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Umfassende Gemeinde-Chronik steht im Fokus

Geschichtsverein Weimar Umfassende Gemeinde-Chronik steht im Fokus

Viel Arbeit hat sich der Geschichtsverein Weimar für 2013 vorgenommen. 2014 feiert die Großgemeinde Weimar ihr 40-jähriges Bestehen. Die Geschichte des Zusammenschlusses soll noch vor Weihnachten als Buch erscheinen.

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Der bestätigte Vorstand des Geschichtsvereins besteht aus Kassenwart Kurt Theis (von links), dem Vorsitzenden Otto Weimar, Schriftführer Hans Schneider und dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Otto Diefenbach (nicht auf dem Foto).

Quelle: Manfred Schubert

Niederwalgern. Die Vorstandswahlen waren schnell abgehandelt. In Ermangelung weiterer, vor allem jüngerer Kandidaten, die sich der Verein ebenso wie mehr und auch jüngere Mitglieder wünscht, wurde der alte Vorstand für zwei weitere Jahre im bestätigt. Alle zwölf Teilnehmer, die zur Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins Weimar in die Alte Schule in Niederwalgern gekommen waren, stimmten für den Vorsitzenden Otto Weimar, dessen Stellvertreter Dr. Otto Diefenbach (in Abwesenheit), Kassenwart Kurt Theis und Schriftführer Hans Schneider. Zentrales Thema der Versammlung war der Punkt Gemeindechronik. Der Geschichtsverein, der im September 1998 gegründet wurde und somit 2013 sein 15-jähriges Bestehen feiern kann, hat bisher zwei Bände zu den Ortsteilen Niederwalgern und Allna veröffentlicht. 2014 feiert die Großgemeinde Weimar ihr 40-jähriges Bestehen. Die Geschichte des Zusammenschlusses im Zuge der Gebietsreform soll im dritten Band behandelt werden, der möglichst noch vor Weihnachten erscheinen soll.

Darin einfließen sollen die Ergebnisse, die der Historiker Dr. Johannes König (Limburg) im vergangenen Jahr hauptsächlich aus Akten und anderen Quellentexten erarbeitet und für die Ausstellung „Die Entstehung der Gemeinde Weimar (1971-1974)“ zusammenstellte. Der Geschichtsverein hatte dieses Projekt angeregt, das von der Gemeinde getragen und von der Region Marburger Land aus EU-Mitteln gefördert wurde. Außerdem lieferte der Verein Dr. Koenig Informationen zu und stellte die Tafeln auf, die seit dem 25. September in der Gemeindeverwaltung zu sehen sind.

In dem Buch sollen aber nicht nur Quellentexte, sondern, wie Professor Siegfried Becker bei der Vorstellung des Vorhabens erläuterte, auch persönliche Erinnerungen und Befragungen von Zeitzeugen einfließen, die manchmal ein ganz anderes Bild als die Akten liefern. Dass dies auch bei einem historisch noch gar nicht so lange zurückliegenden Ereignis schon problematisch wird, darauf wies Hans Schneider hin. Zwei Zeitzeugen, mit denen er bereits Vorgespräche geführt habe, seien plötzlich verstorben, andere erinnerten sich nicht mehr genau.

Aber aus den kurzen Andeutungen, die mehrere Versammlungsteilnehmer machten, wurde deutlich, dass gerade solche bisher nicht schriftlich festgehaltenen Erinnerungen die Entstehung der Gemeinde und die teilweise sehr unterschiedlichen und kontroversen Haltungen und Interessenslagen der Menschen in den damals noch selbständigen Ortschaften verdeutlichen und auch sehr unterhaltsam belegen können. Man kam überein, dass der Vorstand sich treffen und eine Liste mit den Zeitzeugen erstellen soll. Die Befragungen sollen dann möglichst bald erfolgen. Auch sollen Fotos für das Buch ausgewählt werden. Außerdem gilt es, Sponsoren und Spender zur Finanzierung des Druckes zu finden, um den Kaufpreis des Bandes in erschwinglichem Rahmen zu halten.

In seinem Bericht hatte Otto Weimar auf die weiteren Aktivitäten des Vereins, dessen Mitgliederzahl um drei auf 22 anstieg, zurückgeblickt. Zur bevorstehenden 875-Jahr-Feier Niederweimars hat er einen Jahreskalender 2013 mit alten Fotos erstellt. Auch erstellten Mitglieder Beiträge für die neueste Ausgabe der etwa jährlich erscheinenden Schriftenreihe „Heimatwelt“. Ab nächster Woche soll das Heft Nr. 48 bei der Gemeindeverwaltung ausliegen und zum Herunterladen auf deren Internetseite verfügbar sein. Die elf Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Zeiteninsel, mit Flachs und mit dem „Kommen und Gehen“ der Männergesangvereine in den Ortsteilen.

von Manfred Schubert

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