Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Wehr setzt auf eine Nachwuchs-Kampagne

Freiwilligen Feuerwehr Roth Wehr setzt auf eine Nachwuchs-Kampagne

Mangelndes Interesse: Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Roth liegt auf Eis. Besserung soll in Zukunft eine gemeindeweite Image-Kampagne bringen.

Voriger Artikel
Behornte Landschaftspfleger leisten was
Nächster Artikel
Grün hinterlässt „tiefe Fußstapfen“

Für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr konnten Wehrführer Christian Wenz (rechts) und Stellvertreter Markus Tarkowski (von links) die Mitglieder Willi Rabenau, Günter Kaletsch und Kai Boerger auszeichnen.

Quelle: Ina Tannert

Roth. Seit rund zwei Jahren gibt es keine Jugendfeuerwehr mehr in Roth und damit derzeit keinen Nachwuchs-Pool, aus dem die Einsatzabteilung künftig ihre Reihen aufstocken könnte.Mit zwei Mitgliedern fällt der Jugendbereich weit unter eine erforderliche Staffelstärke von sechs Mann, kann somit nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen und keine eigene Abteilung bilden. Freiwillige Feuerwehren schöpfen generell den Großteil ihrer künftigen Kräfte aus den Jugendabteilungen.

Gefahr für den örtlichen Brandschutz bestehe in Roth derzeit jedoch noch nicht, teilte der Vorstand während der vergangenen Jahreshauptversammlung mit. Mit 17 Aktiven sei die Einsatzabteilung noch einigermaßen gut aufgestellt. „Es könnte immer mehr sein, aber wir kommen zurecht“, erläuterte der neu gewählte Wehrführer Christian Wenz.

17 aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung

Langfristig betrachtet ist eine Nachwuchsabteilung notwendig, das Interesse der Jugend am Feuerwehrdienst nahm in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend ab. „Die Jungen sind nicht mehr zu greifen. Ein Neuanfang ist jetzt schwierig“, erklärt Jugendwart Thorben Meier. Hoffnung macht sich die Wehr auf eine angedachte Nachwuchs-Kampagne der Gemeindefeuerwehr. Künftig sollen die jungen Gemeindemitglieder gezielt angesprochen und für den Einsatz im Brandschutz motiviert werden. „Wir hoffen auf einen Erfolg und mehr Interesse aus dem Jugendbereich“, so Wenz.

Während der Versammlung stellte sich der neue Vereinschef noch einmal offiziell den Mitgliedern vor. Er wurde zuvor nach dem Rücktritt von Vorgänger Markus Leinweber von der Einsatzabteilung zum neuen Wehrführer gewählt, übernimmt damit nach Tradition der Feuerwehr Roth satzungsgemäß auch das Amt des Vereinsleiters. Erfahrung im Feuerwehrdienst hat der neue Chef bereits so einige, ist seit dem 13. Lebensjahr aktives Mitglied der Truppe. Erst vor rund einem Jahr wurde er als Stellvertreter erstmals in den Vorstand gewählt, Sorge um die künftigen Aufgaben im neuen Doppel-Amt macht er sich dabei nicht: „Ich muss mich erst einmal zurechtfinden, freue mich aber auf das was kommt“, so Wenz.

Feuerwehr Roth ist technisch gut aufgestellt

Die Versammlung rief er auch im Namen seines Vorgängers zu mehr Engagement an den Ausbildungs- und Übungsdiensten auf. „Die Beteiligung war mäßig“, kritisierte Wenz. Im vergangenen Jahr rückte die Einsatzabteilung insgesamt elf Mal aus, leistete vornehmlich Rettungs- und Bergungsmaßnahmen bei Unfällen auf der Bundesstraße 3, löschte einen Pkw- und einen Lkw-Brand und half beim Aufbau der Flüchtlingsunterkunft in Stadtallendorf.

Technisch sei die Truppe dabei gut aufgestellt, an der Ausrüstung gebe es nichts zu meckern, teilte der Wehrführer mit. Nicht mehr angemessen seien dagegen die offiziellen Uniformen der aktiven Mitglieder, fand unter anderem der zweite stellvertretende Wehrführer Sascha Weisbrod. Als letzte Feuerwehr der Gemeinde trügen die Kameraden noch die alten Uniformen, die Gemeinde stehe hier zwar in der Pflicht, werde die Garderobe angesichts knapper Kassen aber nicht übernehmen, kritisierte das Vorstandsmitglied und beantragte eine Neuausstattung der Mannschaft aus Vereinsmitteln in Höhe von geschätzt 2500 Euro. Nach dem Konsens „was sein muss – muss sein“ wurde der Antrag einstimmig angenommen.

 
Ehrungen
Für 50-jährige Mitgliedschaft: Willi Rabenau
40 Jahre: Günter Kaletsch, Bernd Rühl, Dieter Eidam, Kurt Sauer, Reiner Wenz, Dieter Weber.
25 Jahre: Kai Boerger, Daniel Leinweber

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr