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Weihnachtsgrüße aus dem Schuhkarton

Spenden für Kinder Weihnachtsgrüße aus dem Schuhkarton

Leckereien, Spielzeug, warme Kleidung. Noch bis zum 15. November findet die weltweite Geschenkaktion "Weihnachten im Schuhkarton" für bedürftige Kinder statt.

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Ella Elmshäuser nimmt die Pakete in Bellnhausen an. Sie prüft den Inhalt und bereitet die Päckchen auf den langen Weitertransport vor.Foto: Ina Tannert

Bellnhausen. Umgeben von den ersten, bunt verpackten Paketen steht Ella Elmshäuser aus Bellnhausen in ihrem ehemaligen Wohnzimmer, das sich dieser Tage zu einem vorweihnachtlichen Lagerraum für den guten Zweck verwandelt hat. Hier sammelt die 77-Jährige Schuhkartons, die für eine besondere Geschenkaktion zweckentfremdet werden.

In jedem Jahr sorgt die internationale Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für strahlende Kinderaugen in armen Regionen dieser Welt. Noch rund zwei Wochen hat jeder, der mitmachen möchte, Zeit, um Kindern auf der ganzen Welt eine kleine Freude zum Weihnachtsfest zu bereiten. Seit über zehn Jahren beteiligt sich Ella Elmshäuser als ehrenamtliche Helferin und Koordinatorin ihrer Abgabestelle an dem Projekt. In jedem Herbst wartet viel Arbeit auf die Rentnerin, „es ist immer viel zu tun, aber es macht Freude, ich mache das gerne für die Kinder“, erzählt sie.

Bei der Aktion kann jeder ­mitmachen, Voraussetzung ist ein Unkostenbeitrag von acht Euro und die Vorbereitung des Schuhkartons, der am Boden und Deckel mit Geschenkpapier verpackt wird. Das kleine Päckchen kann kreativ mit allerhand kleinen Gaben befüllt werden: Süßigkeiten sind ein fester Bestandteil der Weihnachtsgeschenke, bei Schokolade wird wegen Allergie-Gefahr auf Nüsse verzichtet, auch Gummibärchen oder Gebäck sind ungeeignet für den Transport. Daneben sind warme Kleidung wie Socken, Hemdchen, Mützen, sowie Spielzeuge, Malbücher und Kuscheltiere aller Art willkommen, ebenso wie Zahnpasta, Zahnbürsten oder andere Pflegeprodukte, jedoch keine Flüssigseife. Für größere Kinder sind Schulutensilien geeignet, wie Schulhefte oder Stifte. „Etwas Süßes und ein Spielzeug sollten in jedem Geschenk enthalten sein, für ältere Kinder muss auch etwas für die Schule mit rein“, fasst die ehrenamtliche Helferin zusammen.

Wichtig dabei: sämtliche ­Geschenke müssen neuwertig sein, gebrauchte Kleidung oder alte Spielzeuge werden nicht angenommen. Selbstgestricktes ist gerne gesehen. Die Päckchen werden je nach Alter des beschenkten Kindes genau kategorisiert und befüllt: für Jungen und Mädchen zwischen zwei bis vier oder fünf bis neun sowie zehn bis vierzehn Jahren, darauf gilt es bei der Zusammenstellung zu achten. Zugeklebt sollten die Päckchen nicht sein, Ella Elmshäuser und ihre Kollegen kontrollieren jedes Paket noch einmal auf richtigen, altersgerechten Inhalt, füllen das ein oder andere noch mit Einzelspenden auf und koordinieren sich mit Privatleuten, Kindergärten oder Schulen, die an dem Projekt teilnehmen möchten.

Über kleine Aufmerksamkeiten freuen sich in diesem Jahr wieder zahlreiche Kinder in Osteuropa. Geschenke aus Deutschland werden unter anderem in Bulgarien, Polen, ­Rumänien, Slowakei, Ukraine, Weißrussland oder auch in der Mongolei verteilt. Von dort werden die in Dutzenden Umzugskartons gesammelten Geschenke von Kirchengemeinden an bedürftige Kinder verteilt.

Das Geschenkprojekt gibt es seit über 20 Jahren, ist Teil der internationalen Aktion „Operation Christmas Child“ des christlichen Hilfswerks Samaritan’s Purse. Träger im deutschsprachigen Raum ist das christliche Werk „Geschenke der Hoffnung“. Laut den Organisatoren wurden in der Vergangenheit bereits über 130 Millionen bedürftige Kinder in mehr als 150 Ländern beschenkt.

Auch wenn die Arbeit keine­ leichte ist, die 77-Jährige ist mit Feuereifer bei der Sache, sie rechnet auch in diesem Jahr wieder mit mindestens 500 Kartons, die am Ende alleine bei ihr landen werden. „Hoffentlich werden es noch mehr.“ Die Aktion endet am 15. November.

Informationen zur Aktion und dem Inhalt für Päckchen unter www. weihnachten-im-schuhkarton.org oder der Hotline 030/76883883.

von Ina Tannert

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