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Unvorhersehbare Ereignisse bremsen aus

Dritter Bauabschnitt Unvorhersehbare Ereignisse bremsen aus

Die ortsinterne Umleitung zu Märkten und Geschäften in Niederweimar wird ganz offensichtlich auch von notorischen Abkürzern genutzt, die die offizielle Baustellenumfahrung ignorieren. Das ärgert Anwohner.

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Rege Bautätigkeit in der Herborner Straße in Niederweimar. Unvorhersehbare Ereignisse haben die Bauzeit nach einer dreiwöchigen Verlängerung noch einmal verlängert.

Quelle: Tobias Hirsch

Niederweimar. Die Anwohner der Baustelle in der Herborner Straße wussten, was mit den umfangreichen Straßenbauarbeiten inklusive Leitungserneuerungen auf sie zukommt. Bürgermeister Peter Eidam freut sich, dass Anwohner und Bauarbeiter ein überaus gutes Miteinander pflegen und so gemeinsam viel unnötigen Stress herausnehmen. Die Belastung durch die ungewohnte Situation wird sich indessen im dritten Bauabschnitt noch ein bisschen hinauszögern.

Nicole Schlamp, die für die Gemeinde über die gesamte Bauzeit in direkten Gesprächen mit allen Involvierten steht, nennt nun ganz aktuell den 27. September als anvisiertes Ziel. Auch Eidam bestätigt: „Es wird noch einmal eine Verlängerung zur Verlängerung der Bauzeit geben.“ Das liege daran, dass zum einen der Arbeitsaufwand zur Erneuerung der Hausanschlüsse größer als gedacht ist, zum anderen auch daran, dass etwa auf Höhe des Ringweges auf der Herborner Straße eine nachträglich eingeplante neue Que­rungshilfe für Fußgänger entsteht.

Jeder Tag länger ist ein Ausnahmezustand

„Der Teufel liegt bekanntlich immer im Detail“, sagt Nicole Schlamp. So berichtet sie davon, dass bei den Arbeiten mitunter unbekannte Leitungen gefunden wurden, deren Bedeutungen geklärt werden mussten. Zudem gab es auch einen Rohrbruch auf Höhe der Sparkasse.  Nichtsdestoweniger ist jeder Tag länger ein Tag länger mit einer Ausnahmesituation. In der Wilhelm-Gerlach-Straße, einer Parallelstraße zur Herborner Straße fühlt sich der eine oder andere Anwohner langsam gestresst.

„Wir wurden auf diesen Verkehr von der Gemeinde nicht vorbereitet und jetzt alleine gelassen. Die Autos fahren hier viel zu schnell und nicht jeder hat Aldi zum Ziel, sondern fährt einfach nur durch entweder aus Gisselberg kommend oder aus Richtung Wenkbach oder Haddamshausen“, informiert ein Anwohner, gerade als zwei Männer mit zwei Kinderwagen die Straße entlang gehen und von einem Autofahrer verhupt werden. „Ein gutes Beispiel dafür, was sich hier abspielt. Und Tempo 30 fahren hier die wenigsten“, sagt der Mann. Die Gemeinde sollte mal  kontrollieren, fordert er. Die Gemeinde hat kontrolliert, allerdings ging es da um die Straße „Hainäcker“, die für Abkürzer noch günstiger liegt, aber eine verkehrsberuhigte Straße ist. „Da haben wir reagiert, auch mal Verwarngelder verteilt und die Straße über Barrieren für die Durchfahrt unattraktiv gemacht“, sagt Uwe Hahn vom Ordnungsamt. Somit stellt in der Tat die Wilhelm-Gerlach-Straße die einzige innerörtliche Straße dar, um dann über die Berliner Straße zum Aldi gelangen zu können.

Mit viertem Bauabschnitt soll Ruhe einkehren

Dass durch dieses Nadelöhr auch einfach so gefahren wird, nimmt die Gemeinde in Kauf, denn die Autofahrer könnten auch andere Gewerbetreibende aufsuchen, die sie über die große Umleitung vielleicht derzeit nicht aufsuchen würden. Hahn sagt, dass einige Gewerbetreibende trotz eigener Ausschilderung seit Beginn der Bauarbeiten Umsatzeinbußen feststellen. „Die jetzige Umleitung ist zeitlich begrenzt“, sagt er. Mit Beginn des vierten Bauabschnitts werde in der Wilhelm-Gerlach-Straße wieder Ruhe einkehren. Dann wird der Aldi-Markt über die Alte Bahnhofstraße und das neue Teilstück der Herborner Straße erreichbar sein.

Und wann geht es mit dem vierten Bauabschnitt zwischen Sparkasse und Schützenstraße los? „Gleich im Anschluss“, sagt Schlamp. Bis dahin wird die Kreuzung an der Sparkasse natürlich fertig asphaltiert sein, so dass dort der Verkehr ungehindert fließen kann.

von Götz Schaub

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