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Alte Handwerkskunst und edler Schmuck

Dorfmarkt in Wenkbach Alte Handwerkskunst und edler Schmuck

Bei bestem Bummelwetter strömten am Wochenende zahlreiche Besucher über den 29. Wenkbacher Dorfmarkt und genossen das entspannte Markttreiben.

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Luise Baumgartner ließ Schere und Schnitzelwerk bei Messerschleifer "Andragon" nach traditioneller Art schärfen.

Quelle: Ina Tannert

Wenkbach. Mit einem bunten Festprogramm, Bühnenshows und besonders viel Kunsthandwerk zog der traditionelle Markt Jung und Alt aus der ­Region nach Wenkbach. Zum traditionellen Fassanstich und anschließendem Fest am Samstagabend kamen rund 600 Gäste in das große Festzelt am Bürgerhaus. Die Liveband „Ad­vance“ sorgte mit Klassikern der 1980er- und 90er-Jahre bis in die Nacht hinein für Stimmung und eine volle Tanzfläche.

Bei sonnigem Wetter kamen viele hunderte Besucher zum Wenkbächer Dorfmarkt. Präsentiert wurde dort unter anderem hochwertige Handwerkskunst.

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Auch am Sonntag herrschte ein stetes Kommen und Gehen rund um die große Festbühne, auf der zahlreiche Tanzgruppen aus der Region ihr Können zeigten. Rund um den Festmittelpunkt herrschte den ganzen Tag über buntes Markttreiben. Wie bestellt lachte die Sonne fast durchgängig auf den Traditionsmarkt herab. Der wartete mit einem abwechslungsreichen Angebot auf. Besonders beliebt bei den Besuchern waren Kunsthandwerke aller Art und kreative Dekoartikel: von farbenfrohen selbstgestrickten Wollsocken, Deko-Kreationen aus Glas, Stoff und Holz, über fein gearbeitete Sandsteinkunst bis hin zu knallbunten, kunstvoll gefalteten Origami-Figuren.

„Ein schöner Markt, wir kommen jedes Jahr und immer gerne hierher“, sagte Stammgast Reiner Ganglitz aus Marburg. „Viele Aussteller und Besucher kennt man schon. Das ist einfach eine schöne Tradition, hinter der viel Arbeit steckt“, ergänzte Ehefrau Angelika.

Handwerker schnitzt filigrane Wanderstöcke

Interesse erregten nicht nur die rund 50 Verkaufsbuden. Auch das eine oder andere alte Handwerk präsentierte sich auf dem Markt. Die alte Kunst der Stockmacher demonstrierte Walter Ottmüller, der aus abgelagerten Birken- oder Buchenästen deko­rative Wanderstöcke formte. Wichtig dabei: die Äste sollten nicht glatt, sondern bereits leicht verdreht gewachsen sein, „das ist selten, diese Stöcke gibt es kaum noch“, erzählte der Handwerker. Mit allerhand Schnitzwerkzeug hob er die natürlichen Verwachsungen im Holz hervor und fertigte stabile wie dekorative Stöcke für die Marktbesucher.

Die konnten am Sonntag einen ausgefallenen Service nutzen: Nassschleifer „Andragon“ stellte nicht nur sein Handwerk vor, er brachte Metallwerkzeugen aller Art auch ihre alte­ Schärfe zurück. Nach traditioneller Methode mit einem manuell betriebenen und bewässerten Rundstein. „Mit der 500er-Körnung geht das Schleifen schnell“, so der Experte. Das Angebot nutzte so mancher Besucher und brachte den eigenen Hausrat mit auf den Markt. „Das ist praktisch, ich wollte das Schnitzelwerk schon lange­ schleifen lassen“, freute sich ­Besucherin Luise Baumgartner, die das Schneidewerkzeug eines Mixers schärfen ließ.

Bürger- und Kulturverein zeigte sich zufrieden

Glücklich zeigten sich auch die Veranstalter vom Bürger- und Kulturverein mit dem sonnigen Markttag. „Das Wetter hat mal wieder toll mitgespielt, die Straßen waren gut gefüllt. Wir können zufrieden sein“, fasste Moderator Christian Brunnert zusammen.

von Ina Tannert

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