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Verbrecher sprengen Geldautomaten

Explosion in den Morgenstunden Verbrecher sprengen Geldautomaten

In der Nacht zu gestern haben Unbekannte einen Geldautomaten in Hachborn gesprengt. Bei der Explosion entstand erheblicher Sachschaden, auch am benachbarten Getränkemarkt.

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Gegen 2.20 Uhr sprengten gestern Unbekannte in Hachborn einen Bankautomaten auf. Die Explosion war gewaltig und beschädigte auch das angrenzende Gebäude. Die Trümmerteile flogen meterweit durch die Gegend.

Quelle: Nadine Weigel

Hachborn. Ein Bild der Verwüstung bietet sich den Polizisten, als sie gegen 2.30 Uhr in der Hachborner Straße eintreffen. Überall liegen Trümmer und Scherben herum. Von dem Gebäude, in dem ein Bankautomat der Raiffeisenbank stand, ist nur noch ein zerstörtes Stahlskelett übrig.

„Zum Glück ist niemand verletzt worden“, sagt einer der Beamten vor Ort. Gegen 2.20 Uhr hatte ein Anwohner die Polizei verständigt, weil er einen lauten Knall vernommen hatte. Unbekannte hatten den Geldautomaten aufgesprengt. Die Detonation zerstörte nicht nur den Bankautomaten, sondern beschädigte auch den angrenzenden Getränkemarkt erheblich.

Polizei findet gestohlenes Auto

Dieser muss laut Aussagen der Pressestelle des Unternehmens aufgrund von möglicher Einsturzgefahr bis auf weiteres geschlossen bleiben. Das Gelände blieb den Tag über weiträumig abgesperrt. Gestern befragten die Polizisten die Anwohner und suchten nach möglichen Hinweisen auf die Täter. Das könnten zum Beispiel Fußspuren, Reifenspuren oder Werkzeugspuren sein, erklärte Martin Ahlich, der Polizeipressesprecher.

Dabei fand die Kripo auch einen gestohlenen blauen VW Golf mit Gießener Kennzeichen, mit dem die Täter vermutlich unterwegs waren. Sie ließen das Auto 300 Meter vom Tatort entfernt stehen und fuhren mit einem anderen weiter in Richtung Ilschhausen. Laut Polizeiangaben bogen sie auf einen Feldweg durch den Eichwald in Richtung Staufenberg-Mainzlar ab. Um Parallelen zu vorherigen Taten wie der im April in Altenvers (die OP berichtete) zu ziehen, sei es noch zu früh, erklärte Ahlich. Auch über den verwendeten Sprengstoff könne noch keine Aussage gemacht werden.

Beute im fünfstelligen Bereich

Laut Harald Emmerich, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund, wurden aus dem sogenannten SB-Pavillon ein „kleiner bis mittlerer fünfstelliger Betrag“ geklaut. Das könnte von 10000 bis 50000 Euro alles sein. Emmerich konnte aus versicherungstechnischen Gründen jedoch keine genaueren Angaben machen, sagte er. Es gab ein Gerücht, dass in den letzten Wochen etwas mit der Tür nicht gestimmt habe. Da sei nichts dran, sagte Emmerich und erklärte, die Türen zu SB-Bereichen stünden jederzeit offen.

von Nadine Weigel und Philipp Lauer

Hinweise

Die Kripo Marburg sucht nach Zeugen, erhofft sich sachdienliche Hinweise und fragt: Wer kann Angaben zu Autos machen, die gegen 0.20 Uhr durch Hachborn fuhren? Gibt es Zeugen, die zur Tatzeit rund um den späteren Tatort Personen oder Fahrzeuge gesehen haben? Hinweise per Telefon unter 06421/4060.

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