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Vorgaben erfüllt, bereit für die Zukunft

Gesamtschule Niederwalgern Vorgaben erfüllt, bereit für die Zukunft

Dass die Stelle eines Schulleiters nun fast schon seit eineinhalb Jahren vakant ist, liegt nicht in der Verantwortung der Schule oder des Schulamts. Die derzeit Verantwortlichen sehen die Schule dennoch wieder gut aufgestellt.

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Modernes Lernen: Dafür steht die Gesamtschule Niederwalgern. Zur Rundumversorgung der Schüler gehört auch ein gutes Essen in einer modernen Mensa.

Quelle: Thorsten Richter

Niederwalgern. Immer noch kein Schulleiter und Neuanmeldungen zum fünften Schuljahr auf dem Niveau des Vorjahres - also um die 60 Schüler. Das sind zwei Fakten, die Außenstehenden leicht Anlass zu Diskussionen geben, ob denn an der Schule noch alles stimmt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Sabine Schäfer-Jarosz, die seit Februar 2013 die kommissarische Leitung innehat. Im Schulalltag sei Ruhe eingekehrt, die Vorgaben des Staatlichen Schulamtes zur Herausnahme der siebten Klasse aus der flexiblen Unterstufe seien erfüllt worden. Und mit dieser Erfüllung habe man sich dann mit allen Kräften der Ausgestaltung des Schuljahres gewidmet, um den Schülern nicht nur Unterricht, sondern wie gewohnt auch spezielle Erlebnisse wie Musik- und Theaterprojekte oder Sportveranstaltungen bieten zu können. Zuletzt war Sally Perel zu Gast an der Schule, der sich mit seiner Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ dort vorstellte. „Aus solchen Begegnungen nehmen Schüler natürlich sehr viel mit“, sagt Schäfer-Jarosz. Und es gab auch gemeinsam etwas zu feiern - das 40-jährige Bestehen der Schule. Die Planungen, Ausgestaltung und der letztendliche Verlauf der Veranstaltungen habe ihr deutlich gezeigt, dass die Gesamtschule wieder das ausstrahlt, was sie immer ausgezeichnet hat: Verlässlichkeit und Verbindlichkeit. „Wir haben hier nach wie vor ein tolles Lernumfeld und ich nehme auch ein motiviertes Kollegium wahr, so dass ich bester Hoffnung für die Zukunft der Schule bin“, so die stellvertretende Schulleiterin. Dass der Schule eine gute Zukunft beschieden ist, davon geht auch die Leitende Schulamtsdirektorin Heike Grosser vom Staatlichen Schulamt Marburg aus.

„Die Schule in Niederwalgern genoss als kooperative Gesamtschule immer ein hohes Ansehen und daran wird sie weiter anknüpfen“, so Grosser. Alle Eltern der neuen Schüler sind über die Struktur der Schule informiert und wissen verlässlich wie es für ihre Kinder weitergeht. In der Jahrgangsstufe fünf lernen alle Fünftklässler in Klassenverbänden gemeinsam ohne Zweigeinteilung. In der sechsten Klasse gibt es dann nur für die Fächer Mathematik und Englisch A-, B- und C-Kurse, ehe ab der siebten Klasse dann zwischen Hauptschul-, Realschul- und gymnasialem Zweig unterteilt wird.

Monika Kruse vom Schulelternbeirat freut sich, dass es von Elternseite aus einen „konstruktiven Austausch“ mit Heike Grosser vom Staatlichen Schulamt gibt. Auch im Dialog mit der Schulleitung sei wieder Bewegung drin, „auch wenn wir uns an der einen oder anderen Stelle etwas mehr erhofft hätten“, so Kruse.

Dass die Schulleiter-Position noch immer vakant ist, liegt weder an der Gesamtschule noch am Staatlichen Schulamt. Die Entscheidung war schon gefallen, doch fühlte sich eine Person im Auswahlverfahren offenkundig nicht gerecht behandelt und strengte eine Klage an, mit der sich mittlerweile der Verwaltungsgerichtshof befassen muss.

Im Juni sah sich Schäfer-Jarosz mit einem anderen Problem konfrontiert, das aufgrund der Lage der Schule immer mal wieder vorkommt. Anwohner hatten sich über Lärm innerhalb und außerhalb der Schulzeiten beschwert. „Ich habe daraufhin zusammen mit der pädagogischen Leiterin unserer Schule, Gilda Röder, bewusst nur die Eltern der älteren Jahrgänge angeschrieben, gegebenenfalls auf ihre Kinder dahingehend einzuwirken, dass sie unnötigen Lärm auf dem Schulgelände zu unterlassen haben.“

Es geht nicht um den normalen Geräuschpegel, der nun mal von Schulen ausgeht, sondern um vermeidbare nervende Geräusche wie das ständige Aufdrehen von stehenden Motorrädern in der Mittagszeit.

Der Rundbrief sei als Information gedacht gewesen, nicht, um Schüler in Sippenhaft zu nehmen. „Wir freuen uns, dass unser Schulgelände offen gestaltet ist und wollen es auch so erhalten. Für unsere Schüler, aber auch für die Anwohner“, so Schäfer-Jarosz.

von Götz Schaub

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