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Weihnachtsmarkt in der Parkidylle

Der Älteste seiner Art im Kreis Weihnachtsmarkt in der Parkidylle

Wann fängt die Vorweihnachtszeit an? Rauischholzhäuser würden wahrscheinlich nicht zögern und behaupten, dass sie dann beginnt, wenn im Schlosspark der Weih­nachtsmarkt stattfindet.

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Cornelia Schlarb verkaufte Likör und Wein, der mit grünen Walnüssen aufgesetzt wurde und bereits im Sommer in die Produktion ging.

Quelle: Martina Becker

Rauischholzhausen. Am Samstagnachmittag bewiesen die Veranstalter von der evangelischen Kirchengemeinde, dass ihr Weihnachtsmarkt auch im 27. Jahr seinen Charme und seine Originalität nicht verloren hat. Stolz ist man darauf, dass der kleine, in diesem Jahr 20 Stände umfassende Markt noch immer 100 Prozent „made in Rauischholzhausen“ ist.

„Alles, was hier angeboten wird, wurde in unserer Kirchengemeinde, zu der auch die Ortsteile Roßdorf und Mardorf zählen, gefertigt“, sagt Pfarrer Dr. Egbert Schlarb. Von selbstgebackenen Plätzchen über Mistelzweige, weihnachtliche Dekorationsartikel hin zu wärmenden und kleidsamen Accessoires ließen sich dort viele kleine Nettigkeiten entdecken, wie man sie in der Winter- und Weihnachtszeit gerne hat. Auch der Pfarrer und seine Frau Cornelia gehören zu denen, die sich im Laufe des Jahres etwas hatten einfallen lassen. Sie verkauften Likör und Wein von grünen Walnüssen für einen guten Zweck, denn der Erlös der Veranstaltung kommt der Kirchengemeinde zugute.

Standbetreiber sind seit jeher auch die Vereine aus dem Dorf. Sie sorgen in der Hauptsache für ein vielfältiges kulinarisches Angebot, das von Crêpes über Bratwurst bis Schmierkuchen reichte. Die Dorfgemeinschaft Rauisch­holzhausen war beispielsweise mit Chili con Carne vertreten. Dieses fand ebenso reißenden Absatz wie die deftigen Waffeln am Stand der Grundschule. Die backten Karl und Marion Striede aus Battenberg-Frohnhausen nach einem traditionellen Rezept auf einem antiken Waffeleisen, das auf einem alten Badeofen installiert war. „Das machen wir für unser Enkelkind, das hier zur Schule geht“, erzählte Marion Striede. Über 100 Waffeln hatten sie am Nachmittag gegen eine frei­wil­lige Spende bereits gebacken.

Auch ein kleines musikalisches Programm gehört seit den Weihnachtsmarkt-Anfängen zu dem idyllischen Angebot am Schlosspark. Posaunenchor und Flötengruppe begleiteten das Marktgeschehen mit weihnachtlichen Klängen.

„Ich schätze an unserem Markt, dass man hier Menschen aus dem Dorf trifft, die man lange nicht gesehen hat“, meint Dorothea Hendrich. Der Markt ist nicht nur für die Rauisch­holzhäuser der Start in die besinnliche Zeit des Jahres. Die 800 Besucherinnen und Besucher kamen überwiegend aus den anderen Ortsteilen der Gemeinde Ebsdorfergrund, waren teilweise aber weit angereist.Zahlreiche Gäste hatten einmal in Rauischholzhausen gewohnt und nutzten die Veranstaltung zu einem Wiedersehen mit alten Bekannten und Freunden. Es sei einfach die Gemütlichkeit, die hier geschätzt werde, freut sich Schlarb.

von Martina Becker

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