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Waldkindergarten wird nachgefragt

Neue Elterninitiative im Grund Waldkindergarten wird nachgefragt

Der Verein ist bereits gegründet. Ab 1. April 2015 soll das Projekt Waldkindergarten im Wald bei Roßberg laufen. Das Interesse ist riesig, 42 Kinder stehen bereits auf einer Liste.

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Sie gehören dem Planungsteam an: André Stolper (von links), Nina Nikolai, Careen Knauf, Erik Pilgeram und Markus Knauf. Des Weiteren gehören dazu: Marlene Schreiner, Manuela Funk, Joachim Schmidt und Stefanie Naumann.

Quelle: Privatfoto

Ebsdorfergrund. Die Gemeinde Ebsdorfergrund konnte oder wollte aus Kostengründen keinen echten Waldkindergarten anbieten. Eltern aus der Gemeinde, die ein solches Angebot nachfragten, schickten deshalb ihre Kinder in den Waldkindergarten Cappel. Nun wollen sie das Angebot selbst entwickeln und erfreuen sich einer großen Nachfrage. „Das Drumherum ist eigentlich fertig geplant. Das Einzige, das fehlt, ist Geld“, sagt André Stolper vom Vorstand des Waldkindergartens Ebsdorfergrund, der den Namen „Die Waldbienen“ tragen wird. Die finanzielle Lücke von etwa 30000 Euro soll über Spenden geschlossen werden. Das Angebot soll zunächst die Zeit von 7.30 bis 13 Uhr abdecken, doch vielen Eltern wäre eine längere Öffnungszeit noch lieber.

„Wir werden versuchen, dem gerecht zu werden“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Careen Knauf. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die in einem Waldkindergarten waren, enorme Vorteile gegenüber anderen Kindern haben (siehe HINTERGRUND).

Auch lerntechnisch liegen sie nicht hinter diesen. „In der Natur kann auch alles das gemacht werden, was im Kindergarten gemacht wird, wie Basteln, Prickeln, Singen und Geschichten hören“, sagt Careen Knauf. Die Gruppe soll aus bis zu 20 Kindern und zwei Vollzeit-Erzieherinnen bestehen. Die Nachfrage ist in beiden Fällen schon über Bedarf. „Wir haben 42 Kinder auf der Liste, wobei allerdings auch viele dabei sind, die erst viel später angemeldet werden sollen. Zudem haben auch schon sechs Erzieherinnen ihr Interesse bekundet“, freut sich Knauf.

Sollte es im Winter mal extrem kalt werden oder ein Unwetter aufziehen, hat der Verein die Möglichkeit, im nahen Jugendwaldheim Roßberg Unterschlupf zu finden. Dieses Angebot stehe seitens des Jugendwaldheims.

n Wer sich für diese Idee begeistert oder mehr Infos darüber wünscht, kann zur nächsten Info-Veranstaltung des Vereins kommen. Sie findet am Montag, 7. Juli, ab 20 Uhr im Gemeindesaal der SELK in Dreihausen statt.

Allgemeine Infos gibt es auch im Internet unter waldkindergarten-ebsdorfergrund.de

HINTERGRUND: Der erste Waldkindergarten Deutschlands wurde 1993 in Flensburg gegründet. Er gab den Anstoß zu einer völlig neuen pädagogischen Bewegung, die alle Teile der Bundesrepublik erfasste. Mittlerweile gibt es einen Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland, der sich als Koordinator und bundesweite Interessensvertretung versteht. Das Konzept wird von Pädagogen hochgelobt.So sollen Kinder in den Bereichen Motivation, Ausdauer, Konzentration, Sozialverhalten und Mitarbeit im späteren Schulunterricht gegenüber Kindern aus normalen Kindergärten einen deutlichen Vorteil besitzen. Sie verfügen in der regel über eine bessere Motorik, sind signifikant gesünder und fantasiereicher und können auf ein breites Wissen zurückgreifen. In der Regel unterscheidet man in zwei Kindergarten-Typen: Beim reinen Waldkindergarten sind die Kinder in der Regel die ganze Zeit in der Natur, nur bei Extremwetter suchen sie beispielsweise in einem Bauwagen, in dem auch Gerätschaften lagern, Zuflucht. Beim integrierten Waldkindergarten gehen Gruppen im Wechsel für einen Tag in der Woche komplett in den Wald. „Die Waldbienen“ haben sich für die erste Variante entschieden.

von Götz Schaub

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