche Start zum verbesserten Hochwasserschutz

Die Basisarbeiten für die Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Lahn in der Gemeinde Weimar können anlaufen. Das Parlament fasste einen entsprechenden Beschluss.

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Wenn die Lahn in Sachen Hochwasser ernst macht, wird die Verbindungsstraße zwischen Roth und Wenkbach, die Kreisstraße 60, für Autos unpassierbar, wie das Foto von 2002 zeigt.

Quelle: Götz Schaub

Niederweimar. Diese Herbst-Winter-Frühling-Saison blieb es – toi, toi, toi – ruhig an der Hochwasserfront. Deshalb allein darauf zu hoffen, dass es auch weiterhin gut gehen mag, möchte in Weimar dann doch lieber niemand. Nach ausführlicher Unterrichtung durch Bürgermeister Peter Eidam im Ausschuss für Bau, Planung, Energie und Umweltschutz sowie im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss bestand in der jüngsten Sitzung des Weimarer Parlaments kein Diskussionsbedarf mehr.

Festlegung der Deichquerschnitte spielt eine große Rolle

Vielmehr wurde einstimmig der Gemeindevorstand damit beauftragt, mit dem Ingenieurbüro Best die weiteren Schritte zu entwickeln. Vornehmlich geht es dabei um die Festlegung der voraussichtlichen Trassenverläufe und Deichquerschnitte. Insbesondere der Flächenbedarf soll dabei ermittelt werden, um dann in Verhandlungen mit den Besitzern der benötigten Grundstücke treten zu können. Dazu hatte Eidam angeregt, dem Vorschlag des Ingenieurbüros zu folgen und in den betreffenden Lahn-Anrainer-Dörfern jeweils eine Vertrauensperson zu bestimmen, die in der Bevölkerung Vertrauen und Ansehen genießt und entsprechende Kontakte leicht herstellen kann. Die Festlegung der Deichquerschnitte spielt für die Ermittlung des Flächenbedarfs eine große Rolle. Werden sie beispielsweise schmal und steil geplant, verbrauchen sie weniger Fläche, fallen sie eher breit und flach aus, lassen sie sich einfacher bewirtschaften.

Parlament Weimar billigt den vorläufigen Projektablaufplan

Ein vorläufiger Projektbauplan des Ingenieurbüros sieht vor, dass mit dem Bau der Lahndeiche für Argenstein und Roth in sechs Jahren begonnen werden kann. Die Betonung liegt hierbei auf vorläufig. Denn noch sind zu viele Unbekannte vorhanden, die sich zeitlich nicht genau definieren lassen, hatte Eidam bereits in den Ausschuss-Sitzungen verdeutlicht. Ein entscheidender Faktor wird sein, wie schnell die Grundstücksfragen abgearbeitet werden können.  Mit dem Beschluss nahmen die Gemeindevertreter auch noch von einem Maßnahmenplan „Erste Schritte“ Kenntnis.

Darin enthalten sind eine Deichschau  und die Zusammenstellung von kleineren Eingriffen zur Unterhaltung der vorhandenen Deichanlage. Zudem geht es dabei um die Bestandsaufnahme und Sicherstellung der Einsatzmöglichkeiten von temporären Hochwasserschutzelementen. Dabei eingebunden ist auch Gemeindebrandinspektor Markus Herrmann als Ansprechpartner der Feuerwehren. 

von Götz Schaub

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