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Verkehrsberuhigung ist nun das Thema

B 255 Verkehrsberuhigung ist nun das Thema

Zwei Erkenntnisse brachte die Bürgerversammlung zur B255 in Niederweimar: Die Bürger sind dankbar, dass die Umgehung da ist, aber unsicher, was mit dem Rückbau der Ortsdurchfahrten noch auf sie zukommt.

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Rund 120 Bürger informierten sich in Niederweimar über den weiteren Fortgang bei der B 255.Foto: Anja Lagerwerf

Niederweimar. Bürgermeister Peter Eidam, Andreas Feußner von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises und Bernd Marquordt von Hessen mobil informierten rund 120 Weimarer Bürger über den Stand des Rückbaus der B 255 in Niederweimar und Oberweimar.

In der Versammlung wurde deutlich: Anwohner und Gewerbetreibende freuten sich über die Verkehrsentlastung, aber es gab noch viele Anregungen und Änderungswünsche. Aber auch der Dank an die Gemeinde und die Verkehrsbehörden kam nicht zu kurz, beispielsweise vom Wenkbacher Ortsvorsteher Heijo Hoss.

Bernd Marquordt kündigte an, dass mit den Restarbeiten an der Ortsumgehung durch die Firma Bickhardt Bau im Frühjahr begonnen werde. Es würden Schilder aufgestellt, Wirtschaftswege ausgebaut, die alte B 255 rekultiviert und Mängel beseitigt. Nach der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung im Oktober hätten sich die Eigentumsverhältnisse der Straßen bereits geändert, so Marquardt. Hessen mobil sorge dafür, dass die bisherige B255 im verkehrssicheren Zustand an den Kreis oder die Gemeinde übergeben werde. Allerdings würden keine Sonderwünsche berücksichtigt: Für verkehrsberuhigende und gestalterische Maßnahmen müsse der neue Eigentümer sorgen.

Bürgermeister Peter Eidam sagte seine Bereitschaft zu, mit den Anliegern der Ortsdurchfahrt Niederweimar über verkehrsberuhigende Maßnahmen zu diskutieren.

Sorgen machten sich die Niederweimarer Anwohner immer noch über das hohe Verkehrsaufkommen. Viele Autofahrer nutzten nicht die neue Ortsumgehung, so die Aussage von anwesenden Bürgern.

Ampeln auf dem Prüfstand

Ein Grund sei, dass die Auffahrt auf die neue Straße bei Wenkbach zu kurz sei und es gerade zu den Hauptverkehrszeiten schwierig sei, auf die Umgehung aufzufahren. Staus bei der Auffahrt seien an der Tagesordnung, so dass viele Autofahrer weiter durch Niederweimar führen. Die Bürger regten erneut eine Tempobegrenzung rund um die Auffahrt Wenkbach an. Marquordt sagte, dass die Verkehrsbehörde eingeschaltet sei und geprüft werde, welche Möglichkeiten es dafür gebe. Andreas Feußner von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises ging besonders auf die Ampelanlagen am Bürgerhaus Niederweimar, am Ortsausgang Niederweimar sowie in Oberweimar ein. Da durch die Ortsumgehung eine völlig neue Verkehrssituation entstanden sei, müsse nun das Verkehrsaufkommen neu erfasst werden.

Dazu würden die Fußgänger sowie die Schulkinder gezählt und die Querungsstellen beobachtet und erfasst. Nach dieser Verkehrserhebung im Frühjahr werde ergebnisoffen geprüft, welche Ampelanlagen und Fußgängerüberwege noch notwendig sind.

Im Frühjahr müsse wegen der Restarbeiten die Straße zwischen Oberweimar und Niederweimar erneut für ungefähr vier Wochen gesperrt werden. Es werde sogar darüber nachgedacht, die Straße in den Sommerferien zu sperren, so Bernd Marquordt. Die Schüler aus Oberweimar, die die Gesamtschule Niederwalgern besuchen, müssten nämlich sonst wieder in Niederweimar umsteigen. Ein besorgter Vater wies darauf hin, dass während der Sperrung im November die Kinder in Niederweimar vierzig Minuten in Kälte und Schnee auf den Bus warten mussten. Auch wünsche er sich eine bessere Information durch die Gemeinde oder die Schule über die geänderte Busverbindung.

von Anja Lagerwerf

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