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Gefängnis im Haus, Fenster zugemauert

Eschütternde Fakten Gefängnis im Haus, Fenster zugemauert

Vor einer Woche  nahmen Polizeibeamte aus Marburg und Soest einen 34-Jährigen fest, den mutmaßlichen Täter der versuchten Entführung von Niederweimar.

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Dieses Fachwerkhaus in Bettinghausen im Kreis Soest gehört dem 34-jährige mutmaßliche Täter der versuchten Entführung von Niederweimar. Im Erdgeschoss stießen die Ermittler auf zugemauerte Fenster, drinnen auf einen gemauerten Verschlag ohne Fenster und Türen.

Quelle: Soester Anzeiger / Peter Dahm

Niederweimar. Kriminaltechniker der Polizei Dortmund untersuchten in der vergangenen Woche das Haus des Mannes in Bettinghausen, einem knapp 500 Einwohnern zählenden Dorf im Kreis Soest in Nordreihn-Westfalen.

In dem zweigeschossigen, teils baufälligen Fachwerkhaus stießen sie im Untergeschoss auf zugemauerte Fenster und auf einen vollständig vermauerten Verschlag ohne Fenster oder Tür. „Das kann man sich vorstellen wie einen Raum im Raum“, sagt Frank Meiske, Pressesprecher der Kreispolizei Soest. Das Mauerwerk sei 1,60 bis 1,80 Meter hoch. „Mit einer Leiter kann man hineinsteigen.“ Drinnen sei der Verschlag leer gewesen.

Fingerabdrücke überführten den 34-Jährigen

Meiske bestätigte Medienberichte vom Wochenende, denen zufolge der 34-Jährige in Lippstadt zuletzt eine Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger absolvierte. Aktuell sitzt er in U-Haft. Die Polizei Witten hatte das Landeskriminalamt Hessen auf die Spur des Mannes gebracht, der vor drei Wochen in einem Freibad ein Mädchen sexuell belästigt haben soll.

Die Polizei nahm seine Fingeradrücke, die sich bereits in der Datenbank befanden. Das stellte das Landeskriminalamt Hessen bei einem automatischen Abgleich fest. Die hiesige Polizei hatte die Fingerabdrücke vor fast fünf Jahren nach der versuchten Entführung von einem Klebestreifen sichergestellt, mit dem das damals neunjährige Mädchen in Niederweimar geknebelt worden war.

von Carina Becker-Werner

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Als die Polizei Bochum am 7. Mai dieses Jahres auf einen Hilferuf aus dem Freibad in Witten (NRW) reagierte, sollte noch niemand ahnen, zu welcher Festnahme dies zweieinhalb Wochen später führen würde.

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