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Sopranistin singt in drei Sprachen

Konzert der Renaissancemusik Sopranistin singt in drei Sprachen

Das spanisch-amerikanische Duo „Cantar alla Viola“ um Sopranistin Nadine Balbeisi und Renaissance-Gambist Fernando Marín begeisterte das Publikum in der „Alten Kirche“ Niederweimar.

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Das Duo Nadine Balbeisi und Fernando Marín vor dem Bild von Martin Luther in der „Alten Kirche“ in Niederweimar.

Quelle: Ingrid Lang

Niederweimar. In Deutsch, Spanisch und Italienisch präsentierten die Musiker Werke aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts der Komponisten Johann Walter, Heinrich Isaac, Sylvestro Ganassi, Juan del Encina, Costanzo Festa und Georg Forster.
Souverän interpretierte Balbeisi die fast 500 Jahre alten Werke mit ihrer klangvollen Sopranstimme, wobei sie von Marín an der Viola beziehungsweise der Víhuela begleitet wurde.

Balbeisi überzeigte mit ihrer Stimme

Das Duo eröffnete das Konzert, das mit kurzen Texten versehen war, mit der Volksweise „Ich komm aus fremden Landen“, darauf folgte das Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, komponiert von Walter. Von Isaac stammte „Ein fröhlich Wesen“, bevor „Ricercar Secondo“ von Ganassi nach der Regola Rubertina, die als die früheste Abhandlung der Viola da Gamba gilt, erklang. Auch Werke wie die des Spaniers Encina „Ay triste que vengo“ und des italienischen Komponisten Festa „Se mai vedet‘amanti“ brachte das Duo zu Gehör.

In jedem der drei Konzert-Abschnitte glänzte Balbeisi mit ihrer hervorragenden Stimme und wurde von Marín abwechselnd an der Viola oder der Víhuela begleitet. Die Sopranistin erfreute die Zuschauer mit „Erweckt hat mir das Herz“ des deutschen Renaissancekomponisten und Musikherausgebers Forster sowie mit „Süsser Vater“ von Isaac.

Termine

Das nächste Konzert von „Viola da Samba“ findet am 14. Oktober um 18 Uhr in der Gemeinschaft Kehna statt. Am 6. Oktober um 20 Uhr findet die musikalische Lesung „Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten“ nach der Erzählung von Alessandro Baricco in der „Alten Kirche“ statt.

Aber auch die Lieder über die Liebe – ob auf Spanisch oder Italienisch – kamen beim Publikum gut an. Mit dem Lied „All mein Mut“ endete das Konzert der Renaissancemusik des Kultur- und Fördervereins „Alte Kirche“. Mit kräftigem Beifall bedankten sich die Zuschauer nach jedem Abschnitt für das gelungene Konzert. Im Anschluss beantwortete das Duo noch Fragen zur Musik und den Instrumenten. Das passende Ambiente für die Musik und den Gesang bot die Ausstellung von Saxa über Martin Luther.

Nadine Balbeisi ist eine jordanisch-amerikanisch Sängerin und die Preisträgerin des „Emerging Artist Award 2013“ der University of Michigan. Ihr Repertoire enthält das breite Spektrum der Musik zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert und besteht aus Oratorium, Lied, Kammermusik und Oper. Balbeisi trat mit verschiedenen Orchestern auf und gab Konzerte und Liederabende in Europa und den USA. Zudem singt sie brasilianische Musik im Trio „Viola da Samba“.

Fernando Marín stammt aus Alicante und hat sich auf Streichinstrumenten der Renaissance und der Barockzeit, historische Aufführungspraxis und Kammermusik als Cellist und Gambist spezialisiert. Er forscht über Herkunft und Methode des Spielens sowie das Repertoire der Instrumente. Er spielt ebenfalls im Trio „Viola da Samba“.

von Ingrid Lang

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