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Weimar bietet Wählern mehr Komfort

Neue Wahlkabinen Weimar bietet Wählern mehr Komfort

Der Wahlleiter der Gemeinde Weimar, Rolf Dörr hat ein Platzproblem in seinen Wahlkabinen schnell und kostengünstig gelöst. Für den umfangreichen Wahlzettel zur Kreistagswahl waren die alten Kabinen zu klein. In den neuen Modellen zu weniger als vier Euro das Stück können sich die Wähler nun gemütlich ausbreiten.

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Bisschen breiter als die alte: Rolf Dörr präsentiert die neue Papp-Wahlkabine in Niederweimar.

Quelle: Nadine Weigel

Niederweimar. Es fehlen etwa sechs Zentimeter: Die Wähler in Kabine 1 im Rathaus Niederweimar mussten sich am Sonntag entscheiden. Und zwar nicht nur, wo die 81 Kreuze für die Kreistagswahl hin sollen. Sondern auch, ob sie den Wahlzettel dazu lieber links oder lieber rechts ein wenig knicken. Denn ganz ausbreiten konnte man den gut 84 Zentimeter breiten, rosa­farbenen Zettel nur schwer in der 78 Zentimeter breiten Wahlkabine.

Dieses Platzproblem dürfte es vielerorts gegeben haben. Wahlleiter Rolf Dörr hat es schnell und kostengünstig gelöst. Die Kabinen 2 bis 4 fallen eine Nummer breiter aus als Kabine 1. „Wir haben sowieso neue Kabinen gebraucht und deshalb haben wir uns angeschaut, wie groß der neue Wahlzettel ist. Dementsprechend haben wir dann größere bestellt“, erklärt Dörr. Die Wahlkabinen messen nun ganze 100 Zentimeter in der Breite. So dürfte niemand Platzangst bekommen – und der Stimmzettel keine unnötigen Falten.

Dem Kollegen gleich welche mitbestellt

Die Gemeinde Weimar arbeitet bei den Wahlkabinen übrigens mit handelsüblichen Pappkartons und schneidet eine Seite weg. Die Pappe halte zwar nicht ewig, ist aber wesentlich kostengünstiger als Kabinen aus Kunststoff, berichtet der Wahlleiter. Für diese müsse man mit Stückpreisen von etwa 70 Euro rechnen. „Die Vorgänger waren schon nicht schlecht, deshalb haben wir uns wieder für Kartons entschieden. Da kostet das Stück keine vier Euro.“ Insgesamt hat Dörr 20 neue Kartons beschafft. Weil er schon dabei war und oft in Kontakt mit seinem Fronhäuser Wahlleiter-Kollegen Achim Batz steht, hat er für ihn gleich zehn Stück mitbestellt.

Beim Wählerverhalten konnten die Wahlhelfer vor Ort noch keine Auswirkungen feststellen. Vielleicht hat es sich einfach noch nicht rumgesprochen. Dabei kamen die neuen Kabinen nicht nur im Wahllokal in Niederweimar zum Einsatz. „Dort, wo welche gefehlt haben, gibt es jetzt die größeren“, erklärt Dörr.

Bei den Kommunalwahlen mussten viele Kreuzchen gemacht werden und dazu gab es vielfältige Möglichkeiten. Die Wähler werden es ihren Wahlleitern vermutlich danken, dass sie genug Platz hatten, um ihrer Bürgerpflicht nachzukommen. Die Stimmzettel für die Wahlen zur Gemeindevertretung und den Ortsbeiräten fanden indes auch in den alten Kabinen problemlos Platz.

von Philipp Lauer

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