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Thomas Nuhn ist Erster Beigeordneter

Parlament Weimar Thomas Nuhn ist Erster Beigeordneter

Der Rücktritt des ehemaligen Ersten Beigeordneten Stefan Bug aus dem Gemeindevorstand riss Löcher, die am Donnerstag drei Extra-Tagesordnungspunkte für die Gemeindevertreter bedeuteten.

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Bürgermeister Peter Eidam (links) und Parlamentschef Kurt Barth (rechts) gratulieren Thomas Nuhn und Elisabeth Wege zu ihren neuen Aufgaben für die Gemeinde Weimar.

Quelle: Götz Schaub

Niederweimar. In Stefan Bug trat schließlich nicht irgendwer, sondern ein engagierter Mann aus dem Gemeindevorstand zurück, der sich nicht nur seit Beginn der Legislaturperiode als ehrenamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters einbrachte, sondern auch als Vertreter der Gemeinde in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke saß sowie im Kuratorium des Kindergartens Niederweimar. Zunächst galt es, den Gemeindevorstand wieder zu komplettieren.

Die Nachfolge Bugs als Erster Beigeordneter trat Gemeindevorstandsmitglied Thomas Nuhn an (siehe Blickpunkt). So rückte schließlich die bisherige CDU-Gemeindevertreterin Elisabeth Wege als erste Frau in dieser Legislaturperiode in den Gemeindevorstand nach. Für Wege rückte schließlich Hilmar Stahl in die CDU-Fraktion nach.

Somit haben die Grünen als einzige Fraktion keinen eigenen Kandidaten mehr im Gemeindevorstand sitzen. Die Wahl eines Vertreters für das Kuratoriums des Kindergartens Niederweimar gestaltete sich sehr zeitintensiv. Zur Wahl stellten sich schließlich der neue Erste Beigeordnete Thomas Nuhn und der nicht anwesende aber von der SPD vorgeschlagene Rainer Sauer aus dem Gemeindevorstand. Etwas überraschend für die Verwaltung wurden geheime Wahlen beantragt, so dass erst noch Stimmzettel angefertigt werden mussten. Die anschließende Wahl brachte eine Pattsituation zwischen den Kandidaten 10:10 bei zwei Enthaltungen. Im zweiten Wahlgang, der erneut wieder vorbereitet werden musste, setzte sich schließlich Sauer mit 11:10 bei nur noch einer Enthaltung durch. Des Weiteren gehört unverändert Martina Klein dem Gremium an.

Schneller ging es dann bei den nächsten Wahlen, weil sich Bürgermeister Peter Eidam nur als Stellvertreter, nicht aber als erster Vertreter für den Wasserverband zur Verfügung stellen wollte. So wurde er in offener Abstimmung einstimmig auch zum Stellvertreter gewählt und SPD-Mann Andreas Kaletsch ebenfalls in offener Abstimmung einstimmig zum ersten Vertreter.

Andere Tagesordnungspunkte wurden unspektakulär und zügig abgehandelt.

n So wurden die Voraussetzungen für den Bau eines Gastronomiebetriebes in Argenstein unweit der Zeiteninsel und des Fernradweges geschaffen. Das Gesamtprojekt wurde bereits im August 2012 in Argenstein vorgestellt und von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen.

n Einstimmig beschloss das Parlament einen Feldtest der Firma Buderus für die Heizungsanlage des Bürgerhauses Niederwalgern. Die Firma suchte eine geeignete Liegenschaft, um ein neues Produkt im laufenden Betrieb zu testen. Da bot sich das Bürgerhaus Niederwalgern mit seiner 26 Jahre alten Heizung geradezu an. Der Einbau der Anlage reduziert die Erneuerungskosten um 7700 Euro auf 8700 Euro. Da sagte freilich keiner Nein.

n Auf Antrag der Grünen sollen die Abschnitte der alten B 255 innerhalb der Orte Niederweimar und Oberweimar die zur Gemeindestraße herabgestuft wurden, Tempo-30-Zonen werden. Die Entscheidung darüber fällt nach eingehender Prüfung die Gemeinde. Stephan Wenz, Fraktionschef der SPD erinnerte daran, dass es eigentlich einen Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2005 gibt, dass alle Gemeindestraßen Tempo-30-Zone werden sollen. In beiden Ortschaften sind Teile der alten B 255 aber auch anders klassifiziert. In Niederweimar beispielsweise ist das Teilstück von Gisselberg kommend bis zum Huteweg Kreisstraße, der Huteweg wiederum ist gleichzeitig dieL 3387.

Ab Einmündung Huteweg ist die innerörtliche Herborner Straße bis zum Ortsausgangsschild Gemeindestraße. „Egal was wir zur Verkehrsberuhigung planen, sollten wir darauf achten, dass die Anwohner nachdem sie so viel Verkehr ausgehalten haben, jetzt nicht noch finanziell belastet werden“, merkte CDU-Fraktionschef Jost Kisslinger an.

Blickpunkt:

Der neue Erste Beigeordnete der Gemeinde Weimar, Thomas Nuhn, stammt gebürtig aus Mainz. Er kam 2001 in die Gemeinde und wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Ortsteil Niederwalgern. Der 42-jährige Diplomverwaltungswirt beim Hauptzollamt in Gießen engagiert sich als Zweiter Vorsitzender beim Jugendfußballverein (JFV) Weimar und als Zweiter Vorsitzender des Schulelternbeirats der Gesamtschule Niederwalgern. Er kam über die gemeinsame Liste der CDU und der Grünen in den Gemeindevorstand Weimar. Politisch gehört er in das Lager der Christdemokraten.

von Götz Schaub

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