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Angeklagter schweigt zu versuchter Kindesentführung

Prozesse Angeklagter schweigt zu versuchter Kindesentführung

Vor dem Landgericht Marburg hat ein Prozess wegen versuchter Kindesentführung begonnen. Zu Beginn des Prozesses am Donnerstag schwieg der 34-jährige Angeklagte aus dem nordrhein-westfälischen Hamm zu den Vorwürfen.

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Der Angeklagte im Prozess um Kindesentführung schwieg am ersten Verhandlungstag.

Quelle: Nadine Weigel

(Update 13.20 Uhr) Marburg. Laut Anklage hatte der Mann im Oktober 2012 die damals Neunjährige an einem Spielplatz im mittelhessischen Weimar angesprochen, mit einem Klebeband geknebelt und in sein Auto gezerrt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte das Kind sexuell missbrauchen wollte. Das Mädchen konnte sich aber befreien, der Mann floh.

Die Ermittler kamen dem Verdächtigen auf die Spur, nachdem er im vergangenen April ein Mädchen in einem Schwimmbad in Hamm begrapscht haben soll. Auch dieser Fall wird vor dem Landgericht verhandelt.

Am ersten Verhandlungstag gaben drei Zeuginnen ihre Aussagen zu Protokoll. Die drei Frauen waren an besagtem Tag in Niederweimar in unmittelbarer Nähe des Tatorts. Den Angeklagten identifizieren konnten allerdings alle drei nicht, weil sie den Täter vor fünf Jahren entweder nur flüchtig und von weitem oder überhaupt nicht gesehen hatten. Bei ihren Aussagen ging es vornehmlich um den Wagen des Täters und um die Zeit direkt nach der versuchten Entführung.

Der Vorsitzende Richter Dr. Thomas Wolf machte während der Prozesseröffnung deutlich, was die Beteiligten erwartet: mindestens 29 Zeugen und umfangreiches Aktenmaterial. Das Gericht hat bislang vier Folgetermine festgelegt, den nächsten für den 27 November.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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