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Viel Gemeinschaft bringt viel Licht

Grundschule Hachborn Viel Gemeinschaft bringt viel Licht

Die Schulgemeinde der Grundschule Hachborn achtet in vielfältiger Weise auf gelebte Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung. In dem Namen „Sonnenschule“ fand sie ihr Selbstverständnis am besten ausgedrückt.

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Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern überreichte Schulleiterin Karin Ewert die Namensurkunde Die Grundschüler sangen zum Abschluss des Sommerfestes ihre Sonnenschul-Hymne. Fotos: Martina Becker

Hachborn. Einen passenden Schulnamen finden, das ist ein anspruchsvolles Vorhaben und nicht mal so eben zu realisieren. Diese Erfahrung hat zumindest die Grundschule in Hachborn gemacht. Hier habe man vor über zehn Jahren erstmals über eine Namensgebung nachgedacht, erzählte Karin Ewert. Weit über hundert Namen - von Lindenschule bis Villa Kunterbunt - wurden von den Kindern und der Elternschaft als Vorschläge eingereicht, erinnerte sich die Schulleiterin im Gespräch mit der OP.

Keiner davon schaffte die uneingeschränkte Zustimmung aller Gremien. Gut Ding braucht eben Weile und so ruhte das Vorhaben nach der anfänglichen Euphorie. „Den Wunsch habe man allerdings nie wirklich aus den Augen verloren“, sagte Ewert. Vor etwa zwei Jahren rückte das Thema in einem ganz anderen Zusammenhang wieder in den Fokus. Alexandra Schüssler, eine der Lehrerinnen stellte ihren Kolleginnen als Unterrichtsmaterial das Buch mit dem Titel „Wie die Sonne ins Land Malon kam“, vor. In der Geschichte bringt die Sonne, den bislang sonnenlos lebenden Bürgern von Malon Wärme, Helligkeit und vor allem Gemeinschaft.

„Das ist es“, sei die gemeinsame Reaktion gewesen, erzählte Ewert. In Anlehnung an dieses Sinnbild wurde dann der Leitspruch „Wenn viele ihr Licht zusammenstellen, dann geht die Sonne auf“ entwickelt. Der Name „Sonnenschule Hachborn“ war damit ebenfalls geboren. Damit sei das Selbstverständnis der Einrichtung, in der zurzeit 39 Kinder in zwei Kombinationsklassen unterrichtet werden, sehr gut verdeutlicht, begründete die Schulleiterin. Viel Wert wird in Hachborn auf ein vielfältiges Miteinander und eine gute Gemeinschaft gelegt.

Bezeichnend dafür führte man im Antrag das altersgemischte Unterrichten, das die unterschiedlichen Kompetenzen der Kinder nutzt, Patenschaften zwischen den Klassen oder etablierte Helfersysteme an. Auch die Lehrkräfte setzen auf Gemeinschaft durch Teamteaching und kollegiale Supervision sowie eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Grundschulen im Schulverbund Ebsdorfergrund. Diese schlüssige Argumentation hatte auch den Kreisausschuss überzeugt, der in seiner Sitzung am 22. März die Zustimmung für den Namen erteilte.

Sonnenscheingemeinde erhält eine Sonnenschule

Handfest wurde das Ganze am Samstagnachmittag, als der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern im Rahmen eines Schulsommerfestes offiziell im Kreis der Schüler, Eltern, Familienangehörigen und Ehrengästen die Namensurkunde verlieh. „Der Gedanke, die Gemeinschaft zu stärken und Konflikte gemeinschaftlich zu lösen, gefällt uns gut, betonte McGovern. Zudem fand er: „Es ist gut, dass wir die Sonne und die Schulen haben, bei beiden ist allerdings auch das richtige Maß wichtig.“ Bürgermeister Andreas Schulz gratulierte ebenfalls zu der für seinen Geschmack „guten“ Wahl des Namens, den er sehr passend für die „Sonnenscheingemeinde“ Ebsdorfergrund fand. Er betonte, dass im Sinne eines guten Miteinanders, das gemeinsam zuständig fühlen weiterhin Bestand haben solle. Über die offizielle Argumentation hinaus fand man, dass es für den Namen „Sonnenschule“ noch eine Reihe weitere guter Gründe gab

„Es ist eine Schule, auf die aus jeder Himmelsrichtung, also den ganzen Tag die Sonne fällt“, bemerkte die ehemalige Schulleiterin Hildegard Bachmann. Sonnenschule passe auch, weil sie die Nachbarin der Regenbogenschule in Ebsdorf sowie die südlichste Schule in der Sonnenscheingemeinde sei, so Ewert.

Überhaupt sei es etwas ganz Besonderes von nun an einen Namen tragen zu dürfen, betonten Schülerinnen und Schüler beim offiziellen Teil des Festes. Diesen gestalteten die Klassen mit verschiedenen Unterhaltungselementen und natürlich der Schulhymne, die bereits auf den neuen Namen umgeschrieben wurde. Nicht zuletzt erstrahlte das ganze Gebäude durch seine thematisch bemalten Fenster und Bilder vielfach sonnig. Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Kinder zum Sommerfest an zahlreichen Spielstationen vergnügen. Ein T-shirt mit dem Aufdruck „Sonnenschule Hachborn“ erhielt jedes Kind als abschließende Überraschung. Diese Ausstattung hatten die Firmen Print Service und Daniel Wagner gespendet.

von Martina Becker

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