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Verein holt verschollene Grabsteine heim

Missverständnis mit Folgen Verein holt verschollene Grabsteine heim

Nach 30 Jahren sind die letzten drei der verlorenen, jahrhundertealten Grabsteine aus Fronhausen an ihren angestammten Platz zurückgekehrt.

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Grabsteine an der Kirche in Fronhausen – der Heimatverein bewahrt dort die Denkmäler aus verschiedenen Jahrzehnten auf.

Quelle: Ina Tannert

Fronhausen. Es war ein kleiner Erfolg, von dem der Verkehrs- und Verschönerungsverein Fronhausen stolz während seiner Jahreshauptversammlung berichtete. Nach einem folgenreichen Missverständnis stehen die historischen Grabsteine wieder auf dem Friedhof, wo sie hingehören.

Die steinernen Denkmäler lagerten bei einem Marburger Steinmetz, der sie zum Glück über 30 Jahre lang aufbewahrte, teilte Renate Hildebrandt vom Arbeitskreis Dorfgeschichte mit. Eigentlich sollten die in die Jahre gekommenen Gedenksteine vor 30 Jahren von dem Spezialisten nur auf Vordermann gebracht werden, doch der Auftraggeber verstarb plötzlich, die Stücke wurden nicht wieder abgeholt; bis der Arbeitskreis deren Verbleib auf den Grund ging, sie wieder fand und nach Fronhausen zurückführte.

Die historische Sammlung ist wieder komplett

Durch eine Spende konnten die Steine aus dem 16. bis 18. Jahrhundert restauriert und erneut an der Kirche aufgestellt werden. Damit ist die historische Sammlung mit insgesamt acht Grabsteinen wieder komplett. Gemeinsam mit bereits vorhandenen Denkmälern präsentieren sie nun „die gesamte Entwicklung der Grabmalkunst“, sagte die Historikerin. „So klein unsere Sammlung auch ist – für jede Epoche steht ein Stein an der Kirche.“

Demnächst soll es eine kleine Feier zur Präsentation der Denkmäler geben. Im Verlauf des Jahres plant der Arbeitskreis zudem eine Ausstellung über die 850-Jahr-Feier, die Fronhausen 2009 beging. Gesammelte Zeitungsberichte und Beiträge zu den Feierlichkeiten sollen zusammengetragen und nebst Filmvorführung präsentiert werden. Den Anstoß dazu gab Bewohner Walter Kreis. „Eine tolle Idee und aufwendiges Vorhaben“, lobte Hildebrandt. Die Vorbereitungen laufen, die Umsetzung wird wohl noch einige Monate in Anspruch nehmen. Die Vereinsmitglieder überlegten gemeinsam, wie man den maroden Brunnen am Brackeborn auf Vordermann bringen könnte.

Frühjahrsputz der Vereinshütte und Arbeitseinsätze

Ob der alte Brunnen wiederhergestellt und der mittlerweile nicht mehr vorhandene Wasserzufluss zurückgeführt werden kann, ist fraglich. Darüber wollen die Fronhäuser demnächst mit einem Experten beraten. Demnächst stehen neben dem Frühjahrsputz der Vereinshütte diverse Arbeitseinsätze auf dem Programm, teilte der Vorsitzende Michael Vogel mit. Im Verlauf des Jahres beteiligt sich der Verein an der landesweiten Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“. Während der Flurreinigung der Gemeinde am 16. April soll unter anderem die Umgebung des Galgenbergs aufgeräumt und von Unrat befreit werden.

Am ersten Mai veranstaltet der Verein einen Wandertag und begrüßt den neuen Monat mit dem traditionellen Mai-Einsingen. Mitte bis Ende August finden die traditionellen Ferienspiele der Gemeinde unter Beteiligung des Vereins für die Schulkinder statt.

 
Ehrungen
60 Jahre Mitgliedschaft: Kurt Geissler, Lothar Christian; 50 Jahre: Helmut Lauer, Paul Podbelseck; 40 Jahre: Helga Heck, Ruth Prediger, Fritz Prediger, Rudolf Schneider, Wieland Schneider; 25 Jahre: Achim Allmeroth.

von Ina Tannert

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