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Vier Kandidaten stehen zur Auswahl

Bürgermeisterwahl Fronhausen Vier Kandidaten stehen zur Auswahl

Ja, das Gerücht stimmt, es hatte sich tatsächlich noch eine fünfte Person zwischenzeitlich die Unterlagen beim Wahlleiter abgeholt, doch sagte sie diesem auch wieder ab. So bleibt es bei vier Bewerbern.

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Wer wird ab Januar 2016 Chef des Rathauses sein? Vier Bewerber stehen zur Auswahl.

Quelle: Tobias Hirsch

Fronhausen. Am Montag um 18 Uhr endete die Bewerbungsfrist. Wer übernimmt nun das Amt des Bürgermeisters ab Januar 2016? Drei Männer und eine Frau stellen sich zur Wahl. Ob sie auch zugelassen werden? Davon geht Wahlleiter Achim Batz, im eigentlichen Berufsleben Hauptamtsleiter der Gemeinde Fronhausen, aus. Denn die vier Bewerber hatten ihre Unterlagen frühzeitig abgegeben, so dass er eine Vorprüfung vornehmen konnte. Endgültig sind die vier aber erst nach der Sitzung des Wahlausschusses im Rennen, der am Freitag, 31. Juli, ab 18 Uhr tagt. „Wenn diese Hürde genommen ist, sind die Kandidaten für die Wahl offiziell zugelassen und werden dann umgehend im Mitteilungsblatt veröffentlicht.“ Dann kann er ja losgehen, der Wahlkampf, um sich bei den Bürgern als Erstwahl für den 27. September zu empfehlen. Losgehen? Darüber können wohl alle vier Kandidaten nur müde lächeln. Sie sind doch schon mittendrin. SPD-Kandidat Peter Kelch und der von der CDU gestützte parteilose Kandidat Werner Speier allemal, gingen sie doch noch von einem wesentlich früheren Wahltermin aus.

Vier Kandidaten im Schnelldurchlauf:

Claudia Schnabel (41) gehört keiner echten politischen Partei an, sie ist Mitglied der Initiative Fronhausen, die sich in der laufenden Legislaturperiode aus vier ehemaligen Mitgliedern der Fraktion „Bürger für Fronhausen“ bildete, die die Politik der BfF nicht mehr mittragen konnten, aber ihre Mandate auch nicht aufgeben wollten. Die Tage bis zum Wahltag sind relativ durchgeplant. Die wichtigen Termine hat Schnabel schon gesetzt. Dazwischen eine Woche Familienurlaub in den Sommerferien, das ist sie ihren Kindern schuldig, ganz klar. Schnabel will für alle Bürger ansprechbar sein, kommt auf Aufforderung auch gerne zu Bürgern nach Hause, doch will sie von sich aus nicht an den Türen der Bürger klingeln. „Ich respektiere die Privatsphäre“, sagt sie gegenüber der OP.

Da agiert Werner Speier (50) ganz anders. Er, der aus der Nachbargemeinde Lollar kommt, setzt auf die „vielen und guten Gespräche“, die er mit Bürgern an der Haustür, in der Küche, auf dem Hof, im Garten oder gar im Wohnzimmer führen durfte. „So lernen die Menschen mich kennen und ich gewinne einen Eindruck von dem, was die Bürger bewegt.“ Mehr als 800 Haushalte hat er schon besucht, er weiß, dass er noch einige mehr zu besuchen hat, wobei es immer mal vorkommen kann, Menschen nicht anzutreffen.

Peter Kelch (52) zeigt auf seiner Homepage frei heraus, dass er weder kommunalpolitisch noch parteipolitisch aktiv gewesen ist. Was andere vielleicht als Nachteil ansehen, sieht er als Vorteil. So kann er sich den Themen völlig unbefangen nähern. Das nötige Rüstzeug bringe er schließlich berufsbedingt mit. Bei ihm stehen jetzt auch Ortsrundgänge und Hausbesuche an. Zudem wird auch seine Partei entsprechende Veranstaltungen bieten.

Michael Esken (57) , derzeit Bauamtsleiter in der Gemeindeverwaltung, hat als Letzter seinen Hut in den Ring geworfen. Er entschied sich zu kandidieren, nachdem Amtsinhaber Reinhold Weber seinen Verzicht erklärt hatte. Esken tritt als unabhängiger Kandidat an. Die „Bürger für Fronhausen“ wollen ihn dennoch unterstützen.Wie seine Ideen aussehen, werden die Bürger unter anderem über Info-Broschüren erfahren, die demnächst an alle Haushalte verteilt werden sollen. Zudem will Esken in allen Ortsteilen Präsenz und Gesprächsbereitschaft zeigen. Sicher werden die Kandidaten auch an Info-Ständen zu finden sein, und kämpfen bis zum Wahltag.

OP bietet Veranstaltungmit allen vier Bewerbern

Natürlich bieten wir unseren Lesern auch exklusive Beiträge zur Bürgermeisterdirektwahl in Fronhausen. Unter anderem werden die Kandidaten zu wichtigen Themen aus der Gemeinde Stellung beziehen, die wir dann im Direktvergleich veröffentlichen. Zudem lädt die Oberhessische Presse Mitte September zu einer Podiumsdiskussion mit allen vier Amtsbewerbern ein. Dort kann man die Kandidaten live im Direktvergleich erlebt. Am Wahlsonntag, 27. September, wird die OP ab 18 Uhr die Ergebnisse während einer Wahlparty präsentieren und mit den vier Kandidaten über den Ausgang sprechen. Sollte es keinem Kandidaten gelingen, im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen auf sich zu vereinigen, werden die zwei bestplatzierten Kandidaten in eine Stichwahl gehen, die dann 14 Tage später, also am Sonntag, 11. Oktober, stattfinden wird.

von Götz Schaub

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