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Unaufgeregt, aber hochmotiviert

Entspannter Wahlkampf im Grund Unaufgeregt, aber hochmotiviert

Am Sonntag findet in der Gemeinde Ebsdorfergrund die vierte Bürgermeister-Direktwahl statt. Wieder am Start ist SPD-Mann Andreas Schulz. Wie schon 2010 tritt er erneut ohne einen Gegenkandidaten an.

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Bürgermeister Andreas Schulz (oben links) zeigt 2013 Hessens damaligen Verkehrsminister Florian Rentsch die geplante  Ortsumgehung Heskem.

Quelle: Nadine Weigel

Ebsdorfergrund. „Bürgermeister zu sein, war schon als Kind mein Berufswunsch.“ – Mit diesem Satz begrüßt Andreas Schulz die Aufrufer seiner Homepage (www.buergermeister-andreasschulz.info) im Internet. Seit 1992 lebt er nun seinen Kindheitswunsch ganz real, verdient sich damit sein privates Auskommen und hat ihn noch lange nicht abgenutzt.

Nach vier Wahlperioden ist er nun nach eigener Aussage hochmotiviert, eine fünfte folgen zu lassen. Zum zweiten Mal hintereinander muss er sich nicht gegen einen Herausforderer durchsetzen. 2010 war er erstmals Alleinkandidat, Bei den ersten beiden Direktwahlen 1998 und 2004 gab es jeweils einen Gegenkandidaten. 1998 schickte die CDU Thomas Leibold ins Rennen. Dieser unterlag doch recht deutlich.

Schulz: „Gemeinsam mehr erreichen"

Sechs Jahre später stand erneut ein CDU-Mann im Ring, doch trat dieser – Uwe Weber aus Lohra – nicht ausschließlich für die CDU an, sondern für ein Bündnis, das sich „Bürger Bündnis Ebsdorfergrund“ nannte und das auch von der ÜBE/FWG unterstützt wurde. Und Weber holte 42,6 Prozent der Stimmen. Weit mehr als Leibold. Doch sechs Jahre später gab es nur noch Schulz und jetzt auch wieder. Hat die Opposition den Kopf in den Sand gesteckt? Mitnichten.

Es hat sich aber schon etwas verändert. So heißt es denn auch auf seiner Homepage: „Das Einbinden von möglichst allen gesellschaftlich relevanten Gruppen in der Gemeinde ist mir wichtig. Partei-, fraktions- und ortsteilübergreifende Zusammenarbeit unter dem Motto ,gemeinsam mehr erreichen‘, kennzeichnet meine Arbeit.“ Weber sagte nach seiner Niederlage, die er fair zur Kenntnis nahm, dass er hoffe, dass sein beachtliches Ergebnis als Signal verstanden wird.

Fünfter Wahlkampf verlief entspannter

Offensichtlich hat es Schulz seinerzeit als Signal verstanden. Jedenfalls war deutlich zu merken, dass der wiedergewählte Bürgermeister den Umgang mit der Opposition veränderte und dann auch die Opposition den Umgang mit Schulz. Es gab zuletzt auch nicht mehr die großen Streitthemen, die Opposition hatte vielmehr auch ihren Anteil an der Entwicklung der Gemeinde, nahm die solide und erfolgreiche Haushaltsführung des Kämmerers Schulz nicht nur zur Kenntnis, sondern lobte ihn auch dafür.

Der Wahlkampf zur fünften Amtszeit fiel deutlich anders aus, als die vorangegangenen. Schulz muss sich schließlich wirklich nicht mehr bei den Mitbürgern persönlich vorstellen. Er hat aber ein öffentliches Bewerbungsschreiben aufgesetzt, online jederzeit einsehbar auf seiner Homepage unter dem Reiter „Termine“. Da kann sich jeder nochmal informieren, was der Bürgermeister in seiner nächsten angestrebten Amtszeit vorhat, und auf welche Erfolge er zurückblickt. Politisch darf sich Schulz auf zwei Wahlaufrufe stützen. Natürlich auf den seiner eigenen Partei, also der SPD. Aber auch die Grünen fordern öffentlich dazu auf, Schulz mit dem Gang zur Wahlurne im Amt zu bestätigten. Und es bleibt eine Wahl, denn auf dem Stimmzettel kann man den Kandidaten auch ablehnen.

 
2013 besprach er das Verkehrsproblem in Heskem auch vor Ort mit dem damaligen CDU-Landrat Robert Fischbach. Foto: Thorsten Richter

von Götz Schaub

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Bürgermeisterwahl
Bei der Bürgermeisterwahl stützten 78,2 Prozent den Amtsinhaber Andreas Schulz. Archivfoto: Manfred Schubert

Nach einer halben Stunde stand das Ergebnis fest. Bei konstanter Wahlbeteiligung im Vergleich zur Wahl von vor sechs Jahren konnte Andreas Schulz noch einmal sechs Prozent zulegen und kam somit auf 78,2 Prozent.

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