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Weber: „Sanierung hat sich gelohnt“

Neue Zwester-Ohm-Straße Weber: „Sanierung hat sich gelohnt“

„Was lange währt, wird gut“, sagte Fronhausens Bürgermeister zur offiziellen Eröffnung der beiden grunderneuerten Straßen in Hassenhausen.

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Vertreter der am Bau beteiligten Firmen und der Gemeinde schnitten zusammen mit Bürgermeister Reinhold Weber (Zweiter von rechts) und dessen Stellvertreter Lothar Mücke (rechts) das Band zur offiziellen Verkehrsfreigabe durch.

Quelle: Götz Schaub

Hassenhausen. Ja, das Ergebnis kann sich sehen lassen, darin stimmten die zur kleinen Eröffnungsfeier erschienenen Anlieger dem Bürgermeister durchaus zu. „Wenn sie jetzt auch noch hält, dann ist es ja gut“, sagte ein Anwohner. Davon geht der Bürgermeister natürlich aus. „Wir haben hier 1,14 Millionen Euro verbaut. Das ist kein Pappenstiel.“ Er räumte ein, dass es im Zuge der Ausführungsplanungen durchaus auch heftige Diskussionen gegeben habe, weil es schließlich auch um Geld ging. „Ich bin aber der Meinung, dass es sich gelohnt hat“, so der Bürgermeister. Einhellig zeigten sich auch die Anlieger angetan vom Ergebnis und stellten insbesondere der bauausführenden Firma Eurovia ein sehr gutes Zeugnis aus.

„Ich gebe dem Bürgermeister recht, es ist gut geworden“, befand auch Ortsvorsteher Ernst Breitstadt. Weniger zufrieden zeigte er sich darüber, dass der Ortsbeirat und er als Ortsvorsteher nicht zur offiziellen Eröffnung eingeladen worden seien. Schon beim vom Ortsbeirat organisierten Baustellenfest sei das Gremium in der Berichterstattung im Fronhäuser Wochenblatt durch die Gemeinde hinten runtergefallen und mit keinem Wort erwähnt worden. Bürgermeister Weber versicherte gegenüber der OP, dass die offenbare Nichtberücksichtigung des Ortsvorstehers bei der Einladung ein Versehen gewesen sei. Der Austräger der Einladungen habe geglaubt, dass der Ortsvorsteher auch Anlieger der Straße sei, zumal dort der Familienhof stehe.

Ortsbeirat stimmte 2013 gegen Sanierung

Allerdings musste Breitstadt nach der offiziellen Eröffnung der Straße schon selbst das Wort ergreifen, um auch im Namen des Ortsbeirats den Planern und Firmen für den guten Umgang mit den Anliegern zu danken; der Bürgermeister hatte nach seiner Ansprache offenbar keine weiteren Redner auf der Liste. Am allgemeinen Umtrunk, den die Gemeinde stiftete, nahmen dann selbst die anderen Vertreter des Ortsbeirats trotz einer Aufforderung nicht teil. „Wir wissen doch gar nicht, ob wir eingeladen sind“, entgegnete Richard Möller der Aufforderung, sich zu bedienen.

Breistadt hatte noch einmal darauf hingewiesen, dass der Ortsbeirat sich die Meinung der Anlieger zu eigen gemacht und 2013 gegen eine grundhafte Sanierung gestimmt habe. „Wir sind das Sprachrohr der Bürger des Ortes. Somit waren die Anlieger für uns der Souverän.“ Das Gemeindeparlament Fronhausen entschied sich sicher nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Zuschüsse jedoch mehrheitlich für eine grundhafte Sanierung der Straße, wohlwissend, dass damit die Anwohner recht kurzfristig tiefer in den privaten Geldbeutel greifen mussten. Bürgermeister Weber hob vielleicht nicht nur deshalb auch hervor, dass die nun gepflasterte Straße mit den farblich abgesetzten Gehwegen sich auf die Immobilien wertsteigernd auswirke. „Die Straße ist für den ganzen Ort ein Gewinn“, unterstrich Weber.

Nicht vergessen werden sollte, dass der eigentliche Anlass, der letztendlich zur grundhaften Sanierung der Straßen „Zwester-Ohm-Straße“ und „Zur Umgehungsstraße“ führte, unter der Straße liegt: neue Kanäle. Das verspricht, dass die Anlieger jetzt erstmal auf viele Jahre Ruhe genießen können.

von Götz Schaub

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