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Von Rittern und Burgfräuleins

Ferienspieltage Von Rittern und Burgfräuleins

Eins waren die Sommerferien für 74 Kinder aus dem Ebsdorfer Grund bisher nicht: langweilig. Dafür sorgten die Kinderferienspieltage, die der CVJM Ebsdorf in Leidenhofen veranstaltete.

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Das Ferienprogramm des CVJM wurde für 74 Jungen und Mädchen sowie die Mitarbeiter zu einer einwöchigen Reise ins Mittelalter.

Quelle: Suria Reiche

Leidenhofen. Unter Leitung von Jugendpastor Armin Weiß und der zweiten Vorsitzenden Margitta Reuter richtete der CVJM die Spiele bereits zum 21. Mal aus. In diesem Jahr standen sie ganz unter dem Motto „Ritterspiele 2015 - Von Rittern und Burgfräulein“.

Und wer dies noch nicht wusste, der könnte in den vergangenen Tagen recht verwundert gewesen sein, wenn er seinen Kopf in das CVJM-Haus am Schulgarten in Leidenhofen gesteckt hat. Inmitten von mittelalterlicher Deko und umgeben von etwas älteren Rittern und Burgfräulein trieben dort nämlich die ganze Woche über 74 kleine Mägde und Knappen ihr Unwesen.

Lanzenstechen und Theater spielen

In Rüstung oder Kostüm und mit Schwertern und Schutzschildern ausgestattet, verbrachten die Sieben- bis Zwölfjährigen hier sieben Tage damit, mehr über die Zeit des Mittelalters zu lernen und sich bei kniffligen Hof-Spielen zu bewähren.

Am Ende der Woche war der Moment gekommen, in dem die Jungs zu Rittern geschlagen und die Mädchen zu Burgfräulein ernannt wurden. Bis dahin hieß es, sich beim Lanzenstechen oder Hufeisenwerfen gut anzustellen und auch bei den Theaterstücken, mit denen die Kinder jeden Morgen begrüßt wurden, gut zuzuhören.

Margitta Reuter, die zweite Vorsitzende des CVJM, erinnert sich noch gut an das erste Jahr der Ferienspiele, es war 1995: „Damals hatten wir einen Mitarbeiter - heute würde man ihn FSJler nennen -, der uns erzählt hat, dass solche Ferienspieltage schon früher in seinem Heimatort veranstaltet wurden.“

Aus früheren Teilnehmern werden Mitarbeiter

Klingt gut, dachten sich die Mitwirkenden, und veranstalteten kurzerhand auch in Leidenhofen ein solches Programm für die Sommerferien. „Es gibt ja viele Kinder, die in den Ferien nicht verreisen; und gerade für die ist es gut, auch an den freien Tagen ein bisschen Aktion zu haben“, sagt Reuter, die in allen 21 Jahren dabei war. Aber nicht nur für Kinder, die in den endlos erscheinenden Sommerferien ein bisschen Abwechslung brauchen, sind die Kinderferienspieltage eine schöne Beschäftigung. Unter den 74 Teilnehmern befinden sich auch drei Flüchtlingskinder. „Die gehen hier total auf. Hier können sie Deutsch lernen und dabei auch noch Kontakte zu anderen Kindern knüpfen“, erzählen die Mitarbeiter vom CVJM, zu denen auch eine Reihe von Jugendlichen gehören, die schon zu alt für die Kinderferienspieltage sind, aber trotzdem noch dabei sein wollen. Zum Beispiel der 15-jährige Janosch Engelhardt aus Leidenhofen. Er ist bereits zum zweiten Mal Mitarbeiter, und „das macht sogar noch mehr Spaß, als selbst teilzunehmen“.

Gemeinsam mit den Kindern basteln die Mädchen und Jungen Ausrüstungen, essen mit ihnen zusammen zu Mittag und bieten am Nachmittag allerlei sportliche Aktionen an. Aber was wohl am Wichtigsten ist: Sie wirken auch beim morgendlichen Theaterspiel mit, das sich Jugendpastor Armin Weiß gemeinsam mit einem erfahrenen Mitarbeiter ausgedacht hat.

Für die siebenjährige Luna Kircher und ihre Freundin Jara Jahn das wohl Schönste an den Ferienspieltagen: „Wir sind jeden Morgen gespannt darauf, wie es weitergeht.“ Keine Frage also, dass die beiden Mädchen auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen.

von Suria Reiche

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