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Wasserqualität im Seepark konstant gut

Niederweimar Wasserqualität im Seepark konstant gut

Bereits im dritten Jahr in Folge richtete der Tauchsportclub (TSC) Marburg im Rahmen eines Spezialkurses eine Gewässeruntersuchung des Niederweimarer Sees aus. Das Ergebnis dürfte alle Badegäste freuen.

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Im Seepark Niederweimar stimmt die Wasserqualität. Das haben zuletzt auch Taucher unter der Leitung von Meeresbiologe Dr. Bernd Schmidt (Dritter von rechts) bestätigt. Fotos: Richter, Privat

Quelle: Thorsten Richter

Niederweimar. Eine Quelle kann ja so vieles behaupten, aber wenn verschiedene Quellen zum selben Ergebnis kommen, dann darf man als Betreiber der Anlage sich schon freuen und auch ein bisschen stolz sein.

Das Freizeit- und Informationsportal zum Thema Seen in Deutschland weist den Seepark Weimar auf seinen Internetseiten als einen von nur vier Baggerseen mit der Höchstzahl von „fünf Sternen“ aus. In der Zeitschrift tv14, Nummer 13, lässt sich eine Übersichtskarte unter dem Titel „Deutschlands schönste Badeseen“ finden. Mit dabei, der Seepark in Weimar als einer von nur drei in Hessen liegenden Seen. Auch bei „Tripsbytips“ fand der Seepark als lohnenswertes Freizeitziel Aufnahme. Darüber hinaus werben begeisterte Besucher aus dem Landkreis gerne für „ihren“ Badesee, etwa auf der Internetplattform myheimat.

Natürlich spielt das Angebot und die Aufmachung eine große Rolle, doch letztendlich muss auch die Wasserqualität stimmen, um ungetrübten Badespaß haben zu können.

Bundesweit sieht es damit sehr gut aus. Von den 1873 offiziellen Badegewässern in Deutschland erreichten zuletzt laut EU-Badegewässerbericht überwältigende 99 Prozent Spitzenwerte.

See ist auch fürTaucher geeignet

Der Seepark in Niederweimar steht mit einer Tiefe von bis zu 16 Metern zudem hessischen Tauchern zur Verfügung, die dort auch Übungen abhalten dürfen.

So trafen sich im vergangenen Monat dort Taucher aus Hessen für einen Tag, um unter der Leitung des Meeresbiologen Dr. Bernd Schmidt das Gewässer samt Ufer zu erkunden, chemische, physikalische und biologische Parameter zu bestimmen und sich über die Gewässerstrukturen allgemein fortzubilden. Rebecca Schaffeld vom Marburger Tauchsportclub führt aus: „Der Kurs richtete sich sowohl an Tauchanfänger als auch an schon langjährige, erfahrene Taucher.“

Dann berichtet sie: Im theoretischen Teil erläuterte Dr. Bernd Schmidt unter anderem die Entwicklung von Seen durch das Jahr hindurch, besonders was den Pflanzenbewuchs angeht, erklärte wie man schon vom Ufer aus ohne Hilfsmittel die Wasserqualität abschätzen kann und welche Umweltfaktoren diese beeinflussen. Beim anschließenden praktischen Teil haben einige der Kursteilnehmer während eines Tauchgangs Proben von Wasser und Bewuchs genommen und die Wassertemperatur in verschiedenen Tiefen gemessen. Danach konnte das Seewasser chemisch analysiert werden, wobei sowohl der Sauerstoffgehalt, die Gesamt- und die Carbonathärte, als auch der Säuregehalt, der sogenannte pH-Wert, bestimmt wurden.

Die Teilnehmer begutachteten und bestimmten die mitgebrachten Pflanzen und Kleinstlebewesen durch Vergrößerung durch das Binokular, bevor alles wieder wohlbehalten im See ausgesetzt wurde. So konnten unter anderem verschiedene Muscheln, Schnecken, Krebse und Kleinstlebewesen bestimmt werden.

Schaffeld abschließend: „Die diesjährigen Ergebnisse wurden mit den Untersuchungen der letzten beiden Jahre verglichen und es konnte festgestellt werden, dass die Wasserqualität gleichbleibend gut ist.“

Dass die Besucher des Seeparks für sich zu ähnlichen Ergebnissen kommen freut Besitzer und Betreiber Günter Gerkau sehr. Der Seepark hat sich längst überregional einen guten Namen gemacht. „Das liegt sicher auch an der Kombination Wasserskisport und Badestrand“, sagt Gerkau. Mit der neuen Anlage, die Anfänger auf Kneeboards einfach nur geradeaus zieht, wurde auch ein passendes Puzzlestück eingesetzt, das es auch Anfängern ermöglicht, ein Gefühl für den Wasserskisport zu bekommen, ohne ständig auf den ersten Metern ins Wasser zu fallen.

„Wer auf diese Anlage sich mal zwei Stunden ausprobiert hat, kann dann auch mit viel mehr Erfolg auf die große Bahn wechseln“, sagt Gerkau. Und die Kurse sind beliebt. Bis zu den Sommerferien sind jeden Tag Schulklassen vor Ort, um diesen Sport einmal kennenzulernen.

von Götz Schaub

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